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Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung

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Nachrichten und Pressemitteilungen
Updated: 13 hours 24 min ago

DIW-Konjunkturbarometer Januar: Erholung setzt sich fort, aber ohne großen Schwung

Wed, 28/01/2026 - 09:25
Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) setzt seinen schrittweisen Aufwärtstrend fort und steigt im Januar auf 94,8 Punkte. Im Dezember lag der Wert noch bei 93,4 Punkten. Der Barometerwert ist somit noch einmal etwas näher an die neutrale 100-Punkte ...

Kehrtwende am Bau: Die Zeichen stehen wieder auf Wachstum

Wed, 28/01/2026 - 08:53
Bauvolumen dürfte 2026 erstmals seit fünf Jahren wieder zulegen – Öffentliche Investitionen treiben das Wachstum – Auch der Wohnungsneubau dürfte im laufenden Jahr wieder im Plus landen – Sorge bereitet schwache Produktivität im Bausektor Die deutsche Bauwirtschaft steht vor einer Trendwende: Nach ...

Sonali Chowdhry: „Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien setzt ein Zeichen gegen den Protektionismus“

Tue, 27/01/2026 - 11:26

Die Europäische Union und Indien haben ein umfassendes Freihandelsabkommen beschlossen. Welche Bedeutung das hat, kommentiert die Handelsexpertin des DIW Berlin, Sonali Chowdhry:

Das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Indien ist von großer Bedeutung. Die bilaterale Partnerschaft gewinnt nach einem langen Verhandlungsprozess, der 2007 begann und wiederholt ins Stocken geriet, die nun dringend benötigte Dynamik. Indien wird bis 2026 voraussichtlich um 7,3 Prozent wachsen und in den kommenden Jahren zu einer der drei größten Volkswirtschaften der Welt aufsteigen. Die EU kann es sich kaum leisten, ihre Präsenz auf diesem Markt nicht auszubauen.

Das Abkommen baut auf den bilateralen Handelsbeziehungen zwischen der EU und Indien auf, die bereits mehr als 170.000 Käufer-Lieferanten-Beziehungen zwischen indischen und EU-Unternehmen umfassen. Durch den Abbau von Zöllen und anderen Handelshemmnissen in Schlüsselindustrien eröffnet das Abkommen EU-Exporteuren in vielen Sektoren wie Automobil, Maschinenbau und Getränken neue Möglichkeiten. Gleichzeitig wird sich der Marktzugang für indische Exporte wie Arzneimittel, IT-Dienstleistungen und Textilien verbessern.

Über diese unmittelbaren wirtschaftlichen Vorteile hinaus erfüllt das Abkommen eine weitere wichtige Funktion, die nicht unterschätzt werden sollte: Es ist eine Versicherungspolice in der derzeitigen unsicheren Lage. Denn die im Rahmen von Freihandelsabkommen eingegangenen Verpflichtungen sorgen für Transparenz und Vorhersehbarkeit im internationalen Handel und in der globalen Governance, die anderswo untergraben werden. Solche Freihandelsabkommen schützen das globale Handelssystem und verhindern, dass es in eine Spirale des Protektionismus gerät.


Katharina Wrohlich: „Besser Ehegattensplitting und Minijobs reformieren, als Recht auf Teilzeit streichen“

Mon, 26/01/2026 - 10:30

Der Wirtschaftsflügel der CDU hat vorgeschlagen, das Recht auf Teilzeitarbeit abzuschaffen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Dies kommentiert Katharina Wrohlich, Leiterin der Forschungsgruppe Gender Economics im DIW Berlin, wie folgt: 

Die Abschaffung des Rechtsanspruchs auf Teilzeit würde den Fachkräftemangel in Deutschland nicht lösen. Besser wäre es, an anderer Stelle anzusetzen: Zum einen müssten das Angebot und die Qualität der Kinderbetreuung deutlich verbessert werden, denn nicht alle Frauen arbeiten freiwillig in Teilzeit – manche würden gerne ihre Arbeitszeit erhöhen, können dies aber aufgrund mangelnder Kinderbetreuung nicht.

Zum anderen müssten die finanziellen Anreize zur Mehrarbeit speziell für die Gruppe erhöht werden, die derzeit besonders häufig in Teilzeit ist: verheiratete Frauen. Eine Reform des Ehegattensplittings könnte eine höhere Wochenarbeitszeit für Frauen finanziell deutlich attraktiver machen. Das jetzige Steuersystem belohnt vor allem die Aufteilung, dass einer Vollzeit arbeitet und (meist) eine im Minijob. Dementsprechend sollte auch die Minijob-Regelung reformiert und auf Schüler*innen, Studierende und Rentner*innen begrenzt werden. Durch eine solche Reform wäre eine gleichmäßigere Aufteilung der Erwerbs- und Sorgearbeit für Paare attraktiver. Dies wäre nicht nur aus arbeitsmarktpolitischer, sondern auch aus gleichstellungspolitischer Perspektive wichtig: Es würde die ökonomische Eigenständigkeit von Frauen erhöhen und hätte nicht zuletzt auch einen positiven Einfluss auf deren Alterseinkünfte."


Wie Superreiche die Demokratie zerstören

Mon, 26/01/2026 - 10:08
Die Vermögen der Wenigen explodieren, während die Masse schaut, wo sie bleibt. Deutschland muss das ändern – und könnte Vorbild sein. Denn es geht um die Demokratie., Während sich in Davos im Januar die Mächtigen der Welt zum Weltwirtschaftsforum versammeln, legt die neue Oxfam-Studie den Finger in eine der offenen Wunden unserer globalen Ordnung. Hinter den wohlfeilen Schlagworten vieler Wirtschaftslenker und Politiker – "Resilienz", "Nachhaltigkeit" und ...

Der Scientific Use File der Welle 2 des German Social Cohesion Panel (SCP) ist verfügbar!

Mon, 26/01/2026 - 08:22
Das SCP ist eine Längsschnittstudie, die vielfältige Aspekte des gesellschaftlichen Zusammenhalts in Deutschland erfasst. Es basiert auf einer repräsentativen Bevölkerungsstichprobe aus deutschen Einwohnermelderegistern und wurde 2021 zum ersten Mal durchgeführt (n=17.027). Neben den zufällig ...

Podcast 'fossilfrei' - #39: Das Aus vom Verbrenner-Aus und warum Plug-in-Hybride beim Klimaschutz floppen

Fri, 23/01/2026 - 13:34
Wolf-Peter Schill spricht in Folge #39 von 'fossilfrei' mit Prof. Patrick Plötz, Leiter des Geschäftsfelds Energiewirtschaft am Fraunhofer-ISI, über das vermeintliche Aus vom Verbrenner-Aus (don’t call it Verbrennerverbot). Was genau steckt im Automobilpaket der EU-Kommission, und was bedeutet das ...

zwei studentische Hilfskräfte (w/m/d) in der Abt. Makroökonomie

Thu, 22/01/2026 - 16:48

Die Abteilung Makroökonomie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) analysiert gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge mit empirischen und theoretischen Methoden. Die Forschungsarbeiten der Abteilung ordnen sich den drei Themenbereichen Konjunkturpolitik der europäischen Währungsunion, Makroökonomie und Verteilung und Makroökonomische Aspekte des Klimawandels zu. In den Forschungsarbeiten werden Modelle entwickelt und Datensätze generiert. Die Forschungsergebnisse bilden die Grundlage für die Infrastruktur der Prognose und Politikberatung. So fließen die Ergebnisse direkt in die Prognosen des DIW Berlin und die Gemeinschaftsdiagnose ein.

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt zwei studentische Hilfskräfte (w/m/d) für jeweils 12 Wochenstunden.


DIW-Vorschlag zur Erbschaftsteuer könnte Zahl der Steuerpflichtigen halbieren und Belastungen gerechter verteilen

Wed, 21/01/2026 - 09:03
Für die Erbschaftsteuerreform sollten Steuerprivilegien abgeschafft, höhere Lebensfreibeträge eingeführt und Steuertarife vereinfacht werden – Dadurch würden Belastungen gerechter verteilt – Trotz deutlich weniger Steuerpflichtigen entstünden Mehreinnahmen von 2,3 Milliarden Euro – Übergangsregelung ...

studentische Hilfskraft (w/m/d) in der Abteilung Staat

Tue, 20/01/2026 - 13:25

Die Abteilung Staat (Public Economics) des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine

studentische Hilfskraft (w/m/d)

(für 10 Wochenstunden).


Die unsichtbare Macht der Fossilokratie, die die Welt beherrscht

Tue, 20/01/2026 - 09:55
Fossilokratie bestimmt Kriege, Preise und Macht: Öl, Gas und Kohle prägen Politik weltweit. Autoritäre Regime werden toleriert, Demokratie wird geopolitischen Interessen untergeordnet. Ein Blick auf die unsichtbare Logik, die unsere Welt steuert – und wie wir sie überwinden können. , Dieser Gastbeitrag von Claudia Kemfert ist am 14. Januar 2026 in Focus online erschienen. , Die Angst geht um in Europa. Angst vor steigenden Preisen, vor einem Verlust des Wohlstands, den wir lange als selbstverständlich erachtet haben, und vor einem Krieg, den gerade wir Deutschen nie wieder erleben wollten., Es lohnt sich, genauer hinzusehen. Denn wer die Zusammenhänge erkennt, gewinnt Handlungsmacht. Die scheinbar fragmentierten Krisen der Gegenwart folgen einer gemeinsamen Logik. Es ist die Logik eines politischen Systems, in dem Macht, Sicherheit und geopolitischer Einfluss wesentlich durch den ...

Die neue Zerbrechlichkeit der Geldpolitik

Mon, 19/01/2026 - 14:42
Politischer Druck auf Zentralbanken nimmt zu, allen voran durch US-Präsident Trump. DIW-Chef Marcel Fratzscher erklärt, was das für Inflation, Finanzstabilität und Europas Wirtschaft bedeutet , Dieser Gastbeitrag von Marcel Fratzscher erschien am 19. Januar 2026 in Capital.  , Die Unabhängigkeit von Zentralbanken zählt zu den zentralen institutionellen Errungenschaften der Wirtschaftspolitik der vergangenen Jahrzehnte. Sie schützt die Geldpolitik vor politischer Einflussnahme und sorgt für stabile Preise, für Finanzstabilität und damit für wirtschaftlichen Wohlstand. ...

Wirtschaft in der Vertrauenskrise: Drei große Reformen sind nötig

Mon, 19/01/2026 - 10:55
Die deutsche Wirtschaft steckt in einer tiefen Vertrauenskrise. Und genau dieses fehlende Vertrauen – bei Unternehmen ebenso wie bei Bürgerinnen und Bürgern – ist derzeit das zentrale wirtschaftliche Problem und die größte Hürde für Transformation, Erneuerung und künftigen Wohlstand. Die ...

Mit vollem Herzen gegen die Demokratie

Mon, 19/01/2026 - 10:05
Die Ideologen um Donald Trump wollen die Demokratie zerstören. Ihr Vorbild: der Philosoph René Girard. Doch sie verdrehen seine Lehre ins Gegenteil., Wie konnte ein französischer Philosoph zum Stichwortgeber einer neuen amerikanischen Rechten werden? Wer verstehen will, warum Donald Trump, sein Vize JD Vance und ein Kreis von Tech-Milliardären um Peter Thiel die westliche Welt herausfordern, muss tiefer blicken als in parteipolitische Kategorien. ...

Cristóbal Moya hat seine Dissertation erfolgreich verteidigt

Fri, 16/01/2026 - 14:20
Cristóbal Moya hat am 11. Dezember seine Dissertation mit dem Titel „The Politics of Unjust Inequalities: From Injustice Perceptions to Protest and Redistribution“ erfolgreich an der Universität Bielefeld verteidigt. Die Kommission bestand aus Prof. Dr. Carsten Sauer (Betreuer und Erstgutachter, ...

Geraldine Dany-Knedlik: „Deutsche Wirtschaft hat sich stabilisiert, 2026 dürfte besser laufen“

Thu, 15/01/2026 - 10:46

Die deutsche Wirtschaft ist 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Prozent gewachsen, wie das Statistische Bundesamt heute bekannt gegeben hat. Dazu eine Einschätzung von Geraldine Dany-Knedlik, Konjunkturchefin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin):

Mit einem Plus von 0,2 Prozent ist die deutsche Wirtschaft 2025 zwar wieder gewachsen, die Erholung fällt aber deutlich schwächer aus als in vergangenen Aufschwungphasen. Nach zwei Jahren der Schrumpfung zeigt sich damit eine Stabilisierung, jedoch noch kein kräftiger Neustart.

Strukturelle Belastungen wie der Verlust an Wettbewerbsfähigkeit, der demografische Wandel und laufende Anpassungen in wichtigen Industriezweigen dämpfen zwar weiterhin das Wachstum. Hinzu kommen externe Faktoren, insbesondere die erhöhten US-Zölle auf deutsche Exporte. Dennoch ist nicht zu erwarten, dass die deutsche Wirtschaft weiterhin und langanhaltend stagniert.

Vor allem die Binnenwirtschaft macht Hoffnung. Neben dem öffentlichen Sektor leistet insbesondere die private Nachfrage einen wichtigen Beitrag. Man kann also durchaus vorsichtig optimistisch in das Jahr 2026 blicken: Wenn die bereits beschlossenen finanzpolitischen Maßnahmen ihre volle Wirkung entfalten, ist eine spürbare Belebung möglich. Ein Wachstum von über einem Prozent erscheint dann realistisch.


Frauenanteil in Spitzengremien großer Unternehmen: Aufwärtstrend gerät ins Stocken

Wed, 14/01/2026 - 09:02
DIW Managerinnen-Barometer: Frauenanteile in Vorständen und Aufsichtsräten stagnieren 2025 vielerorts oder sinken sogar – Nur Finanzsektor bildet Ausnahme – Rückblick auf 20 Jahre Managerinnen-Barometer zeigt Fortschritte, steigende Frauenanteile sind aber kein Selbstläufer – Zusätzliche Studie ...

Stefan Bach: „SPD-Vorschlag zur Erbschaftsteuer geht in die richtige Richtung“

Tue, 13/01/2026 - 14:29

Heute wurden SPD-Vorschläge zur Reform der Erbschaftsteuer bekannt. DIW-Steuerexperte Stefan Bach kommentiert den Vorschlag wie folgt:

Die Erbschaftsteuer ist reformbedürftig, weil sie in der jetzigen Ausgestaltung durch Steuerprivilegien bei Firmen- und Immobilienübertragungen die Vermögenskonzentration erhöht. Die Vorschläge der SPD gehen in die richtige Richtung. Wenn man die Freibeträge auf eine Million Euro erhöht, halbiert sich die Zahl der Steuerpflichtigen und der Bürokratieaufwand sinkt damit kräftig. Zugleich sollen diese Freibeträge lebenslang gelten und sich nicht alle zehn Jahre erneuern wie bisher, was gerade viele Hochvermögende nutzen, um die Erbschaftsteuer zu umgehen. Kleine und mittlere Unternehmen bis zu fünf Millionen Euro zusätzlich zu entlasten, ist sinnvoll, gegebenenfalls muss man die Steuersätze begrenzen. Auf jeden Fall sollte man die Belastung bei Firmenübertragungen langfristig stunden und verrenten, damit sie aus dem Ertrag abgezahlt werden kann und die Unternehmen nicht in ihrer Existenz gefährdet sind.


Podcast 'fossilfrei' - #38: Dynamische Netzentgelte für eine effizientere Energiewende

Tue, 13/01/2026 - 13:05
In Folge #38 des Podcast 'fossilfrei' sprechen Wolf-Peter Schill und Alexander Roth mit Prof. Dr. Tomaso Duso, Vorsitzender der Monopolkommission und Leiter der Abteilung Unternehmen und Märkte am DIW Berlin, über das aktuelle Sektorgutachten Energie der Kommission. Dabei liegt der Fokus auf dem ...

Eine Abschiebeoffensive wäre ökonomischer Unsinn

Tue, 13/01/2026 - 08:56
Die CSU will Hunderttausende abschieben. Das wäre ein Wohlstandsrisiko. Flüchtlinge arbeiten oft in systemrelevanten Berufen und stabilisieren die Sozialkassen.  , Die CSU hat eine Abschiebeoffensive vorgeschlagen – mit Linienflügen nach Afghanistan und Syrien. Das wäre für Deutschland ein ökonomisches Eigentor und ein gesellschaftlicher Rückschritt. Der CSU-Vorschlag ist reiner Populismus. Er widerspricht dem Kern des deutschen Asylrechts und ignoriert die ...

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