Verstärkt durch Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit (EZ), leiden viele Niedrig- und Mitteleinkommensländer aktuell unter großer Finanznot. Höhere Eigeneinnahmen sind vor diesem Hintergrund für die meisten Länder ein erstrebenswertes Ziel. Auch im internationalen entwicklungspolitischen Diskurs nimmt die Stärkung von Eigeneinnahmen mehr Raum ein – und zwar über das gesamte politische Spektrum hinweg. Für die einen soll sie die Entscheidungsspielräume der jeweiligen Regierungen erweitern und die Entwicklungsorientierung öffentlichen Handelns stärken, für die anderen die Industrieländer des sog. globalen Nordens von Transferleistungen entlasten und die "Sucht“ der Empfängerländer nach EZ-Zahlungen beenden. Aber welche Möglichkeiten stehen Niedrig- und Mitteleinkommensländern überhaupt offen, mehr Eigeneinnahmen zu erzielen? Der vorliegende Policy Brief zeigt, dass besonders die Besteuerung von Privateinkommen und Grundbesitz Chancen auf Mehreinnahmen eröffnen könnte. Ein bedeutendes Feld ist zudem die Rationalisierung von Steuervergünstigungen, die häufig substanzielle Mindereinnahmen verursachen, ohne dass ein entsprechender Nutzen erkennbar wäre. Gleichzeitig ist es aber auch wichtig, den systemischen – und eminent politischen – Charakter von Steuerreformen zu erkennen. Jenseits der technischen und administrativen Machbarkeit muss immer auch die politische Umsetzbarkeit von Reformen berücksichtigt werden. Darum sind kurzfristige Steuererhöhungen – etwa durch höhere Verbrauchssteuern oder Zölle – für sich genommen oft wenig nachhaltig. Vielmehr geht es darum, den sog. „Fiskalvertrag“ zwischen Steuerzahler*innen und Staat auf eine breitere und stabilere Grundlage zu stellen, bei der auch bessere öffentliche Leistungen eine Rolle spielen. Es ist daher nicht ohne weiteres möglich, eine Einnahmenart – EZ – durch die andere – Steuern – zu ersetzen. Das wird von den Befürwortern von EZ-Kürzungen gerne unterschlagen. Bei der Umstellung muss EZ weiterhin und trotz insgesamt sinkender Mittel Beiträge leisten. Internationale Akteure, darunter auch die Bundesregierung und die EU, können Partnerregierungen in vielerlei Hinsicht unterstützen. Sie tun das schon heute, etwa durch die Förderung der Addis Tax Initiative (ATI). Deutschland und die EU sollten darüber hinaus entschlossen dazu beitragen, multilaterale Ansätze der Zusammenarbeit zu stärken. Dies gilt vor allem für die Rahmenkonvention der Vereinten Nationen (UN) für die internationale Zusammenarbeit in Steuerfragen, die derzeit ausgehandelt wird.
Verstärkt durch Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit (EZ), leiden viele Niedrig- und Mitteleinkommensländer aktuell unter großer Finanznot. Höhere Eigeneinnahmen sind vor diesem Hintergrund für die meisten Länder ein erstrebenswertes Ziel. Auch im internationalen entwicklungspolitischen Diskurs nimmt die Stärkung von Eigeneinnahmen mehr Raum ein – und zwar über das gesamte politische Spektrum hinweg. Für die einen soll sie die Entscheidungsspielräume der jeweiligen Regierungen erweitern und die Entwicklungsorientierung öffentlichen Handelns stärken, für die anderen die Industrieländer des sog. globalen Nordens von Transferleistungen entlasten und die "Sucht“ der Empfängerländer nach EZ-Zahlungen beenden. Aber welche Möglichkeiten stehen Niedrig- und Mitteleinkommensländern überhaupt offen, mehr Eigeneinnahmen zu erzielen? Der vorliegende Policy Brief zeigt, dass besonders die Besteuerung von Privateinkommen und Grundbesitz Chancen auf Mehreinnahmen eröffnen könnte. Ein bedeutendes Feld ist zudem die Rationalisierung von Steuervergünstigungen, die häufig substanzielle Mindereinnahmen verursachen, ohne dass ein entsprechender Nutzen erkennbar wäre. Gleichzeitig ist es aber auch wichtig, den systemischen – und eminent politischen – Charakter von Steuerreformen zu erkennen. Jenseits der technischen und administrativen Machbarkeit muss immer auch die politische Umsetzbarkeit von Reformen berücksichtigt werden. Darum sind kurzfristige Steuererhöhungen – etwa durch höhere Verbrauchssteuern oder Zölle – für sich genommen oft wenig nachhaltig. Vielmehr geht es darum, den sog. „Fiskalvertrag“ zwischen Steuerzahler*innen und Staat auf eine breitere und stabilere Grundlage zu stellen, bei der auch bessere öffentliche Leistungen eine Rolle spielen. Es ist daher nicht ohne weiteres möglich, eine Einnahmenart – EZ – durch die andere – Steuern – zu ersetzen. Das wird von den Befürwortern von EZ-Kürzungen gerne unterschlagen. Bei der Umstellung muss EZ weiterhin und trotz insgesamt sinkender Mittel Beiträge leisten. Internationale Akteure, darunter auch die Bundesregierung und die EU, können Partnerregierungen in vielerlei Hinsicht unterstützen. Sie tun das schon heute, etwa durch die Förderung der Addis Tax Initiative (ATI). Deutschland und die EU sollten darüber hinaus entschlossen dazu beitragen, multilaterale Ansätze der Zusammenarbeit zu stärken. Dies gilt vor allem für die Rahmenkonvention der Vereinten Nationen (UN) für die internationale Zusammenarbeit in Steuerfragen, die derzeit ausgehandelt wird.
Verstärkt durch Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit (EZ), leiden viele Niedrig- und Mitteleinkommensländer aktuell unter großer Finanznot. Höhere Eigeneinnahmen sind vor diesem Hintergrund für die meisten Länder ein erstrebenswertes Ziel. Auch im internationalen entwicklungspolitischen Diskurs nimmt die Stärkung von Eigeneinnahmen mehr Raum ein – und zwar über das gesamte politische Spektrum hinweg. Für die einen soll sie die Entscheidungsspielräume der jeweiligen Regierungen erweitern und die Entwicklungsorientierung öffentlichen Handelns stärken, für die anderen die Industrieländer des sog. globalen Nordens von Transferleistungen entlasten und die "Sucht“ der Empfängerländer nach EZ-Zahlungen beenden. Aber welche Möglichkeiten stehen Niedrig- und Mitteleinkommensländern überhaupt offen, mehr Eigeneinnahmen zu erzielen? Der vorliegende Policy Brief zeigt, dass besonders die Besteuerung von Privateinkommen und Grundbesitz Chancen auf Mehreinnahmen eröffnen könnte. Ein bedeutendes Feld ist zudem die Rationalisierung von Steuervergünstigungen, die häufig substanzielle Mindereinnahmen verursachen, ohne dass ein entsprechender Nutzen erkennbar wäre. Gleichzeitig ist es aber auch wichtig, den systemischen – und eminent politischen – Charakter von Steuerreformen zu erkennen. Jenseits der technischen und administrativen Machbarkeit muss immer auch die politische Umsetzbarkeit von Reformen berücksichtigt werden. Darum sind kurzfristige Steuererhöhungen – etwa durch höhere Verbrauchssteuern oder Zölle – für sich genommen oft wenig nachhaltig. Vielmehr geht es darum, den sog. „Fiskalvertrag“ zwischen Steuerzahler*innen und Staat auf eine breitere und stabilere Grundlage zu stellen, bei der auch bessere öffentliche Leistungen eine Rolle spielen. Es ist daher nicht ohne weiteres möglich, eine Einnahmenart – EZ – durch die andere – Steuern – zu ersetzen. Das wird von den Befürwortern von EZ-Kürzungen gerne unterschlagen. Bei der Umstellung muss EZ weiterhin und trotz insgesamt sinkender Mittel Beiträge leisten. Internationale Akteure, darunter auch die Bundesregierung und die EU, können Partnerregierungen in vielerlei Hinsicht unterstützen. Sie tun das schon heute, etwa durch die Förderung der Addis Tax Initiative (ATI). Deutschland und die EU sollten darüber hinaus entschlossen dazu beitragen, multilaterale Ansätze der Zusammenarbeit zu stärken. Dies gilt vor allem für die Rahmenkonvention der Vereinten Nationen (UN) für die internationale Zusammenarbeit in Steuerfragen, die derzeit ausgehandelt wird.
Depuis le déclenchement de la guerre le 15 avril 2023 entre les Forces armées soudanaises (Sudanese Armed Forces, SAF) du général Abdel Fattah al-Burhan et les Forces de soutien rapide (Rapid Support Forces, RSF) dirigées par Mohamed Hamdan Dagalo, dit « Hemedti », le Soudan est devenu l’épicentre de l’une des crises sécuritaires et humanitaires les plus graves du XXIe siècle. En un peu plus de trois ans, le conflit a provoqué l’effondrement de larges pans de l’appareil étatique, déplacé plus de quatorze millions de personnes, dont près de quatre millions de réfugiés dans les pays voisins, et placé plus de trente millions d’habitants en situation de dépendance à l’aide humanitaire, soit près des deux tiers de la population soudanaise.
Pourtant, réduire cette guerre à une catastrophe humanitaire ou à une lutte de pouvoir entre deux appareils militaires constituerait une lecture incomplète. En raison de sa position géographique, à la jonction de la vallée du Nil, de la Corne de l’Afrique, de la mer Rouge et de l’espace sahélo-saharien, le Soudan occupe une fonction stratégique dont les effets dépassent largement son territoire national. La guerre accélère ainsi des recompositions régionales qui concernent directement la Libye, le Tchad, l’Égypte ainsi que l’ensemble du Sahara central.
Cette note défend l’hypothèse selon laquelle le conflit soudanais agit moins comme une rupture que comme un accélérateur de dynamiques géopolitiques préexistantes. En s’appuyant sur une approche comparative entre les trajectoires soudanaise et libyenne, elle montre comment les espaces reliant le Darfour, Kufra et le Fezzan deviennent progressivement un continuum stratégique marqué par la circulation des groupes armés, l’intensification des économies de guerre, la recomposition des routes migratoires et l’affaiblissement des souverainetés étatiques.
L’analyse met également en évidence que les crises soudanaise et libyenne ne doivent plus être étudiées séparément. Elles participent désormais d’un même système régional où les conflits, les trafics, les ressources naturelles et les acteurs politico-militaires interagissent à l’échelle sahélo-saharienne. Cette évolution conduit à repenser les approches classiques de la sécurité régionale, encore largement centrées sur les frontières nationales, au profit d’une lecture davantage fondée sur les circulations transfrontalières, les économies politiques de la violence et les formes hybrides de gouvernance des périphéries.
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Die EU-Kommission will den Europäischen Emissionshandel (ETS) reformieren und geht damit auf die Industrie zu, die sich über die hohen Kosten und Wettbewerbsnachteile beschwert hat. Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), warnt vor den Folgen:
Die EU-Kommission droht, das wichtigste Klimaschutzinstrument Europas ausgerechnet in dem Moment zu schwächen, in dem verlässliche Investitionssignale besonders wichtig wären. Die Industrie braucht Unterstützung bei der Transformation, aber keinen Aufschub. Kostenlose Zertifikate im Europäischen Emissionshandel können allenfalls eine befristete Brücke sein. Sie müssen strikt an konkrete, überprüfbare Investitionen in klimaneutrale Produktion in Europa gebunden werden. Wer nicht investiert, darf nicht entlastet werden. Andernfalls werden fossile Geschäftsmodelle verlängert und diejenigen Unternehmen bestraft, die frühzeitig in klimafreundliche Technologien investiert haben. Kostenlose Zertifikate dürfen keine Dauersubvention für fossile Produktion werden.
Europas Industrie wird nicht dadurch wettbewerbsfähig, dass sie länger fossil produziert. Sie wird wettbewerbsfähig durch günstigen erneuerbaren Strom, leistungsfähige Netze, Speicher, Elektrifizierung, grünen Wasserstoff, Klimaschutzverträge und verlässliche politische Rahmenbedingungen. Auch internationale Gutschriften sind kritisch zu bewerten. Klimaschutz im Ausland kann sinnvoll sein, darf aber nicht zur Ausweichroute werden, um notwendige Investitionen in Europa zu vermeiden. Wer den Emissionshandel verwässert, senkt die Kosten der Transformation nicht, sondern verschiebt sie in die Zukunft. Später werden sie höher ausfallen: wirtschaftlich, klimapolitisch und gesellschaftlich.
Die richtige Antwort auf internationalen Wettbewerbsdruck lautet deshalb nicht weniger Klimaschutz, sondern bessere Industriepolitik. Entlastung ja, aber nur gegen nachweisbare Transformation. Unterstützung ja, aber kein Freifahrtschein für längere fossile Produktion.
Routenbasierte Ansätze versprechen eine Neuausrichtung internationaler Flucht- und Migrationspolitik: Statt einzelne Länderkontexte isoliert zu betrachten, lenken sie den Blick auf das Gesamtgeschehen entlang zentraler Migrationskorridore. Der analytische Mehrwert dieses Perspektivwechsels liegt angesichts der komplexen und transnationalen Natur von Mobilitätsdynamiken auf der Hand. Die wachsende Popularität routenbasierter Ansätze ist jedoch auch politisch begründet: Sie sind für Akteure unterschiedlicher politischer Lager diskursiv anschlussfähig, können Synergieeffekte in der operativen Arbeit ermöglichen und die Allokation knapper Ressourcen erleichtern. Zugleich steht das Konzept exemplarisch für ein grundlegendes Spannungsfeld internationaler Migrationspolitik: Routenbasierte Ansätze können den Schutz entlang von Migrationskorridoren verbessern, aber auch die Auslagerung von Migrationskontrolle in Herkunfts- und Transitländer legitimieren. Ob sie einen Paradigmenwechsel markieren oder bekannte Steuerungslogiken lediglich neu rahmen, entscheidet sich an ihrer praktischen Ausgestaltung.
Depuis plus de quatre ans, la guerre en Ukraine s’est installée dans la durée. Malgré la promesse de Donald Trump d’y mettre fin en 24 heures, les combats se poursuivent et aucun des deux camps ne semble aujourd’hui prêt à accepter les concessions nécessaires à un cessez-le-feu.
Pour comprendre cette impasse, il est nécessaire de revenir sur les principales étapes qui ont conduit à la guerre : les tensions nées du sommet de l’OTAN en 2008, où l’adhésion potentielle de l’Ukraine a été à la fois reconnue et bloquée ; la révolution de 2014 et l’annexion de la Crimée, qui ont cristallisé l’opposition entre une Ukraine tournée vers l’Europe et une Russie déterminée à maintenir son influence. Les accords de Minsk ont scellé l’échec des tentatives de paix, tandis que le texte de Poutine en 2021, niant l’existence même d’une nation ukrainienne, a sonné comme le prélude à l’invasion.
Depuis le début de l’invasion russe, le débat public s’est souvent enfermé dans une logique binaire. Reconnaître les fautes commises par les puissances occidentales ne revient pas à justifier une guerre qui constitue une violation du droit international. De la même manière, soutenir l’Ukraine n’implique pas nécessairement d’approuver des objectifs politiques ou militaires qui apparaissent difficilement réalisables.
L’évolution du conflit montre également les limites des stratégies poursuivies par Moscou comme par Kiev. La Russie n’a pas atteint les objectifs qu’elle s’était fixés au début de l’invasion, tandis que l’Ukraine, confrontée à l’usure démographique et militaire, peine à entrevoir une victoire. Dans le même temps, le retour de Donald Trump à la Maison-Blanche bouleverse la relation transatlantique, contraignant ces derniers à assumer une part croissante du soutien à l’Ukraine.
Face à cette situation, plusieurs questions se posent : comment mettre fin à une guerre qu’aucun des deux camps ne paraît en mesure de gagner ? Des compromis territoriaux peuvent-ils constituer une solution sans remettre en cause le principe du respect du droit international ? Quel rôle l’Union européenne doit-elle désormais jouer face à la Russie, à l’Ukraine et aux États-Unis ?
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This paper examines the extent to which Greece has integrated European Union capability development instruments into its national defence policy and administration. Focusing on five core instruments (i.e., the Capability Development Plan, the Coordinated Annual Review on Defence, the Overarching Strategic Research Agenda, the Permanent Structured Cooperation on Defence and the European Defence Fund), the authors argue that Greece has achieved substantial integration, particularly where EU frameworks align with national strategic priorities and offer tangible industrial benefits. The analysis draws on national defence planning documents, legislative acts, and stakeholder engagement to assess the depth of integration across both intergovernmental and supranational instruments. The authors find that geostrategic imperatives, economic recovery goals, and political aspirations collectively drive Greece’s active and structured engagement with EU defence capability processes.
À téléchargerL’article Aligning Shields: Greece’s Integration Into the EU Capability Development Process est apparu en premier sur IRIS.
Der Gesundheitssektor sieht sich weltweit einer zunehmenden Bedrohung durch Cyberangriffe ausgesetzt. Das European Repository of Cyber Incidents (EuRepoC) verzeichnete zwischen 2022 und 2025 insgesamt 351 signifikante Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen. Diese Daten liefern erste Erkenntnisse über die Auswirkungen von und das Krisenmanagement nach Cyberangriffen auf das Gesundheitswesen und verdeutlichen, dass solche Angriffe eine Bedrohung für die öffentliche Gesundheit und die nationale Sicherheit darstellen. Die Datenauswertung zeigt, dass es eines Scharniers zwischen nationalen kritischen Sektoren und der europäischen bzw. der internationalen Ebene bedarf. Diese Funktion könnte der Nationale Sicherheitsrat einnehmen. Im Mittelpunkt steht dabei die Erstellung integrierter nationaler und internationaler Lagebilder auf Basis interdisziplinärer Auswertungen. Nur so können Bedrohungen systematisch erfasst, daraus wirksame Maßnahmen abgeleitet und der Gesundheitssektor ganzheitlich abgesichert werden.
Manchester embodies reinvention like few other places. It built the world’s first industrial economy, watched it rust, and recast itself as the capital of England’s north. When protests turned deadly at the Peterloo massacre, it helped galvanise a tradition of organised labour and democratic reform — one that later produced the suffragettes, founded there by Emmeline Pankhurst. And when the band Joy Division collapsed, the remaining members re-emerged as New Order. That instinct — not to reassemble what broke, but to build something new — was the animating spirit when the University of Manchester’s Global Development Institute convened researchers in mid-April to ask: is the era of Development over? And if so, what replaces it?
Manchester embodies reinvention like few other places. It built the world’s first industrial economy, watched it rust, and recast itself as the capital of England’s north. When protests turned deadly at the Peterloo massacre, it helped galvanise a tradition of organised labour and democratic reform — one that later produced the suffragettes, founded there by Emmeline Pankhurst. And when the band Joy Division collapsed, the remaining members re-emerged as New Order. That instinct — not to reassemble what broke, but to build something new — was the animating spirit when the University of Manchester’s Global Development Institute convened researchers in mid-April to ask: is the era of Development over? And if so, what replaces it?
Manchester embodies reinvention like few other places. It built the world’s first industrial economy, watched it rust, and recast itself as the capital of England’s north. When protests turned deadly at the Peterloo massacre, it helped galvanise a tradition of organised labour and democratic reform — one that later produced the suffragettes, founded there by Emmeline Pankhurst. And when the band Joy Division collapsed, the remaining members re-emerged as New Order. That instinct — not to reassemble what broke, but to build something new — was the animating spirit when the University of Manchester’s Global Development Institute convened researchers in mid-April to ask: is the era of Development over? And if so, what replaces it?
Le Conseil de paix (Board of Peace) inauguré à Davos le 22 janvier dernier tire sa légitimité de la résolution 2803 (2025) du Conseil de sécurité de l’ONU, votée le 17 novembre 2025. Celle-ci « salue sa création » – alors même qu’il n’est pas encore formellement créé – et le présente comme une administration provisoire dotée de la personnalité juridique internationale, chargée de guider la reconstruction de Gaza et d’en coordonner le financement. Or, la Charte du Conseil publiée dans la presse israélienne quelques jours avant la tenue du Forum économique mondial de Davos, ne fait mention ni de Gaza, ni des Palestiniens, tandis que son préambule invite à se « départir d’approches et d’institutions ayant trop souvent échoué ». La superstructure dirigée par Donald J. Trump à titre individuel, et non en tant que locataire de la Maison-Blanche, est pensée comme une alternative états-unienne à l’institution onusienne : une Assemblée d’États, un Conseil exécutif composé de personnalités nommées directement par Donald Trump, et une Force internationale de stabilisation (FIS)[1] rappelant les casques bleus. L’ONU est d’ailleurs ciblée directement par le président Trump dans son allocution d’ouverture lors de la première réunion du Conseil à Washington le 19 février 2026. À cette occasion, il est revenu tantôt sur les escalators du siège onusien, qui auraient manqué de causer sa chute, tantôt sur le micro coupé, alors qu’il était à la tribune : tout aurait été fait, alors, pour saboter son « merveilleux discours ». Décidément, là, dans les locaux réquisitionnés de l’United States Institute of Peace, rebaptisé en lettres d’or « Donald J. Trump Institute of Peace », on était bien mieux.
Légitimité onusienne : l’ambigüité originelleQue le Conseil de paix soit un instrument états-unien pour contourner et dévitaliser le multilatéralisme onusien fait peu de doute[2]. Il est d’ailleurs à noter que le président états-unien a nommé, aux côtés de l’ambassadeur Mike Waltz, au sein de la représentation des États-Unis aux Nations unies, un autre ambassadeur, Jeff Bartos, dont le portefeuille porte spécifiquement sur le « management et la réforme de l’ONU ». Le 30 juin dernier, lors de la Conférence d’annonces de contributions de l’Office de secours et de travaux des Nations unies pour les réfugiés de Palestine dans le Proche-Orient (UNRWA), tandis que le secrétaire général de l’ONU appelait à soutenir d’urgence l’agence onusienne, Jeff Bartos appelait, quant à lui, à se détourner de celle-ci, l’accusant notamment de diffuser la haine des Juifs et de glorifier le terrorisme, par l’intermédiaire de ses écoles, et à financer plutôt le Conseil de paix. Outre le fait d’asphyxier une agence onusienne en péril, il est également question ici de renflouer les caisses vides de l’entité trumpienne. Bien que 17 milliards de dons ont été annoncés lors de la réunion du 19 février, et malgré la signature d’une déclaration des États « donateurs-fondateurs » (Émirats arabes unis, Qatar, Koweït, Arabie saoudite, Kazakhstan, Ouzbékistan, Bahreïn, Maroc), ainsi que d’un MoU avec la FIFA, le fonds officiel du Conseil, administré par la Banque mondiale, n’aurait reçu, en réalité, aucune contribution. Selon une enquête du Financial Times, publiée le 27 mai, les rares dons qui se sont matérialisés transitent par un compte de JPMorgan, et à ce jour, seules des sommes du Maroc (3 millions de dollars) et des Émirats arabes unis (20 millions de dollars), auraient été mobilisées : elles serviraient à financer les activités du Haut-Représentant pour Gaza du Conseil de paix, Nickolay Mladenov, ainsi que les salaires des technocrates palestiniens membres du Comité national pour l’administration de Gaza intégré au Conseil de paix, et mentionné dans le « Plan Trump en 20 points », qui, à ce jour, n’ont toujours pas pu entrer à Gaza. La première ambigüité qui consiste à faire dériver la légitimé de ce Conseil de la résolution 2803, qui l’évoque clairement comme une instance ayant pour cadre d’intervention la guerre entre Israël et le Hamas à Gaza, alors que la Charte qui l’établit ne mentionne ni Gaza, ni la Palestine, mais a vocation a minima à concurrencer l’ONU, n’est plus à établir : il suffit de consulter, d’une part, la résolution en question et le Plan Trump qu’elle adjoint en annexe, et, d’autre part la Charte du Conseil de paix. Cette ambigüité se double d’un paradoxe : faute de parvenir à mobiliser les financements promis, les promoteurs du Conseil de paix cherchent à capter ceux destinés à l’UNRWA, manifestant ainsi une volonté manifeste de se substituer à une agence des Nations unies, alors même que le Conseil revendique sa légitimité d’une résolution onusienne.
Une instance au statut juridique incertainOutre cette question, une autre dimension remet en question le statut juridique et la légitimité du Conseil trumpien. En effet, le seul fait que la résolution onusienne dont il se prévaut le qualifie d’administration transitoire dotée de la personnalité juridique internationale ne suffit pas, à lui seul, à lui conférer effectivement ce statut.
Plusieurs éléments tendent à étayer qu’il y a là un nœud que l’administration états-unienne a tenté de contourner. D’abord, la Charte du Conseil elle-même, dans son article 11.2 indique que les États-Unis sont les dépositaires de la Charte. Toutes les notifications relatives aux États signataires sont d’ailleurs centralisées par le Département d’État. Ensuite, le logo du Board of Peace, ainsi que sa typographie, ont fait l’objet de demandes de dépôts auprès de l’United States Patent and Trademark Agency (USPTO), agence fédérale états-unienne dirigée par John A. Squires depuis sa nomination par Donald Trump en mars 2025. Fait tout à fait exceptionnel, c’est l’USPTO elle-même qui avait réalisé ces demandes de dépôts auprès de l’USPTO, avant de faire marche arrière et d’en annoncer le retrait tout début juillet. Ces éléments semblent indiquer que le Conseil ne fonctionne pas comme une organisation internationale, mais comme une structure dont la gestion reste largement assurée par les autorités, administrations et agences fédérales états-uniennes.
Capture d’écran réalisée sur le site de l’USPTO le 28 janvier 2026
Selon l’article 11.1 (a) de la Charte du Conseil, le consentement à être lié par la Charte de trois États est nécessaire pour que celle-ci puisse entrer en vigueur. Les premiers États à avoir exprimé leur consentement sont les États-Unis (21 janvier), le Salvador (21 janvier), le Maroc, le Koweït et le Bélarus (22 janvier). La Charte est donc entrée en vigueur le 22 janvier 2026. De plus, dans un rapport adressé au Conseil de sécurité par le représentant états-unien à l’ONU, Mike Waltz, le 15 mai dernier (cf. infra), on peut lire : « la Charte a été lancée lors de la cérémonie de signature à Davos, en Suisse, le 22 janvier 2026, marquant l’établissement du Conseil de paix en tant qu’organisation internationale »[3]. Pourtant, c’est par un décret présidentiel (« Executive Order ») signé le 16 janvier 2026, soit six jours avant son entrée en vigueur et la cérémonie de lancement, que le président Trump désigne le Conseil de paix en tant qu’organisation publique internationale habilitée à bénéficier de certains privilèges, exemptions et immunités[4]:
En vertu des pouvoirs qui me sont conférés, en ma qualité de président, par la Constitution et les lois des États-Unis d’Amérique, notamment l’article 1 de la loi sur les immunités des organisations internationales (International Organizations Immunities Act, 22 U.S.C. § 288), et ayant constaté que le Conseil de paix est une organisation internationale publique à laquelle participent les États-Unis au sens de cette loi, il est ordonné ce qui suit :
Section 1. Désignation. Je désigne, par la présente, le Conseil de paix en tant qu’organisation internationale publique habilitée à bénéficier des privilèges, exonérations et immunités prévus par la loi sur les immunités des organisations internationales (International Organizations Immunities Act). La présente désignation n’a pas pour objet de restreindre, de quelque manière que ce soit, les privilèges, exonérations ou immunités dont le Conseil de paix bénéficie déjà ou qu’il pourrait acquérir en vertu de la loi.
On soulignera ici qu’en tant que président des États-Unis, Donald Trump, « ayant constaté »[5] que le Conseil est une « organisation internationale publique », octroie à celui-ci, qu’il préside au titre d’une fonction séparée de son mandat présidentiel, des privilèges, exonérations et immunités. Or, l’autorité qui accorde privilèges, exonérations et immunités et l’instance qui en bénéficie, sont liées par la même personne : ce chevauchement ne peut qu’interroger. Il reviendra, par ailleurs, aux juristes d’établir si la référence à l’International Organizations Immunities Act, 22 U.S.C. § 288 est juridiquement fondée, et si le Conseil satisfait aux critères permettant sa qualification d’organisation internationale au regard du droit états-unien, alors même que sa création et son fonctionnement demeurent étroitement liés aux États-Unis, dont l’implication institutionnelle apparaît difficilement réductible à celle de simples « participants » (cf. décret présidentiel supra).
Si ce décret présidentiel, est passé largement inaperçu, l’existence d’une résolution du Conseil de paix [N°2026/3], qui repose la question de l’immunité, a, quant à elle, récemment été révélée par un article du Guardian publié le 27 juin 2026. Le statut de cette résolution demeure incertain, et il n’est pour l’heure, pas possible d’affirmer qu’elle a été adoptée ou signée. Selon celle-ci, une immunité serait accordée aux membres du Conseil, au Bureau du Haut-Représentant pour Gaza (Nickolay Mladenov), aux membres du comité national de technocrates palestiniens, ainsi qu’à ceux de la FIS. Cette immunité les soustrairait à toute arrestation, détention ou procédure judiciaire devant les juridictions palestiniennes. Elle prévoirait, en outre, que le Conseil de paix puisse disposer gratuitement des bâtiments et installations publics nécessaires à l’accomplissement de sa mission, ce qui pourrait impliquer la réquisition ou la confiscation de biens publics palestiniens. Enfin, la section 7 de cette résolution intitulée « Responsabilité à l’égard des tiers / Réclamations », établit un mécanisme permettant au Conseil de paix d’examiner et de statuer sur toute réclamation ou demande d’indemnité relative à des « pertes ou dommages matériels ainsi qu’à des préjudices corporels, des maladies ou des décès » résultant de ses activités à Gaza.
On aurait pu penser que la guerre encore en cours dans le Golfe aurait figé le projet trumpien, mais force est de constater qu’il n’en est rien. Le Conseil semble avoir porté une attention particulière à la consolidation de son cadre juridique avant même le déploiement effectif de la FIS, l’entrée du Comité national à Gaza, le retrait israélien et la reconstruction promise. Les ambigüités et le manque de transparence du Conseil semblent constituer une ressource politique : l’opacité initiale relative à son statut, sa composition, son périmètre d’action, paraît lui conférer une capacité d’action et une marge de manœuvre lui permettant de faire évoluer son cadre légal et son architecture institutionnelle.
Une architecture opaque et inachevéeL’architecture du Conseil s’est progressivement étoffée, mais elle demeure toutefois évolutive, dans la mesure où la résolution 2803 du Conseil de sécurité l’autorise à créer toute entité subsidiaire jugée nécessaire pour la mise en œuvre du Plan Trump. Les membres de la branche exécutive, sont nommés au fil de l’eau par Donald Trump, sans canal de communication clairement établi. Les premiers membres du Conseil exécutif ont été annoncés sur le site de la Maison-Blanche, tandis que les premiers États à rejoindre le Conseil l’ont été sur le compte X du Conseil de paix, son site officiel n’étant alors pas encore opérationnel. Au lendemain de la réunion de Washington du 19 février, c’est sur le tout nouveau site Internet du Conseil qu’on apprenait que Suzie Wiles, cheffe de cabinet de la Maison-Blanche, rejoignait le Conseil exécutif, et que le ministre des Affaires étrangères saoudien, ainsi que l’homme d’affaire et conseiller de Benyamin Netanyahou, Michael Eisenberg, intégraient, pour leur part le Conseil exécutif pour Gaza. La nomination, en mars dernier, du porte-parole du Conseil, Brad Klapper, associé-gérant du cabinet spécialisé en communication stratégique Qorvis, n’a pas, quant à elle, fait l’objet d’une annonce officielle du Conseil. Il en va de même pour les départs : c’est dans Times of Israel (qui avait obtenu la primeur de la publication de la Charte) qu’on apprendra en juin, alors qu’une réunion du Conseil se tenait à Chypre, que Jason Olson, directeur chargé de la déradicalisation de Gaza quittait celui-ci : sa nomination n’avait elle-même jamais été officiellement annoncée. Ces nominations et départs annoncés, le plus souvent de manière éparse, sans procédures identifiables ni canaux de communication institutionnels transparents, renforcent l’image d’une gouvernance opaque, improvisée, voire chaotique. Donald Trump, en sa qualité de président du Conseil, semble y imprimer le mode de communication qu’il privilégie par ailleurs : annonces fragmentaires diffusées la plupart du temps en dehors des canaux traditionnels.
L’ambigüité comme instrument de flexibilité ?Cette apparente désorganisation ne produit pas uniquement un effet d’incertitude sur le fonctionnement du Conseil : elle peut aussi entretenir une ambigüité susceptible d’offrir à ses dirigeants une marge de manœuvre dans la présentation et la conduite du dispositif. La résolution 2803 du Conseil de sécurité de l’ONU demandait au Conseil de paix de lui adresser un rapport tous les six mois. Aussi, le 15 mai dernier, le représentant permanent des États-Unis à l’ONU, Mike Waltz, a transmis une lettre (S/2026/418) aux membres du Conseil de sécurité des Nations unies, à laquelle il a joint, en annexe, un rapport présentant les réalisations du Conseil depuis sa création. Si le fonds et les éléments mis en avant posent question, il en est de même pour la forme, à commencer par le titre : « Annexe à la lettre datée du 15 mai 2026 adressée au Président du Conseil de sécurité par le Représentant permanent des États-Unis d’Amérique auprès de l’Organisation des Nations unies. Mise en œuvre de la résolution 2803 (2025) du Conseil de sécurité des Nations unies. Rapport du Conseil de paix par l’intermédiaire du Bureau du Haut-Représentant pour Gaza. »
S’il en était besoin, cette modalité de transmission met en lumière, une fois de plus, le rôle prépondérant de Washington dans le fonctionnement et la représentation du Conseil. Le recours à la formule « Rapport du Conseil de paix par l’intermédiaire du Bureau du Haut-Représentant pour Gaza » tend à atténuer la centralité états-unienne du dispositif, en même temps qu’elle entretient une certaine confusion : il n’en demeure pas moins que c’est bien Mike Waltz, représentant des États-Unis, qui adresse ce premier rapport semestriel du Conseil de paix au Conseil de sécurité de l’ONU.
Autre point qu’il convient d’examiner : l’annexe indique que 28 Chefs d’États sont membres du Conseil de paix[6]. Or, les articles 2.1 et 2.2 de la Charte précisent les conditions d’adhésion : celles-ci concernent les États invités par le président du Conseil, lesquels ne peuvent être représentés que par des Chefs d’États ou de gouvernements. La qualité d’État membre est, quant à elle, effective à compter de la « notification du consentement à être lié par la Charte ». En présentant « 28 Chefs d’États » comme membres du Conseil, le rapport entretient une confusion entre la qualité de membre, qui revient aux États, et la fonction de représentation exercée par leurs dirigeants.
Une autre ambigüité réside sur le nombre réel d’États ayant effectivement acquis la qualité de membre à part entière (ayant droit de vote), ainsi que sur leur degré d’engagement juridique. Le chapitre XI de la Charte précise les conditions d’application de celle-ci pour les États devant soumettre leur processus d’adhésion à des procédures internes :
Article 11.1 (b) Les États dont les procédures internes exigent la ratification, l’acceptation ou l’approbation de la présente Charte conviennent d’appliquer à titre provisoire les dispositions de celle-ci, sauf si ces États ont informé le Président du Conseil, au moment de leur signature, qu’ils ne sont pas en mesure de le faire. Les États qui n’appliquent pas à titre provisoire la présente Charte peuvent participer aux travaux du Conseil pour la paix en qualité de membres sans droit de vote, dans l’attente de la ratification, de l’acceptation ou de l’approbation de la Charte conformément à leurs exigences juridiques internes, sous réserve de l’approbation du Président du Conseil.
Ainsi, un État n’ayant pas encore accompli les procédures internes nécessaires à l’expression de son consentement à être lié à la Charte peut être malgré tout considéré comme membre du Conseil. Le Département d’État états-unien assure le suivi des notifications transmises par les États invités par le président du Conseil, toutefois, il les communique a posteriori : aucune information consolidée et actualisée ne permet de déterminer clairement quels sont les États ayant, à ce jour, acquis la qualité de membre ayant droit de vote, et ceux disposant d’un statut participatif sans droit de vote. Ainsi, qu’il s’agisse de son périmètre d’action, de son statut juridique, ou même du statut de ses membres, l’ambigüité et le manque de transparence caractérisent les décisions et nominations entourant le Conseil. Celui-ci semble, en outre, se construire selon une logique qui n’est pas sans rappeler certaines méthodes de management dites « agiles » : les structures, nominations et règles étant ajustées au fur et à mesure de l’avancement du projet, par itérations successives. Transposée à une organisation appelée à exercer des fonctions de gouvernance multilatérale, cette méthode spécifique à la gestion des entreprises, contribue à entretenir les ambigüités institutionnelles, dont les effets dépassent la seule souplesse de « management ».
La redéfinition progressive du « mandat » onusienDepuis la signature du « cessez-le-feu » à Charm-el-Cheikh en octobre 2025, il y a neuf mois désormais, plus de 1 110 Palestiniens ont été tués par l’armée israélienne. En outre, Benjamin Netanyahou a récemment déclaré avoir donné l’ordre à l’armée d’occuper 70 % de la bande de Gaza (celle-ci occupant déjà plus de 60 % du territoire). Le point 16 du Plan Trump indique pourtant qu’« Israël n’occupera ni n’annexera Gaza »… En réalité, seul le point portant sur le retour des otages israéliens aura été mis en œuvre et finalisé en janvier 2026 ; les autres points du Plan n’ont pas fait l’objet d’une attention aussi soutenue. Le 21 mai dernier, lors de son deuxième « briefing » au Conseil de sécurité de l’ONU, Nickolay Mladenov, le diplomate bulgare nommé Haut-Représentant pour Gaza par Donald Trump, présentait une nouvelle feuille de route pour la mise en œuvre du Plan Trump. Il est fondamental de souligner que celle-ci ne dérive pas de la résolution 2803, et n’a donc aucune légitimé onusienne – raison pour laquelle Mladenov a demandé au Conseil de sécurité, dans ce « briefing », de la « soutenir », et qu’Hillary Clinton a récemment publié une tribune en ce sens également. Contrairement au Plan Trump et à la résolution onusienne, cette feuille de route présente le désarmement du Hamas comme préalable au relèvement et la reconstruction de Gaza. La contradiction est ici fondamentale puisque la résolution 2803 octroyait à la FIS, qui, bien qu’annoncée, n’est pour l’heure, toujours pas déployée, la mission notamment d’assur[er] :
la démilitarisation de la bande de Gaza, y compris en procédant à la destruction des infrastructures militaires, terroristes et offensives et en empêchant qu’elles soient rebâties, ainsi qu’en veillant à la mise hors service définitive des armes des groupes armés non étatiques.[7]
Or, près de huit mois après l’adoption de la résolution de novembre 2025, la FIS n’est toujours pas déployée, malgré les promesses de participation faites en février dernier par l’Indonésie, l’Albanie, le Kazakhstan, le Maroc et le Kosovo. La feuille de route de Mladenov opère ainsi un glissement discret mais significatif : en faisant du désarmement du Hamas un préalable au relèvement et à la reconstruction de Gaza, elle impose, un séquencement absent de la résolution 2803, tout en se présentant comme nécessaire à sa mise en œuvre. Elle crée, ce faisant, une impasse : la condition préalable qu’elle introduit dépend de l’intervention d’une Force que la résolution prévoit, et qui, outre le fait qu’elle n’est toujours pas déployée, ne devrait pas l’être, selon le Wall Street Journal, avant plusieurs semaines, sinon mois. Aussi, faut-il comprendre l’annonce, par le Hamas, le 6 juillet, de la dissolution de l’ensemble de ses instances politiques comme une conséquence de cette nouvelle feuille de route ?
Après l’épisode de la Charte, qui révèle que le périmètre et l’objet du Conseil de paix excèdent ceux prévus par la résolution onusienne, le Conseil confirme ainsi qu’il ne se contente pas de mettre en œuvre la résolution 2803 (2025) : il en enrichit progressivement le contenu normatif sans nouvelle intervention du Conseil de sécurité de l’ONU. Dès lors, la question n’est plus seulement celle des ambigüités produites par le Conseil de paix, mais aussi celle que le silence du Conseil de sécurité laisse prospérer. Ce silence traduit-il une forme d’impuissance face à ces évolutions, ou doit-il être interprété comme un consentement tacite à la fois à la redéfinition de la nature et du périmètre du Conseil de paix, et aux conditions de mise en œuvre de la résolution qu’il a adoptée ?
[1] Les premiers États à avoir déclarer contribuer à la FIS sont l’Albanie, l’Indonésie, le Kazakhstan, le Kosovo et le Maroc : https://boardofpeace.org/gaza-pledges Selon une publication du compte X du Conseil en date du 16 juillet 2026, le Maroc aurait formellement signé un accord de participation à la FIS.
[2] À ce sujet, se référer également à cet entretien : https://www.iris-france.org/board-of-peace-ou-trump-world/
[3] Voir point 18 du rapport : https://www.un.org/unispal/document/implementation-of-united-nations-security-council-resolution-2803-2025-report-of-the-board-of-peace-through-the-office-of-the-high-representative-for-gaza-s-2026-418/
[4]« Executive Order 14375 of January 16, 2026. Designating the Board of Peace as a Public International Organization Entitled To Enjoy Certain Privileges, Exemptions, and Immunities ».
[5] Dans ce décret exécutif, il n’est pas dit sur quel fondement juridique le Président s’appuie pour « constater » que le Conseil est une organisation publique internationale. Toutefois, on peut supposer qu’il fait référence à la résolution 2803 du Conseil de sécurité de l’ONU : [Le Conseil de sécurité] : « salue la création du Conseil de paix, à savoir une administration transitoire dotée de la personnalité juridique internationale ».
[6] Voir paragraphe 18 du rapport : « Twenty-eight Heads of State are Members of the Board of Peace from the following States: the Republic of Albania, Argentine Republic, Republic of Armenia, Republic of Azerbaijan, Kingdom of Bahrain, Republic of Belarus, Republic of Bulgaria, Kingdom of Cambodia, Arab Republic of Egypt, Republic of El Salvador, Hungary, Republic of Indonesia, State of Israel, Hashemite Kingdom of Jordan, Republic of Kazakhstan, Republic of Kosovo, State of Kuwait, Mongolia, Kingdom of Morocco, Islamic Republic of Pakistan, Republic of Paraguay, State of Qatar, Kingdom of Saudi Arabia, Republic of Türkiye, United Arab Emirates, United States of America, Republic of Uzbekistan, and the Socialist Republic of Viet Nam. »
[7] Notons ici que le point 13 du Plan Trump indique, quant à lui : « Il sera procédé à la démilitarisation de Gaza sous la supervision d’observateurs indépendants ; en particulier, les armes seront définitivement mises hors d’usage, dans le cadre d’une procédure de mise hors service arrêtée d’un commun accord et à la faveur d’un programme de rachat et de réintégration financé par des partenaires internationaux, le tout assujetti à la vérification des observateurs indépendants. »
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L’inaction des démocraties occidentales face aux violations du droit international dans le conflit israélo-palestinien interroge leur influence dans la gestion des crises internationales. Elle remet également en cause la crédibilité des organisations internationales dans leur capacité à faire respecter le droit international et d’appliquer les mêmes exigences à tous les États. Cette situation alimente les débats sur l’existence d’une « indifférence sélective » ou de « doubles standards » dans le traitement des conflits internationaux. Parallèlement, la guerre à Gaza fait naître des fractures inédites au sein des opinions publiques occidentales. Aux États-Unis, une partie importante de la communauté juive critique ouvertement la politique du gouvernement de Benjamin Netanyahou, une évolution qui contraste avec les positions défendues par les communautés juives en Europe qui soutiennent Israël.
Comment expliquer les différences de traitement politique et diplomatique entre les conflits ? L’Europe est-elle encore en mesure de peser sur les crises internationales ? Comment comprendre les divergences d’opinions entre les communautés juives américaine et européenne face au conflit israélo-palestinien ?
Autant d’enjeux abordés avec Sophie Bessis, historienne et essayiste.
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Le Président de la Commission de l'Union africaine (UA), Mahamoud Ali Youssouf est arrivé dans la soirée du mardi 14 juillet 2026 à Ouagadougou pour une visite de travail de 72 heures, informe la direction de la communication du ministère des affaires étrangères.
Cette visite est la première qu'effectue Mahamoud Ali Youssouf au pays des hommes intègres depuis sa prise de fonction. Elle témoigne d'une volonté commune de renforcer le dialogue et la coopération entre l'Union africaine et les autorités burkinabè.
Accueilli à l'aéroport international de Ouagadougou par le ministre des Affaires étrangères, de la Coopération régionale et des Burkinabè de l'Extérieur, Karamoko Jean Marie Traoré, en présence de l'ambassadeur du Burkina Faso auprès de l'Union africaine, Elysée Ouédraogo, le Président de la Commission de l'UA a exprimé sa satisfaction de fouler le sol burkinabè.
Pour Mahamoud Ali Youssouf, cette visite traduit l'engagement de l'organisation panafricaine à consolider la solidarité entre ses États membres afin de répondre efficacement aux défis communs auxquels le continent est confronté. Il a rappelé que le Burkina Faso, membre fondateur de l'Organisation de l'unité africaine (OUA), occupe une place importante au sein de l'institution continentale.
« Le Burkina est un État membre de notre Union africaine et fondateur de l'Unité africaine. À ce titre, le Président de la Commission est dans l'obligation de venir consulter et travailler avec le gouvernement afin de voir dans quelle mesure un certain nombre de problèmes qui nous sont communs sur le continent peuvent être réglés à travers une solidarité en partenariat », a-t-il déclaré à son arrivée.
Au cours de son séjour, le Président de la Commission de l'Union africaine aura des échanges avec les plus hautes autorités du Burkina Faso. Les discussions devraient porter sur les questions de paix et de sécurité, l'intégration régionale, ainsi que sur les perspectives de renforcement des relations entre l'UA et le Burkina Faso.
Cette visite s'inscrit dans le cadre d'une tournée au sein de la Confédération des États du Sahel (AES). Avant Ouagadougou, Mahamoud Ali Youssouf a séjourné à Bamako, au Mali, où il a achevé la première étape de sa mission le 14 juillet 2026.
Par cette démarche, l'Union africaine semble vouloir renouer un dialogue plus soutenu avec les pays de l'AES, dans un contexte marqué par la recherche de nouvelles dynamiques de coopération et de concertation sur les grands enjeux du continent.
Lefaso.net
DCRP/MAE
Il y a quelque chose de vertigineux à observer simultanément deux grandes puissances mondiales enlisées dans des guerres qu’elles ne parviennent pas à gagner. Donald Trump vient de signer à Versailles ce que beaucoup présentent comme une capitulation face à l’Iran. Vladimir Poutine, lui, s’enfonce depuis plus de quatre ans dans un bourbier ukrainien qui devait durer trois jours. Dans un monde où deux hommes, l’Américain et le Russe, disposent chacun d’un arsenal nucléaire capable de réduire leur adversaire en cendres, la question se pose avec une urgence croissante : jusqu’à quand des empires accepteront-ils de perdre des guerres asymétriques ?
Commençons par l’Ukraine, où la situation militaire à la mi-juillet 2026 est singulière. La Russie grignote encore du terrain : quelques kilomètres dans le Donbass, une pression constante sur Kharkiv. Mais l’Ukraine n’est plus en train de perdre la guerre. Elle ne la gagne pas non plus. Elle ne reprendra pas la Crimée par la force, et chacun le sait. Mais elle a réussi quelque chose de bien plus subtil et potentiellement décisif : frapper la Russie en son sein. Les infrastructures énergétiques russes sont visées méthodiquement. Moscou est contrainte d’interdire ses exportations de gazole pour lutter contre les pénuries internes. Zelensky a résumé sa stratégie avec une clarté chirurgicale : « Frapper la Russie au cœur de son territoire pour contraindre Moscou à négocier. Plus les frappes ukrainiennes s’enfoncent en profondeur en Russie, plus la pression sur Poutine devient insupportable. ».
La logique est implacable. Il ne s’agit pas de vaincre militairement la Russie, objectif hors de portée. Il s’agit d’humilier Poutine, de l’acculer, de le contraindre à des négociations où il devra consentir à quelques concessions. Trump, qui n’a jamais caché son tropisme pour le « mâle alpha » du Kremlin, soutient désormais cette stratégie, non par amour de l’Ukraine, mais parce qu’il espère se poser en grand faiseur de paix avant les midterms de novembre. Il vient d’annoncer à Ankara qu’il autoriserait Kiev à fabriquer ses propres missiles Patriot, dont elle manque cruellement.
Mais voilà où le raisonnement achoppe. Vladimir Poutine n’est pas Donald Trump. Trump est un président élu. Il lui reste encore deux ans de mandat, et perdre un conflit ne lui ferait pas perdre le pouvoir. Poutine est un autocrate. Et les autocrates ne peuvent pas perdre leurs guerres, parce que perdre une guerre, c’est perdre le pouvoir. Et perdre le pouvoir, pour Poutine, ce n’est pas finir dans une datcha au bord de la mer Noire à rédiger ses mémoires. C’est finir une balle dans la tête ou, pire, comme Kadhafi, dans un caniveau, lynché par une foule en colère. C’est l’obsession qui gouverne toutes ses décisions depuis plus de vingt ans.
La stratégie de l’humiliation mise en œuvre par Zelensky n’est donc pas sans risques. Elle pourrait certes amener la population russe, fatiguée de ces interminables files d’attente pour quelques gouttes d’essence, à gronder assez fortement pour que des membres de l’entourage de Poutine envisagent de le pousser vers la sortie. Mais un Poutine acculé, qui sent qu’il perd l’opinion et qu’il pourrait être victime d’un coup d’État intérieur, est infiniment plus dangereux qu’un Poutine en position de force.
L’hypothèse d’un recours à une arme nucléaire tactique ne peut plus être écartée d’un revers de main. Nous n’en sommes pas là. Mais la question doit être posée, sans tabou ni naïveté, parce que c’est précisément là que mène la logique de l’humiliation poussée jusqu’à son terme.
Et c’est là que nous revenons à la question centrale. Nous vivons désormais dans un monde où le système multilatéral construit après 1945 est à l’agonie. L’administration Trump-Vance l’a méthodiquement déconstruit : bilatéralisme assumé, loi du plus fort érigée en doctrine. Dans ce monde où la justice internationale ne s’applique plus qu’aux vaincus et aux faibles, où les alliances traditionnelles ne valent plus le papier sur lequel elles sont signées, la tentation pour les grandes puissances de franchir les lignes rouges est structurellement plus forte.
Car c’est bien de cela qu’il s’agit. Deux empires, américain et russe, qui ont perdu ou sont en train de perdre politiquement des guerres contre des adversaires militairement infiniment inférieurs. L’un contre l’Iran, l’autre contre l’Ukraine. Dans les deux cas, la puissance supérieure disposait de tous les moyens conventionnels pour écraser son adversaire. Dans les deux cas, quelque chose a résisté : la détermination d’un peuple, l’asymétrie des enjeux, la désorganisation de l’empire.
L’Histoire nous a pourtant déjà enseigné cette leçon. Les États-Unis l’ont apprise au Viêtnam, en Afghanistan, en Irak. L’Union soviétique l’a apprise en Afghanistan. Les empires ne gagnent pas les guerres asymétriques, non par manque de puissance de feu, mais parce que la puissance de feu ne suffit pas quand l’adversaire se bat pour sa survie et que vous vous battez pour une abstraction géopolitique.
La vraie question, la question terrifiante, est celle-ci : dans un monde sans arbitre international crédible, sans système multilatéral capable de contenir les frustrations des grandes puissances, que se passe-t-il lorsqu’un empire doté de plusieurs milliers d’armes nucléaires décide qu’il n’accepte plus de perdre ?
Romuald Sciora, essayiste franco-américain, est directeur de l’Observatoire politique et géostratégique des États-Unis de l’IRIS. Dernière publication : America 250, une histoire graphique des États-Unis, vol. 1, Né dans le sang (éditions Point Nemo).
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