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Diplomacy & Defense Think Tank News

Why and how do researchers communicate environmental issues facing Arctic marine mammals?

O que você imagina quando pensa no Ártico? O que você imagina quando pondera sobre a crise climática? Para muitos, a resposta para ambas as perguntas é simples: ursos-polares. Os ursos-polares há muito tempo atuam como embaixadores do Ártico
e, nas décadas mais recentes, da crise climática. Embora os ursos-polares sejam os representantes mais conhecidos da região polar, outros animais do Ártico — como focas, morsas ou baleias — podem assumir papéis representativos semelhantes. 

Why and how do researchers communicate environmental issues facing Arctic marine mammals?

O que você imagina quando pensa no Ártico? O que você imagina quando pondera sobre a crise climática? Para muitos, a resposta para ambas as perguntas é simples: ursos-polares. Os ursos-polares há muito tempo atuam como embaixadores do Ártico
e, nas décadas mais recentes, da crise climática. Embora os ursos-polares sejam os representantes mais conhecidos da região polar, outros animais do Ártico — como focas, morsas ou baleias — podem assumir papéis representativos semelhantes. 

Why and how do researchers communicate environmental issues facing Arctic marine mammals?

O que você imagina quando pensa no Ártico? O que você imagina quando pondera sobre a crise climática? Para muitos, a resposta para ambas as perguntas é simples: ursos-polares. Os ursos-polares há muito tempo atuam como embaixadores do Ártico
e, nas décadas mais recentes, da crise climática. Embora os ursos-polares sejam os representantes mais conhecidos da região polar, outros animais do Ártico — como focas, morsas ou baleias — podem assumir papéis representativos semelhantes. 

Die neue Bedeutung (Süd-)Osteuropas in der deutschen Entwicklungspolitik

Bonn, 23. Februar 2026. Mit der Zeitenwende ist die geopolitische Bedeutung (Süd-)Osteuropas gestiegen. Entwicklungspolitik strategischer auszurichten bedeutet auch, die Zusammenarbeit mit der Region zu stärken.

„In Südost- und Osteuropa und dem Kaukasus geht es auch darum, ein Gegengewicht zum russischen Einfluss zu bilden“. Dies ist kein Zitat aus der berühmten Zeitenwende-Rede von Bundeskanzler a.D. Olaf Scholz vor dem Deutschen Bundestag am 27. Februar 2022. Dieser Satz findet sich bemerkenswerterweise im Mitte Januar 2026 veröffentlichten BMZ-Reformplan „Zukunft zusammen global gestalten“.

Besonders ist der Satz vor allem deshalb, weil er unterstreicht, dass deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit den vom BMZ als „Transformationspartner“ bezeichneten Ländern – Albanien, Armenien, Bosnien und Herzegowina, Georgien, Kosovo, Moldau, Serbien, Ukraine – auch einer geopolitischen Logik folgt. Dass sich das BMZ bereits Ende 2023 ein neues Konzept für die Entwicklungszusammenarbeit mit den Transformationspartnern gegeben hat, unterstreicht ihren gewachsenen Stellenwert in der deutschen Entwicklungspolitik.

Zeitenwende – auch in der Entwicklungspolitik?

In Reaktion auf Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine hat die Bundesregierung die Verteidigungspolitik wieder primär auf Landes- und Bündnisverteidigung ausgerichtet und massiv in die Ausrüstung der Bundeswehr investiert. Auch in der Energiepolitik ist die Zeitenwende spürbar, nicht zuletzt durch eine deutliche Reduzierung deutscher Abhängigkeit von russischem Gas. Und in der Entwicklungspolitik?

Am deutlichsten lässt sich die Zeitenwende in der Entwicklungspolitik am Beispiel der Ukraine ablesen. War das Land 2021 noch auf Rang 17 der bilateralen Empfänger deutscher öffentlicher Entwicklungshilfe (ODA), ist die Ukraine seit 2022 der größte bilaterale ODA-Empfänger Deutschlands. Seit 2022 hat Deutschland laut OECD 3,8 Mrd. US-Dollar an ODA bilateral bereitgestellt; zusätzlich zu den Mitteln, die über Deutschlands Beiträge an multilaterale Institutionen und die Europäische Union fließen. Letztere trägt den größten Teil der finanziellen Hilfen an die Ukraine. Ohne die zivile Unterstützung ihrer internationalen Partner wäre es der ukrainischen Regierung nicht möglich, der russischen Aggression seit vier Jahren standzuhalten.

Entwicklungspolitik als Geopolitik?

Und gleichzeitig stehen die Ukraine und (Süd-)Osteuropa insgesamt nicht im Zentrum entwicklungspolitischer Debatten in Deutschland – entweder, weil der Nutzen der entwicklungspolitischen Unterstützung der Länder nicht als hoch eingeschätzt wird. Oder weil die geopolitische Ausrichtung von Entwicklungspolitik skeptisch beäugt wird. Letzteres unterstreichen die unterschiedlichen Reaktionen auf den BMZ-Reformplan. Während manche befürchten, dass Entwicklungszusammenarbeit „zu einem geopolitischen und wirtschaftlichen Instrument werden könne“ und den regionalen Fokus auf die europäische Nachbarschaft im Bereich Frieden und Sicherheit kritisch sehen, vergessen andere schlichtweg, dass im Reformplan unter letzterer explizit auch (Süd-)Osteuropa und der Kaukasus gefasst werden – und nicht nur die Sahelregion, das Horn von Afrika, Nordafrika und der Nahe Osten.

Doch wenn man Entwicklungspolitik stärker strategisch und geopolitisch ausrichten will und sie als „soft power“ Instrument versteht, ist es nur konsequent, sie auch zur Bildung eines Gegengewichts gegen eine revisionistische und imperiale Macht einzusetzen, die Europas Sicherheit bedroht. Und eine Stärkung von entwicklungspolitischem Engagement, das einen sicherheitspolitischen Mehrwert entfaltet, ist auch noch keine Versicherheitlichung von Entwicklungspolitik – das „Schreckgespenst“ großer Teile der deutschen entwicklungspolitischen Community.

Ein stärkerer Fokus auf (Süd-)Osteuropa

Eine Stärkung der Entwicklungszusammenarbeit mit Südost- und Osteuropa könnte konkret bedeuten, Demokratieförderung und den Kampf gegen Desinformation insbesondere in den Ländern zu stärken, wo demokratische Institutionen derzeit massiv unter Druck stehen, wie in Serbien, Georgien, Moldau oder Bosnien und Herzegowina. Gerade hier sind die Konsequenzen des Wegfallens von USAID-Programmen zur Förderung von Demokratie und gesellschaftlicher Resilienz deutlich zu spüren.

Stärkere Investitionen in die wirtschaftliche Zusammenarbeit könnten dazu beitragen, zentrale Herausforderungen in der Region zu adressieren. Zum Beispiel im Kosovo, wo die durchschnittliche Jugendarbeitslosigkeit in den letzten Jahren bei knapp 50 Prozent lag. Oder in Serbien, wo die Herausforderung für Europa auch darin bestehen wird, den geplanten Abbau von kritischen Rohstoffen wie Lithium so zu gestalten, dass er Arbeitsplätze und Wertschöpfung vor Ort schafft, ohne durch Verletzungen von rechtsstaatlichen Standards Autokratisierungstrends weiter zu befördern.

Ein zentraler Stabilisierungsfaktor für die Region ist der EU-Erweiterungsprozess. Doch die Länder bewegen sich mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten Richtung EU-Mitgliedschaft. Die Beitrittsprozesse werden nur dann erfolgreich sein, wenn sie spürbar zu einer Verbesserung der sozio-ökonomischen Verhältnisse beitragen. Maßnahmen der Entwicklungszusammenarbeit können hier eine entscheidende Rolle spielen. Dazu sollte das BMZ auch mehr Kompetenzen auf EU-Ebene in der Gestaltung der Beziehungen mit den östlichen Nachbarn erhalten.

Ein größerer Fokus auf unsere östlichen „Nachbarn“, der auch mit entsprechenden finanziellen Mitteln hinterlegt ist, wäre ein konsequenter Beitrag dazu, die deutsche Entwicklungspolitik stärker an den Herausforderungen der Zeitenwende auszurichten.

Die neue Bedeutung (Süd-)Osteuropas in der deutschen Entwicklungspolitik

Bonn, 23. Februar 2026. Mit der Zeitenwende ist die geopolitische Bedeutung (Süd-)Osteuropas gestiegen. Entwicklungspolitik strategischer auszurichten bedeutet auch, die Zusammenarbeit mit der Region zu stärken.

„In Südost- und Osteuropa und dem Kaukasus geht es auch darum, ein Gegengewicht zum russischen Einfluss zu bilden“. Dies ist kein Zitat aus der berühmten Zeitenwende-Rede von Bundeskanzler a.D. Olaf Scholz vor dem Deutschen Bundestag am 27. Februar 2022. Dieser Satz findet sich bemerkenswerterweise im Mitte Januar 2026 veröffentlichten BMZ-Reformplan „Zukunft zusammen global gestalten“.

Besonders ist der Satz vor allem deshalb, weil er unterstreicht, dass deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit den vom BMZ als „Transformationspartner“ bezeichneten Ländern – Albanien, Armenien, Bosnien und Herzegowina, Georgien, Kosovo, Moldau, Serbien, Ukraine – auch einer geopolitischen Logik folgt. Dass sich das BMZ bereits Ende 2023 ein neues Konzept für die Entwicklungszusammenarbeit mit den Transformationspartnern gegeben hat, unterstreicht ihren gewachsenen Stellenwert in der deutschen Entwicklungspolitik.

Zeitenwende – auch in der Entwicklungspolitik?

In Reaktion auf Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine hat die Bundesregierung die Verteidigungspolitik wieder primär auf Landes- und Bündnisverteidigung ausgerichtet und massiv in die Ausrüstung der Bundeswehr investiert. Auch in der Energiepolitik ist die Zeitenwende spürbar, nicht zuletzt durch eine deutliche Reduzierung deutscher Abhängigkeit von russischem Gas. Und in der Entwicklungspolitik?

Am deutlichsten lässt sich die Zeitenwende in der Entwicklungspolitik am Beispiel der Ukraine ablesen. War das Land 2021 noch auf Rang 17 der bilateralen Empfänger deutscher öffentlicher Entwicklungshilfe (ODA), ist die Ukraine seit 2022 der größte bilaterale ODA-Empfänger Deutschlands. Seit 2022 hat Deutschland laut OECD 3,8 Mrd. US-Dollar an ODA bilateral bereitgestellt; zusätzlich zu den Mitteln, die über Deutschlands Beiträge an multilaterale Institutionen und die Europäische Union fließen. Letztere trägt den größten Teil der finanziellen Hilfen an die Ukraine. Ohne die zivile Unterstützung ihrer internationalen Partner wäre es der ukrainischen Regierung nicht möglich, der russischen Aggression seit vier Jahren standzuhalten.

Entwicklungspolitik als Geopolitik?

Und gleichzeitig stehen die Ukraine und (Süd-)Osteuropa insgesamt nicht im Zentrum entwicklungspolitischer Debatten in Deutschland – entweder, weil der Nutzen der entwicklungspolitischen Unterstützung der Länder nicht als hoch eingeschätzt wird. Oder weil die geopolitische Ausrichtung von Entwicklungspolitik skeptisch beäugt wird. Letzteres unterstreichen die unterschiedlichen Reaktionen auf den BMZ-Reformplan. Während manche befürchten, dass Entwicklungszusammenarbeit „zu einem geopolitischen und wirtschaftlichen Instrument werden könne“ und den regionalen Fokus auf die europäische Nachbarschaft im Bereich Frieden und Sicherheit kritisch sehen, vergessen andere schlichtweg, dass im Reformplan unter letzterer explizit auch (Süd-)Osteuropa und der Kaukasus gefasst werden – und nicht nur die Sahelregion, das Horn von Afrika, Nordafrika und der Nahe Osten.

Doch wenn man Entwicklungspolitik stärker strategisch und geopolitisch ausrichten will und sie als „soft power“ Instrument versteht, ist es nur konsequent, sie auch zur Bildung eines Gegengewichts gegen eine revisionistische und imperiale Macht einzusetzen, die Europas Sicherheit bedroht. Und eine Stärkung von entwicklungspolitischem Engagement, das einen sicherheitspolitischen Mehrwert entfaltet, ist auch noch keine Versicherheitlichung von Entwicklungspolitik – das „Schreckgespenst“ großer Teile der deutschen entwicklungspolitischen Community.

Ein stärkerer Fokus auf (Süd-)Osteuropa

Eine Stärkung der Entwicklungszusammenarbeit mit Südost- und Osteuropa könnte konkret bedeuten, Demokratieförderung und den Kampf gegen Desinformation insbesondere in den Ländern zu stärken, wo demokratische Institutionen derzeit massiv unter Druck stehen, wie in Serbien, Georgien, Moldau oder Bosnien und Herzegowina. Gerade hier sind die Konsequenzen des Wegfallens von USAID-Programmen zur Förderung von Demokratie und gesellschaftlicher Resilienz deutlich zu spüren.

Stärkere Investitionen in die wirtschaftliche Zusammenarbeit könnten dazu beitragen, zentrale Herausforderungen in der Region zu adressieren. Zum Beispiel im Kosovo, wo die durchschnittliche Jugendarbeitslosigkeit in den letzten Jahren bei knapp 50 Prozent lag. Oder in Serbien, wo die Herausforderung für Europa auch darin bestehen wird, den geplanten Abbau von kritischen Rohstoffen wie Lithium so zu gestalten, dass er Arbeitsplätze und Wertschöpfung vor Ort schafft, ohne durch Verletzungen von rechtsstaatlichen Standards Autokratisierungstrends weiter zu befördern.

Ein zentraler Stabilisierungsfaktor für die Region ist der EU-Erweiterungsprozess. Doch die Länder bewegen sich mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten Richtung EU-Mitgliedschaft. Die Beitrittsprozesse werden nur dann erfolgreich sein, wenn sie spürbar zu einer Verbesserung der sozio-ökonomischen Verhältnisse beitragen. Maßnahmen der Entwicklungszusammenarbeit können hier eine entscheidende Rolle spielen. Dazu sollte das BMZ auch mehr Kompetenzen auf EU-Ebene in der Gestaltung der Beziehungen mit den östlichen Nachbarn erhalten.

Ein größerer Fokus auf unsere östlichen „Nachbarn“, der auch mit entsprechenden finanziellen Mitteln hinterlegt ist, wäre ein konsequenter Beitrag dazu, die deutsche Entwicklungspolitik stärker an den Herausforderungen der Zeitenwende auszurichten.

Die neue Bedeutung (Süd-)Osteuropas in der deutschen Entwicklungspolitik

Bonn, 23. Februar 2026. Mit der Zeitenwende ist die geopolitische Bedeutung (Süd-)Osteuropas gestiegen. Entwicklungspolitik strategischer auszurichten bedeutet auch, die Zusammenarbeit mit der Region zu stärken.

„In Südost- und Osteuropa und dem Kaukasus geht es auch darum, ein Gegengewicht zum russischen Einfluss zu bilden“. Dies ist kein Zitat aus der berühmten Zeitenwende-Rede von Bundeskanzler a.D. Olaf Scholz vor dem Deutschen Bundestag am 27. Februar 2022. Dieser Satz findet sich bemerkenswerterweise im Mitte Januar 2026 veröffentlichten BMZ-Reformplan „Zukunft zusammen global gestalten“.

Besonders ist der Satz vor allem deshalb, weil er unterstreicht, dass deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit den vom BMZ als „Transformationspartner“ bezeichneten Ländern – Albanien, Armenien, Bosnien und Herzegowina, Georgien, Kosovo, Moldau, Serbien, Ukraine – auch einer geopolitischen Logik folgt. Dass sich das BMZ bereits Ende 2023 ein neues Konzept für die Entwicklungszusammenarbeit mit den Transformationspartnern gegeben hat, unterstreicht ihren gewachsenen Stellenwert in der deutschen Entwicklungspolitik.

Zeitenwende – auch in der Entwicklungspolitik?

In Reaktion auf Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine hat die Bundesregierung die Verteidigungspolitik wieder primär auf Landes- und Bündnisverteidigung ausgerichtet und massiv in die Ausrüstung der Bundeswehr investiert. Auch in der Energiepolitik ist die Zeitenwende spürbar, nicht zuletzt durch eine deutliche Reduzierung deutscher Abhängigkeit von russischem Gas. Und in der Entwicklungspolitik?

Am deutlichsten lässt sich die Zeitenwende in der Entwicklungspolitik am Beispiel der Ukraine ablesen. War das Land 2021 noch auf Rang 17 der bilateralen Empfänger deutscher öffentlicher Entwicklungshilfe (ODA), ist die Ukraine seit 2022 der größte bilaterale ODA-Empfänger Deutschlands. Seit 2022 hat Deutschland laut OECD 3,8 Mrd. US-Dollar an ODA bilateral bereitgestellt; zusätzlich zu den Mitteln, die über Deutschlands Beiträge an multilaterale Institutionen und die Europäische Union fließen. Letztere trägt den größten Teil der finanziellen Hilfen an die Ukraine. Ohne die zivile Unterstützung ihrer internationalen Partner wäre es der ukrainischen Regierung nicht möglich, der russischen Aggression seit vier Jahren standzuhalten.

Entwicklungspolitik als Geopolitik?

Und gleichzeitig stehen die Ukraine und (Süd-)Osteuropa insgesamt nicht im Zentrum entwicklungspolitischer Debatten in Deutschland – entweder, weil der Nutzen der entwicklungspolitischen Unterstützung der Länder nicht als hoch eingeschätzt wird. Oder weil die geopolitische Ausrichtung von Entwicklungspolitik skeptisch beäugt wird. Letzteres unterstreichen die unterschiedlichen Reaktionen auf den BMZ-Reformplan. Während manche befürchten, dass Entwicklungszusammenarbeit „zu einem geopolitischen und wirtschaftlichen Instrument werden könne“ und den regionalen Fokus auf die europäische Nachbarschaft im Bereich Frieden und Sicherheit kritisch sehen, vergessen andere schlichtweg, dass im Reformplan unter letzterer explizit auch (Süd-)Osteuropa und der Kaukasus gefasst werden – und nicht nur die Sahelregion, das Horn von Afrika, Nordafrika und der Nahe Osten.

Doch wenn man Entwicklungspolitik stärker strategisch und geopolitisch ausrichten will und sie als „soft power“ Instrument versteht, ist es nur konsequent, sie auch zur Bildung eines Gegengewichts gegen eine revisionistische und imperiale Macht einzusetzen, die Europas Sicherheit bedroht. Und eine Stärkung von entwicklungspolitischem Engagement, das einen sicherheitspolitischen Mehrwert entfaltet, ist auch noch keine Versicherheitlichung von Entwicklungspolitik – das „Schreckgespenst“ großer Teile der deutschen entwicklungspolitischen Community.

Ein stärkerer Fokus auf (Süd-)Osteuropa

Eine Stärkung der Entwicklungszusammenarbeit mit Südost- und Osteuropa könnte konkret bedeuten, Demokratieförderung und den Kampf gegen Desinformation insbesondere in den Ländern zu stärken, wo demokratische Institutionen derzeit massiv unter Druck stehen, wie in Serbien, Georgien, Moldau oder Bosnien und Herzegowina. Gerade hier sind die Konsequenzen des Wegfallens von USAID-Programmen zur Förderung von Demokratie und gesellschaftlicher Resilienz deutlich zu spüren.

Stärkere Investitionen in die wirtschaftliche Zusammenarbeit könnten dazu beitragen, zentrale Herausforderungen in der Region zu adressieren. Zum Beispiel im Kosovo, wo die durchschnittliche Jugendarbeitslosigkeit in den letzten Jahren bei knapp 50 Prozent lag. Oder in Serbien, wo die Herausforderung für Europa auch darin bestehen wird, den geplanten Abbau von kritischen Rohstoffen wie Lithium so zu gestalten, dass er Arbeitsplätze und Wertschöpfung vor Ort schafft, ohne durch Verletzungen von rechtsstaatlichen Standards Autokratisierungstrends weiter zu befördern.

Ein zentraler Stabilisierungsfaktor für die Region ist der EU-Erweiterungsprozess. Doch die Länder bewegen sich mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten Richtung EU-Mitgliedschaft. Die Beitrittsprozesse werden nur dann erfolgreich sein, wenn sie spürbar zu einer Verbesserung der sozio-ökonomischen Verhältnisse beitragen. Maßnahmen der Entwicklungszusammenarbeit können hier eine entscheidende Rolle spielen. Dazu sollte das BMZ auch mehr Kompetenzen auf EU-Ebene in der Gestaltung der Beziehungen mit den östlichen Nachbarn erhalten.

Ein größerer Fokus auf unsere östlichen „Nachbarn“, der auch mit entsprechenden finanziellen Mitteln hinterlegt ist, wäre ein konsequenter Beitrag dazu, die deutsche Entwicklungspolitik stärker an den Herausforderungen der Zeitenwende auszurichten.

Marcel Fratzscher: „Der Vorschlag, Geflüchtete schneller in Arbeit zu bringen, ist längst überfällig“

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt will es Asylbewerber*innen erlauben, schneller als bisher zu arbeiten. Sie sollen künftig schon nach drei Monaten Aufenthalt in Deutschland arbeiten dürfen, auch wenn ihr Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist. DIW-Präsident Marcel Fratzscher begrüßt diesen Vorschlag: 

Der Plan des Bundesinnenministers, Geflüchteten im Asylverfahren schnell Zugang zum Arbeitsmarkt zu geben, ist klug und längst überfällig. Es ist schwer zu verstehen, wieso die deutsche Politik mehr als zehn Jahre benötigt hat, diesen Schritt zu machen. Sie hätte sehr viel schneller Schaden für die Geflüchteten, für den Sozialstaat und für die deutsche Wirtschaft abwenden können.

Das schnelle Recht auf Arbeit für Asylbewerber*innen dürfte der deutschen Wirtschaft einen dringend benötigten positiven Impuls geben. Denn Deutschland hat ein riesiges Arbeitskräfteproblem, auch bei gering oder nicht qualifizierten Beschäftigten. Ich erwarte, dass die Beschäftigung dadurch steigen wird und vor allem viele kleine und mittlere Unternehmen davon profitieren können.

Allerdings sollte der schnellere Zugang zum Arbeitsmarkt nur ein Element von vielen sein, um die Integration von Geflüchteten zu verbessern und das Arbeitskräfteproblem in Deutschland zu bekämpfen. Die Bundesregierung muss kurzfristig deutlich mehr Geld für die Integration von Geflüchteten ausgeben, vor allem für Maßnahmen der Qualifizierung und der Ausbildung. Zudem benötigen Geflüchtete nicht nur die Möglichkeit zu arbeiten, sondern brauchen auch eine langfristige Bleibeperspektive. Ansonsten werden Geflüchtete und auch die Unternehmen, bei denen sie arbeiten, nicht oder nur wenig in die Qualifizierung investieren.

Der Plan des Bundesinnenministers ist ein erster wichtiger Schritt, um den bisherigen Irrsinn der Integrationspolitik in Bezug auf Arbeit zu beenden. Weitere Schritte müssen nun folgen. Vor allem aber brauchen wir eine ehrliche Debatte über die Chancen, die Deutschland durch die Zuwanderung entstehen – auch durch Geflüchtete, von denen viele bislang gering oder nicht qualifiziert sind.


Mehrwertsteuererhöhung? Nur, wenn man sich durchmogeln will

Eine höhere Mehrwertsteuer scheint für Schwarz-Rot der leichteste Weg, um das Haushaltsloch zu stopfen. Aber er wäre ökonomisch, sozial und politisch fatal. , Diese Kolumne von Marcel Fratzscher erschien am 20. Februar 2026 in der ZEIT in der Reihe Fratzschers Verteilungsfragen., Die Debatte über Steuerreformen wirkt gerade wie ein Wettbewerb im Versprechenmachen: weniger Steuern hier, höhere Renten dort, mehr Entlastung für die Mitte. Fast alle Parteien erzählen den Bürgerinnen und Bürgern noch immer, man könne gleichzeitig die Abgaben senken, Leistungen ausbauen, Schulden ...

Global order in transition: anxiety in the North, agency in the South

Is the present juncture a crisis or an opportunity for international cooperation? The answer is: both. For many in the North, established practices are clearly under strain, generating a pervasive sense of crisis. At the same time, actors in the Global South see an opportunity to shape a more inclusive and equitable multilateral system. This has long been a central aspiration. What looks like breakdown from a Northern vantage point can thus appear as rebalancing from the South. Agency has shifted, and so have the venues where cooperation advances. Institutions may be narrower in scope, but in several domains, they are broader and more innovative in delivery. The future of global cooperation will be written less in universal declarations, and more in who exercises agency.

Global order in transition: anxiety in the North, agency in the South

Is the present juncture a crisis or an opportunity for international cooperation? The answer is: both. For many in the North, established practices are clearly under strain, generating a pervasive sense of crisis. At the same time, actors in the Global South see an opportunity to shape a more inclusive and equitable multilateral system. This has long been a central aspiration. What looks like breakdown from a Northern vantage point can thus appear as rebalancing from the South. Agency has shifted, and so have the venues where cooperation advances. Institutions may be narrower in scope, but in several domains, they are broader and more innovative in delivery. The future of global cooperation will be written less in universal declarations, and more in who exercises agency.

Global order in transition: anxiety in the North, agency in the South

Is the present juncture a crisis or an opportunity for international cooperation? The answer is: both. For many in the North, established practices are clearly under strain, generating a pervasive sense of crisis. At the same time, actors in the Global South see an opportunity to shape a more inclusive and equitable multilateral system. This has long been a central aspiration. What looks like breakdown from a Northern vantage point can thus appear as rebalancing from the South. Agency has shifted, and so have the venues where cooperation advances. Institutions may be narrower in scope, but in several domains, they are broader and more innovative in delivery. The future of global cooperation will be written less in universal declarations, and more in who exercises agency.

Fin de l’impunité à Tizi-Ouzou : la police arrête un commerçant qui a déversé des déchets dans la nature

Algérie 360 - Sat, 02/21/2026 - 22:09

Les services de la sûreté de wilaya de Tizi Ouzou ont procédé à l’arrestation du conducteur d’un véhicule utilitaire pris en flagrant délit de pollution […]

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From destruction to reconstruction? Munich Security Conference 2026 – ELIAMEP’s experts share their views

ELIAMEP - Thu, 02/19/2026 - 17:32

Elena Lazarou, Director General, ELIAMEP

The 2026 Munich Security Conference gave the sense of a forum negotiating the terms of what comes next. The tone was measured, but the subtext was unmistakable: the assumptions that underpinned three decades of relative geopolitical coherence are eroding. What replaces them remains unsettled. On the positive side, it could be an opportunity.

Three core dynamics defining Munich this year were particularly interesting: transatlantic recalibration, the rising agency of middle powers and the Global South, and the expanding definition of security itself to match the geotechnological nature of our times. These trends are not new: they echo debates and concerns from previous years, but the discussion has evolved and the participants have matured and diversified.

Transatlantic Recalibration?

There was no open rupture between Europe and the United States. Yet neither was there a return to complacency. European leaders continue to affirm NATO’s centrality, yet strategic autonomy is no longer abstract rhetoric. From defense industrial capacity to energy diversification and digital infrastructure, Europe is hedging against systemic volatility. For the United States, alliance unity remains central but increasingly framed through domestic political sustainability – and domestic competition of identity related narratives. At the same time, for the European audience, one thing is clear: burden-sharing and alignment must be reciprocal and measurable. The transatlantic relationship is indeed recalibrating. And while the point was made that partnership endures; dependency does not.

Middle Powers and the Global South: From Participants to Architects?

No one knows dependency as well as some of what we now refer to as the middle powers of the ‘Global South’. Perhaps the most striking shift in this year’s Munich was not in what Western leaders said, but in who spoke with confidence. Middle powers — India, Brazil, the Gulf states — are no longer navigating between blocs; they are shaping the environment in which blocs operate. Their diplomacy is pragmatic and transactional. Engagement is diversified. Alignment is selective. This is now referred to by pundits as ‘multi-vector’ foreign policy and is increasingly appealing to states north and south. It could be argued that it is a return to what we once simply called ‘realist’.

Voices from Africa, Latin America, and parts of Asia present in the Bavarian capital underscored a structural gap (and not for the first time): global governance structures lag behind contemporary realities. Security debates emphasise defence and deterrence but still sideline debt distress, development financing, and climate vulnerability. In so doing, they do not resonate in much of the world.

For many of these countries, instability is fiscal, climatic, and demographic long before it manifests as military or territorial crises. Middle powers and Global South actors are asserting agency — and demanding that the architecture of order accommodate it.

One of the ‘quieter’ but consequential conversations focused on the intersection of development, humanitarian support, and security. Delegates from the Global South stressed that fragile states are destabilized not only by military threats, but by chronic underinvestment in infrastructure, social services, and governance. Humanitarian crises — from conflict-driven displacement to climate-induced food insecurity — are immediate pressures, but short-term aid alone cannot stabilize societies. But rather than just voicing concern, they also offered solutions, or at least proposals. An important one is that predictable development financing is preventive security. Long-term investment in education, health, energy, and infrastructure reduces the likelihood of crises escalating into broader regional instability.

On humanitarian support, experts from across the globe re-emphasized that it must complement, not replace, structural solutions. Emergency aid is essential to alleviate suffering, but without sustained development mechanisms, fragile states remain vulnerable to repeated shocks. Several voices emphasized that equitable financing, and mechanisms to address systemic vulnerabilities are critical to prevent recurring humanitarian crises. This is perhaps more important than ever, as the future of the United Nations and their reform enters the microscope – North and South. An opportunity is there, but a risk too. But the related conversations inside and outside closed doors highlighted a simple but often overlooked principle: stability is built before crises erupt, and humanitarian support is only one pillar in that architecture. Development and crisis response are inseparable in designing durable security strategies. We are focusing a lot on crises these days (in fact ELIAMEP has launched a series of events entitled precisely ‘Crises in Focus’) but we should be doing the same for the other part of security: development.

Technology and Artificial Intelligence: The accelerator?

Technology shaped nearly every conversation. Artificial intelligence, cyber capabilities, digital infrastructure, and data governance are now integral to national power. Competitiveness in AI is by now established as a key source of strategic leverage, which allows states to ‘punch’ way above their size and to do so successfully. It has also changed irreversibly the nature of expertise that is required for geopolitical and foreign policy analysis, thus also becoming an important part of the conversation for the future of think tanks and policy advisory services.

Three undercurrents particularly stood out. First that technological sovereignty equals a degree of strategic autonomy: resilience in digital infrastructure is as fundamental as energy independence and military operational capacity. Second, that we stand at what is only the beginning of a major negotiation on the future of digital governance. From a European perspective, AI governance is seen as a mechanism for stability and for the upholding of fundamental human rights: without a governance framework with clear guardrails, AI-enabled disinformation, cyber disruption, and opaque military applications risk miscalculation. But to reconcile this with Mario Draghi’s urgency for global competitiveness, in a world of less or non-regulated actors, is a challenge. Finally, and related to global development, the AI divide has emerged as a strategic fault line: unequal access risks marginalizing countries and entrenching geopolitical inequality.

Details aside, the big question on everyone’s mind was: will technology set the agenda, or will it accelerate and support agenda setters?

Bringing it home: energy, connectivity and opportunities for Greece?

The Conference reaffirmed that energy and regional connectivity are central instruments of influence and security. European states are recalibrating energy sourcing, infrastructure, and cross-border supply chains to mitigate risk. Connectivity — from transport corridors to ports and digital networks — is not just economic facilitation; it is geopolitical leverage.

For Greece, these insights are particularly relevant. Its geographic position makes it a natural hub linking the Balkans, Eastern Mediterranean, and Middle East. Pipelines, LNG terminals, and interconnections with regional grids enhance both diplomatic leverage and energy resilience. Port and transport projects, including Piraeus and rail networks, strengthen Greece’s role as a regional hub for trade and strategic partnerships. Diversifying energy sources and linking energy and digital infrastructure amplifies national influence and mitigates vulnerability to external shocks. Engaging in multipolar diplomacy and regional connectivity initiatives allows Greece to build flexible coalitions that advance its foreign policy objectives while supporting EU strategic autonomy. Going back to one of the initial points made, multi-vector foreign policies are not just about diversifying partners, it is also about diversifying across policy areas, to raise leverage and set the agenda in as many fields as possible.

All in all, the MSC 2026 did not produce a grand doctrine. Instead, it revealed a world in transition. The international order is not collapsing outright (or under destruction as the catchy title of this year’s MSC publication framed the question). However, it is no longer comfortably anchored. The world is indeed witnessing some of its old assumptions falter. But it is also under renegotiation, and the stakes have never been clearer.

Photo: from the Munich Security Conference 2026 website

Green jobs and green economic development in Kigali's construction value chain: evidence from a firm survey

Green, circular buildings are crucial for climate change mitigation and resource efficiency, yet their employment impact in Sub-Saharan Africa remains unclear. This paper explores green job potential in Kigali, Rwanda—an urbanizing city with strong policy commitments and urgent housing needs. Employing a sequential mixed-methods design, we conducted 33 expert interviews and surveyed 546 firms across five construction value chain segments. We find that (1) many green jobs already exist, with 5.1% highly green and about 58% partly green based on practices performed; (2) green and circular practices are emerging through both policy support and grassroots innovation, (3) greening is positively, significantly correlated with employment growth for highly green firms, and (4) greening is significantly associated with improved job quality for all firms. Targeted support for firms in critical greening phases could boost job creation and quality. A mix of interventions is required to tackle cost competitiveness, skills and attitudes.

Green jobs and green economic development in Kigali's construction value chain: evidence from a firm survey

Green, circular buildings are crucial for climate change mitigation and resource efficiency, yet their employment impact in Sub-Saharan Africa remains unclear. This paper explores green job potential in Kigali, Rwanda—an urbanizing city with strong policy commitments and urgent housing needs. Employing a sequential mixed-methods design, we conducted 33 expert interviews and surveyed 546 firms across five construction value chain segments. We find that (1) many green jobs already exist, with 5.1% highly green and about 58% partly green based on practices performed; (2) green and circular practices are emerging through both policy support and grassroots innovation, (3) greening is positively, significantly correlated with employment growth for highly green firms, and (4) greening is significantly associated with improved job quality for all firms. Targeted support for firms in critical greening phases could boost job creation and quality. A mix of interventions is required to tackle cost competitiveness, skills and attitudes.

Green jobs and green economic development in Kigali's construction value chain: evidence from a firm survey

Green, circular buildings are crucial for climate change mitigation and resource efficiency, yet their employment impact in Sub-Saharan Africa remains unclear. This paper explores green job potential in Kigali, Rwanda—an urbanizing city with strong policy commitments and urgent housing needs. Employing a sequential mixed-methods design, we conducted 33 expert interviews and surveyed 546 firms across five construction value chain segments. We find that (1) many green jobs already exist, with 5.1% highly green and about 58% partly green based on practices performed; (2) green and circular practices are emerging through both policy support and grassroots innovation, (3) greening is positively, significantly correlated with employment growth for highly green firms, and (4) greening is significantly associated with improved job quality for all firms. Targeted support for firms in critical greening phases could boost job creation and quality. A mix of interventions is required to tackle cost competitiveness, skills and attitudes.

Syria’s social contract: Ahmad Al-Sharaa must keep his promise

The reconstruction of Syria lacks a solid foundation, as Ahmad Al-Sharaa and his interim government prefer to establish facts rather than a social consensus. In his victory speech, al-Sharaa promised a social contract, but protection, provision and participation are still lacking. The interim government has fallen short of its responsibility in all three areas as evidenced by a series of violence including the forceful takeover of Kurdish-dominated territory in early 2026, large-scale investments without clear benefit for Syria’s suffering population, and polarized public discourse lacking genuine commitment to pluralism and tolerance. Social rifts are deep, including within the Syrian diaspora, which also requires a minimum of trust and security – so only some members of the diaspora may choose to engage with their homeland. The international community should not remain silent over these destabilizing developments in Syria’s domestic politics.

Syria’s social contract: Ahmad Al-Sharaa must keep his promise

The reconstruction of Syria lacks a solid foundation, as Ahmad Al-Sharaa and his interim government prefer to establish facts rather than a social consensus. In his victory speech, al-Sharaa promised a social contract, but protection, provision and participation are still lacking. The interim government has fallen short of its responsibility in all three areas as evidenced by a series of violence including the forceful takeover of Kurdish-dominated territory in early 2026, large-scale investments without clear benefit for Syria’s suffering population, and polarized public discourse lacking genuine commitment to pluralism and tolerance. Social rifts are deep, including within the Syrian diaspora, which also requires a minimum of trust and security – so only some members of the diaspora may choose to engage with their homeland. The international community should not remain silent over these destabilizing developments in Syria’s domestic politics.

Syria’s social contract: Ahmad Al-Sharaa must keep his promise

The reconstruction of Syria lacks a solid foundation, as Ahmad Al-Sharaa and his interim government prefer to establish facts rather than a social consensus. In his victory speech, al-Sharaa promised a social contract, but protection, provision and participation are still lacking. The interim government has fallen short of its responsibility in all three areas as evidenced by a series of violence including the forceful takeover of Kurdish-dominated territory in early 2026, large-scale investments without clear benefit for Syria’s suffering population, and polarized public discourse lacking genuine commitment to pluralism and tolerance. Social rifts are deep, including within the Syrian diaspora, which also requires a minimum of trust and security – so only some members of the diaspora may choose to engage with their homeland. The international community should not remain silent over these destabilizing developments in Syria’s domestic politics.

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