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Diplomacy & Defense Think Tank News

Governing the climate-mobility nexus: frameworks, institutions, and perspectives

This chapter deals with climate mobility and how it is addressed in international politics. Yet, no internationally binding convention explicitly addresses climate-related mobility. However, there are a couple of existing agreements, frameworks, policy processes and related institutions offering potential scope to address various aspects of the climate-mobility nexus. The policy landscape shaped in this way cuts across different policy and action areas such as climate policy, disaster risk management, human rights or migration/displacement policy. Particularly relevant frameworks and processes – including, for instance, the Global Compact on Migration or the Sendai Framework – and institutions such as the International Organization for Migration (IOM) are analysed in this chapter. Furthermore, the chapter also highlights focus areas of action in the contemporary policy landscape that has been formed around the topic of climate mobility and briefly explores potential future (coordination) models for this policy landscape.

Governing the climate-mobility nexus: frameworks, institutions, and perspectives

This chapter deals with climate mobility and how it is addressed in international politics. Yet, no internationally binding convention explicitly addresses climate-related mobility. However, there are a couple of existing agreements, frameworks, policy processes and related institutions offering potential scope to address various aspects of the climate-mobility nexus. The policy landscape shaped in this way cuts across different policy and action areas such as climate policy, disaster risk management, human rights or migration/displacement policy. Particularly relevant frameworks and processes – including, for instance, the Global Compact on Migration or the Sendai Framework – and institutions such as the International Organization for Migration (IOM) are analysed in this chapter. Furthermore, the chapter also highlights focus areas of action in the contemporary policy landscape that has been formed around the topic of climate mobility and briefly explores potential future (coordination) models for this policy landscape.

Umwelt- und klimabedingte Mobilität: eine Analyse des medialen Diskurses

Das Ziel dieser Studie war es, gängige Narrative und Frames zu umwelt- und klimabedingter menschlicher Mobilität zu analysieren und einzuordnen. Frames und Narrative prägen die Wahrnehmung und Bewertung von Migration, indem sie bestimmten Akteuren spezifische Rollen und Verantwortlichkeiten zuschreiben.

Die Studie konzentriert sich innerhalb des öffentlichen Diskurses auf mediale Narrative. Dazu wurden 95 Artikel deutschsprachiger Leitmedien aus dem Zeitraum von August 2020 bis August 2024 untersucht. Die Auswertung erfolgte mittels qualitativer Inhaltsanalyse unter Verwendung der Kodierungssoftware MaxQDA. Dabei kam ein deduktiv-induktives Kodierungssystem zum Einsatz, um die Ergebnisse systematisch zu erfassen und miteinander zu vergleichen. Die deduktive Kodierung basierte auf einem Diskursanalyseschema, das zentrale Aspekte diagnostischer, prognostischer und motivationaler Framings berücksichtigt.

Im Rahmen der Diskursanalyse konnten drei prägende Narrative identifiziert werden, die die mediale Berichterstattung über umweltbedingte Mobilität maßgeblich beeinflussen: (a) Der dominante humanitär-wissenschaftliche Diskurs: das Leid des Südens und die Verantwortung des Nordens, (b) Der marginale Abwehrdiskurs: „Das Boot ist voll“ und „Klimaflüchtlinge gibt es eigentlich nicht“ und (c) Der aufkommende Diskurs zu Klimaflucht im Globalen Norden: differenziert und individualisiert.

Diese Studie ist Teil des UBA-Forschungsvorhabens „Politik am Nexus Umwelt, Entwicklung und Migration kohärent gestalten“ und trägt zur besseren Einordnung sowie zum tieferen Verständnis des öffentlichen Diskurses über diesen Nexus und seine gesellschaftliche Bedeutung bei.

Umwelt- und klimabedingte Mobilität: eine Analyse des medialen Diskurses

Das Ziel dieser Studie war es, gängige Narrative und Frames zu umwelt- und klimabedingter menschlicher Mobilität zu analysieren und einzuordnen. Frames und Narrative prägen die Wahrnehmung und Bewertung von Migration, indem sie bestimmten Akteuren spezifische Rollen und Verantwortlichkeiten zuschreiben.

Die Studie konzentriert sich innerhalb des öffentlichen Diskurses auf mediale Narrative. Dazu wurden 95 Artikel deutschsprachiger Leitmedien aus dem Zeitraum von August 2020 bis August 2024 untersucht. Die Auswertung erfolgte mittels qualitativer Inhaltsanalyse unter Verwendung der Kodierungssoftware MaxQDA. Dabei kam ein deduktiv-induktives Kodierungssystem zum Einsatz, um die Ergebnisse systematisch zu erfassen und miteinander zu vergleichen. Die deduktive Kodierung basierte auf einem Diskursanalyseschema, das zentrale Aspekte diagnostischer, prognostischer und motivationaler Framings berücksichtigt.

Im Rahmen der Diskursanalyse konnten drei prägende Narrative identifiziert werden, die die mediale Berichterstattung über umweltbedingte Mobilität maßgeblich beeinflussen: (a) Der dominante humanitär-wissenschaftliche Diskurs: das Leid des Südens und die Verantwortung des Nordens, (b) Der marginale Abwehrdiskurs: „Das Boot ist voll“ und „Klimaflüchtlinge gibt es eigentlich nicht“ und (c) Der aufkommende Diskurs zu Klimaflucht im Globalen Norden: differenziert und individualisiert.

Diese Studie ist Teil des UBA-Forschungsvorhabens „Politik am Nexus Umwelt, Entwicklung und Migration kohärent gestalten“ und trägt zur besseren Einordnung sowie zum tieferen Verständnis des öffentlichen Diskurses über diesen Nexus und seine gesellschaftliche Bedeutung bei.

Umwelt- und klimabedingte Mobilität: eine Analyse des medialen Diskurses

Das Ziel dieser Studie war es, gängige Narrative und Frames zu umwelt- und klimabedingter menschlicher Mobilität zu analysieren und einzuordnen. Frames und Narrative prägen die Wahrnehmung und Bewertung von Migration, indem sie bestimmten Akteuren spezifische Rollen und Verantwortlichkeiten zuschreiben.

Die Studie konzentriert sich innerhalb des öffentlichen Diskurses auf mediale Narrative. Dazu wurden 95 Artikel deutschsprachiger Leitmedien aus dem Zeitraum von August 2020 bis August 2024 untersucht. Die Auswertung erfolgte mittels qualitativer Inhaltsanalyse unter Verwendung der Kodierungssoftware MaxQDA. Dabei kam ein deduktiv-induktives Kodierungssystem zum Einsatz, um die Ergebnisse systematisch zu erfassen und miteinander zu vergleichen. Die deduktive Kodierung basierte auf einem Diskursanalyseschema, das zentrale Aspekte diagnostischer, prognostischer und motivationaler Framings berücksichtigt.

Im Rahmen der Diskursanalyse konnten drei prägende Narrative identifiziert werden, die die mediale Berichterstattung über umweltbedingte Mobilität maßgeblich beeinflussen: (a) Der dominante humanitär-wissenschaftliche Diskurs: das Leid des Südens und die Verantwortung des Nordens, (b) Der marginale Abwehrdiskurs: „Das Boot ist voll“ und „Klimaflüchtlinge gibt es eigentlich nicht“ und (c) Der aufkommende Diskurs zu Klimaflucht im Globalen Norden: differenziert und individualisiert.

Diese Studie ist Teil des UBA-Forschungsvorhabens „Politik am Nexus Umwelt, Entwicklung und Migration kohärent gestalten“ und trägt zur besseren Einordnung sowie zum tieferen Verständnis des öffentlichen Diskurses über diesen Nexus und seine gesellschaftliche Bedeutung bei.

Was ist klimabedingte Vertreibung? Trends, Ansätze und Herausforderungen

Die Auswirkungen des Klimawandels auf Flucht und Migration sind nicht mehr nur eine abstrakte Zukunftsvision. Die zunehmende Häufigkeit und Intensität von Extremereignissen wie Wirbelstürmen oder Dürren sowie immer neuer Temperaturrekorde auf der ganzen Welt haben einen maßgeblichen Einfluss auf Umsiedlungspläne, Binnenvertreibung und in geringerem Maße auf grenzüberschreitende Vertreibung. Die Ängste, die durch die globale Erwärmung ausgelöst werden, sind – insbesondere im Globalen Norden – auch eng mit den Themen Vertreibung und Migration verbunden. Die Befürchtung, dass der Klimawandel schon bald zig Millionen Menschen, gerade im Globalen Süden, ihrer Heimat berauben und sie dann als Flüchtlinge nach Europa treiben könnte, spiegelt sich in unzähligen Medienberichten der letzten Jahre wider. Immer wieder befeuerten umstrittene Prognosen zum Ausmaß der erwarteten »Klimaflucht« die mediale Aufmerksamkeit […]. Der Beitrag beginnt mit einem globalen Profil der klimabedingten Vertreibung auf der Basis aktueller Daten. Anschließend wird der wissenschaftliche Diskurs über den Zusammenhang zwischen Klima und Vertreibung dargestellt. Im dritten Teil des Beitrags werden die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen analysiert, in denen Vertreibung im Kontext des Klimawandels grundsätzlich berücksichtigt und adressiert wird.

Was ist klimabedingte Vertreibung? Trends, Ansätze und Herausforderungen

Die Auswirkungen des Klimawandels auf Flucht und Migration sind nicht mehr nur eine abstrakte Zukunftsvision. Die zunehmende Häufigkeit und Intensität von Extremereignissen wie Wirbelstürmen oder Dürren sowie immer neuer Temperaturrekorde auf der ganzen Welt haben einen maßgeblichen Einfluss auf Umsiedlungspläne, Binnenvertreibung und in geringerem Maße auf grenzüberschreitende Vertreibung. Die Ängste, die durch die globale Erwärmung ausgelöst werden, sind – insbesondere im Globalen Norden – auch eng mit den Themen Vertreibung und Migration verbunden. Die Befürchtung, dass der Klimawandel schon bald zig Millionen Menschen, gerade im Globalen Süden, ihrer Heimat berauben und sie dann als Flüchtlinge nach Europa treiben könnte, spiegelt sich in unzähligen Medienberichten der letzten Jahre wider. Immer wieder befeuerten umstrittene Prognosen zum Ausmaß der erwarteten »Klimaflucht« die mediale Aufmerksamkeit […]. Der Beitrag beginnt mit einem globalen Profil der klimabedingten Vertreibung auf der Basis aktueller Daten. Anschließend wird der wissenschaftliche Diskurs über den Zusammenhang zwischen Klima und Vertreibung dargestellt. Im dritten Teil des Beitrags werden die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen analysiert, in denen Vertreibung im Kontext des Klimawandels grundsätzlich berücksichtigt und adressiert wird.

Was ist klimabedingte Vertreibung? Trends, Ansätze und Herausforderungen

Die Auswirkungen des Klimawandels auf Flucht und Migration sind nicht mehr nur eine abstrakte Zukunftsvision. Die zunehmende Häufigkeit und Intensität von Extremereignissen wie Wirbelstürmen oder Dürren sowie immer neuer Temperaturrekorde auf der ganzen Welt haben einen maßgeblichen Einfluss auf Umsiedlungspläne, Binnenvertreibung und in geringerem Maße auf grenzüberschreitende Vertreibung. Die Ängste, die durch die globale Erwärmung ausgelöst werden, sind – insbesondere im Globalen Norden – auch eng mit den Themen Vertreibung und Migration verbunden. Die Befürchtung, dass der Klimawandel schon bald zig Millionen Menschen, gerade im Globalen Süden, ihrer Heimat berauben und sie dann als Flüchtlinge nach Europa treiben könnte, spiegelt sich in unzähligen Medienberichten der letzten Jahre wider. Immer wieder befeuerten umstrittene Prognosen zum Ausmaß der erwarteten »Klimaflucht« die mediale Aufmerksamkeit […]. Der Beitrag beginnt mit einem globalen Profil der klimabedingten Vertreibung auf der Basis aktueller Daten. Anschließend wird der wissenschaftliche Diskurs über den Zusammenhang zwischen Klima und Vertreibung dargestellt. Im dritten Teil des Beitrags werden die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen analysiert, in denen Vertreibung im Kontext des Klimawandels grundsätzlich berücksichtigt und adressiert wird.

Hitzestress: Wie der Klimawandel unsere Welt bereits heute verändert

Bemerkbar macht sich die menschengemachte globale Erwärmung etwa in der Nahrungsmittel- und Wassersicherheit, bei Wirtschaftssystemen, bei Siedlungs- und Infrastrukturen, bei bewaffneten Konflikten, bei der Kultur oder auch bei Flucht und Migration. Ebenso gibt es bedeutende Wechselwirkungen mit der Künstlichen Intelligenz, einem anderen großen Menschheitsthema des 21. Jahrhunderts. Dieses Heft möchte genau diese Themen unter die Lupe nehmen und darlegen, wie die Klimakrise sich auf die genannten Bereiche ausgewirkt hat bzw. welche Wechselbeziehungen es jeweils gibt. Es soll allein um den Kenntnisstand zum Status Quo gehen, nicht um Prognosen oder mögliche Szenarien. In einer Schlussbetrachtung wird versucht, die dargelegten Erkenntnisse einzuordnen.

Hitzestress: Wie der Klimawandel unsere Welt bereits heute verändert

Bemerkbar macht sich die menschengemachte globale Erwärmung etwa in der Nahrungsmittel- und Wassersicherheit, bei Wirtschaftssystemen, bei Siedlungs- und Infrastrukturen, bei bewaffneten Konflikten, bei der Kultur oder auch bei Flucht und Migration. Ebenso gibt es bedeutende Wechselwirkungen mit der Künstlichen Intelligenz, einem anderen großen Menschheitsthema des 21. Jahrhunderts. Dieses Heft möchte genau diese Themen unter die Lupe nehmen und darlegen, wie die Klimakrise sich auf die genannten Bereiche ausgewirkt hat bzw. welche Wechselbeziehungen es jeweils gibt. Es soll allein um den Kenntnisstand zum Status Quo gehen, nicht um Prognosen oder mögliche Szenarien. In einer Schlussbetrachtung wird versucht, die dargelegten Erkenntnisse einzuordnen.

Hitzestress: Wie der Klimawandel unsere Welt bereits heute verändert

Bemerkbar macht sich die menschengemachte globale Erwärmung etwa in der Nahrungsmittel- und Wassersicherheit, bei Wirtschaftssystemen, bei Siedlungs- und Infrastrukturen, bei bewaffneten Konflikten, bei der Kultur oder auch bei Flucht und Migration. Ebenso gibt es bedeutende Wechselwirkungen mit der Künstlichen Intelligenz, einem anderen großen Menschheitsthema des 21. Jahrhunderts. Dieses Heft möchte genau diese Themen unter die Lupe nehmen und darlegen, wie die Klimakrise sich auf die genannten Bereiche ausgewirkt hat bzw. welche Wechselbeziehungen es jeweils gibt. Es soll allein um den Kenntnisstand zum Status Quo gehen, nicht um Prognosen oder mögliche Szenarien. In einer Schlussbetrachtung wird versucht, die dargelegten Erkenntnisse einzuordnen.

The fence isn’t the problem: what Ceuta and Melilla really reveal

images of people scaling the fence into Ceuta and Melilla fuel the perception of a loss of control. Yet these people cannot simply travel on to the rest of the EU, nor are its external borders the real threat. Rather, the threats lie in the scapegoating and the knee-jerk call for isolation. Both obscure the view of what could be possible: partnership on equal terms to create opportunities for local youth, regulated entry coupled with justified deportation, and honest information.

The fence isn’t the problem: what Ceuta and Melilla really reveal

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The fence isn’t the problem: what Ceuta and Melilla really reveal

images of people scaling the fence into Ceuta and Melilla fuel the perception of a loss of control. Yet these people cannot simply travel on to the rest of the EU, nor are its external borders the real threat. Rather, the threats lie in the scapegoating and the knee-jerk call for isolation. Both obscure the view of what could be possible: partnership on equal terms to create opportunities for local youth, regulated entry coupled with justified deportation, and honest information.

Les mauvais calculs de l’Iran

IRIS - ven, 31/07/2026 - 16:39
Les limites de la diplomatie

Pendant toute la première partie du conflit, les Saoudiens ont essayé de retenir les Américains, et ont privilégié la voie de la diplomatie pour préserver des relations de voisinage, qu’ils estiment essentielles pour la préservation du système en place.

La volonté persistante de l’Iran de contrôler le détroit d’Ormuz met en péril l’économie de toute la région et place tous les pays riverains sous la tutelle et le bon vouloir des Iraniens, qui peuvent autoriser, ou non, le passage des navires dans le détroit.

Pendant des mois, les Saoudiens et les autres pays du Golfe ont laissé faire la diplomatie pakistanaise et qatarie dans l’espoir d’éviter une escalade dont les conséquences auraient été imprévisibles. La dernière tentative omanaise d’une co-gestion du détroit par les deux pays a été rejetée par l’Iran.

Savoir s’arrêter ou pas

Téhéran aurait pu s’arrêter là et encaisser les bénéfices de cette première partie remportée contre les Américains et leurs alliés israéliens. Mais comme on dit « Jupiter rend fou celui qu’il veut perdre ». L’Iran par son intransigeance due, sans doute aux querelles internes qui agitent le régime, ont voulu pousser leur avantage quitte à commettre des fautes qui pourraient leur coûter très cher.

En incitant les rebelles Houthis à ouvrir un nouveau front et à interdire la navigation dans le détroit de Bab el-Mandeb aux navires battant un pavillon saoudien, Téhéran risque de réveiller un conflit que le monde avait oublié. Les conséquences pour la partie du Yémen contrôlée par les Houthis pourraient être désastreuses pour eux.

L’Irak fragilisé depuis l’invasion américaine de 2003 fait face de profondes divisions internes. L’Iran maintient son influence sur les milices chiites qui leur sont affiliées. Les attaques contre le Koweït, la Jordanie et l’Arabie saoudite ont été lancées à partir du territoire iraquien.

Le réveil de l’Arabie saoudite

La réaction de l’Arabie saoudite qui a récemment participé aux côtés des Etats-Unis à un raid aérien contre ces milices iraquiennes est un signal clair de changement de politique de la part de Riyad. Les Saoudiens avaient encaissé des coups sans réagir, comme la plupart des pays Golfe. Aujourd’hui, ils font savoir que la neutralité n’est plus de mise. Le raid combiné aurait causé la mort de six « conseillers » iraniens de haut rang qui œuvraient aux côtés des milices chiites.

Autre signe de mauvaise humeur des Saoudiens est l’annulation de la visite que devait effectuer le 30 juillet, Ali al-Zaïdi, le Premier ministre iraquien en Arabie saoudite. Les attaques au départ du territoire iraquien sont lancées à partir de Bassora contre le Koweït voisin, mais aussi à partir de la province de Salâh ad-Dîn et contre Erbil au Kurdistan.

En visant le Kurdistan iraquien l’Iran prend le risque de mobiliser contre eux les factions kurdes qui jusqu’ici avaient refusé de se joindre à l’attaque contre l’Iran. Ce serait une grave erreur stratégique qui permettrait une offensive terrestre qui a fait défaut à Washington jusqu’ici.

Le calcul iranien selon lequel les pays du Golfe se détacheront des Etats-Unis et qu’ils ne riposteront pas s’est avéré faux. Les Émirats arabes unis, le Koweït et la Jordanie avaient déjà participé de façon discrète à des raids de riposte contre l’Iran. Le fait que les Saoudiens annoncent officiellement leur participation à un raid contre des proxies iraniens est un signal clair que la donne a changé.

Une capacité opérationnelle limitée, mais un redoutable arsenal

Les armées des pays du Golfe disposent d’un formidable arsenal ultra moderne. Si les capacités opérationnelles des pays de la région ne sont pas optimales, il n’en demeure pas moins que cette force considérable, en appui des Américains, pourrait décupler les dommages infligés à l’Iran en cas de conflit total.

De plus, en s’attaquant à l’Égypte par le lancement de drones contre le port de Damiette et en gênant la navigation en mer Rouge, et par conséquent à travers le canal de Suez (une des principales ressources du pays), c’est un autre pari risqué qui est pris. L’Égypte dispose de grandes capacités militaires qu’elle n’hésitera pas à joindre à ses alliés américains et du Golfe, dont elle dépend financièrement en grande partie.

Le frein serait la reprise de la participation israélienne aux attaques contre l’Iran. L’Arabie saoudite et d’autres pays du Golfe ainsi que l’Égypte rechigneraient à joindre leurs forces à une coalition israélo-américaine.

La situation en Iran actuellement semble être un processus de fuite en avant semblable à celui que la France a connue sous la Terreur. Les dirigeants risquent de devoir affronter dans les prochaines semaines ou mois des coalitions bien plus importantes que celles qu’ils ont affrontées jusqu’à maintenant. Que feront les pays occidentaux dans cette équation ?

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Infantino nous Trump énormément

IRIS - ven, 31/07/2026 - 10:47

L’UEFA a adressé un ultimatum sans équivoque à Gianni Infantino : si la privatisation de la Coupe du monde n’est pas abandonnée, les équipes européennes, piliers sportifs, médiatiques et financiers de la compétition, se retireront. Sans elles, la Coupe du monde perdrait son essence et son rayonnement. Après s’être cru intouchable à l’issue de la Coupe du monde 2026, Infantino se retrouve dos au mur.

Son alliance avec Donald Trump l’avait encouragé à multiplier les dérapages : exclusion de supporters de pays modestes, éviction d’un arbitre somalien, marginalisation de l’équipe d’Iran, ou encore mi-temps transformées en pauses publicitaires interminables. Autant de décisions qui ont altéré l’intégrité du football. L’UEFA, forte de son indépendance financière, refuse de se soumettre, contrairement à certaines fédérations plus vulnérables, achetées par des promesses de subventions. Le problème est clair : en sacrifiant l’éthique sportive sur l’autel des intérêts privés, Infantino risque de réduire la Coupe du monde à un simple produit de consommation, vidé de son âme.

Pourtant, les recettes de la compétition n’ont cessé de croître, portées par une audience toujours plus large et des sponsors enthousiastes. La privatisation n’est donc pas une nécessité économique, mais bien une manœuvre personnelle. Le vrai projet d’Infantino était de créer une entité commerciale avec des alliés de Trump pour s’enrichir et partager les bénéfices avec une élite restreinte. Une dérive qui dépasse même les scandales de l’ère Blatter, alors que l’enquête du FBI en 2015 contre la FIFA n’était déjà qu’une réponse des États-Unis à l’attribution des Coupes du monde 2018 et 2022 à la Russie et au Qatar.

Aujourd’hui, la révolte gronde. L’UEFA, la CONCACAF et d’autres fédérations envisagent un boycott, voire la création d’un tournoi concurrent. Jusqu’où ira cette résistance pour préserver l’intégrité du football ? Infantino, dont la réélection est désormais incertaine, devra-t-il céder ? Une chose est certaine : sa vision, où l’argent prime sur le sport, menace l’avenir du football. La solution résiderait-elle dans l’émergence d’un opposant capable de lui tenir tête, à l’image de ce qu’aurait fait Michel Platini ?

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Klimapolitik in einer multipolaren Welt: Zwischen Fragmentierung und neuen Chancen

SWP - ven, 31/07/2026 - 10:01

Wachsende geopolitische Spannungen und eine zunehmend multipolare Ordnung stellen etablierte Formen internationaler Zusammenarbeit infrage. Das hat auch Folgen für den globalen Klimaschutz, über den im Rahmen der Vereinten Nationen verhandelt wird. Doch was auf den ersten Blick wie eine Bedrohung für gemeinsame Klimaziele wirkt, könnte zugleich Handlungsspielräume eröffnen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Foresight-Übung, die bei der Konferenz »Multilateralism under Challenge and the Future of the Pact« des Academic Council on the United Nations System (ACUNS) durchgeführt wurde. 

Die Konferenz machte deutlich, wie vielfältig die aktuellen Herausforderungen für die Vereinten Nationen sind. In finanzieller Hinsicht müssen die drastischen Zahlungskürzungen, insbesondere seitens der USA, durch weitreichende Einsparungen im UN-Budget aufgefangen werden. Politisch belasten die Differenzen zwischen den Mitgliedstaaten die internationale Zusammenarbeit, etwa hinsichtlich der Konflikte im Nahen und Mittleren Osten sowie in der Ukraine oder der schleppenden Umsetzung der Sustainable Development Goals. Zudem beschäftigt die Mitgliedstaaten aktuell die Suche nach einer Nachfolge für den ausscheidenden UN-Generalsekretär Antonio Guterres.

Ein Blick in mögliche Zukünfte

Vor diesem Hintergrund rückt auch die Zukunft der internationalen Klimapolitik in den Fokus. Mithilfe von Foresight, einer zukunftsanalytischen Methode, lassen sich verschiedene denkbare Entwicklungen ausloten – ohne den Anspruch, sie vorherzusagen. Vielmehr stehen Exploration und Antizipation im Vordergrund: Welche Treiber könnten die wichtigsten sein, die in unterschiedliche Zukunftsrichtungen weisen? Und welche Maßnahmen wären dafür geeignet, unerwünschte Entwicklungen zu vermeiden oder wünschenswerte zu fördern? 

Gerade die Klimapolitik eignet sich für einen solchen Ansatz. Sie verbindet lokale, nationale und internationale Handlungsebenen mit sozialen, technologischen, ökologischen, ökonomischen, rechtlichen und politischen Fragestellungen. Die interdisziplinäre und internationale Ausrichtung der ACUNS-Konferenz bot daher einen geeigneten Rahmen, um mögliche Auswirkungen einer zunehmend multipolaren Weltordnung auf die Klimapolitik mithilfe einer Foresight-Übung auszuleuchten. 

Aus der Übung lassen sich drei wichtige Herausforderungen für die künftige internationale Klimapolitik ableiten: Erstens könnten Ideologisierung und Politisierung sowie steigende Anpassungs- und Transformationskosten die Bereitschaft zu gemeinsamen klimapolitischen Anstrengungen sukzessive schwächen. In der Folge droht zweitens eine stärkere Fragmentierung der internationalen Klimapolitik. Drittens könnte dies zu einer überdurchschnittlichen Belastung der weniger handlungsfähigen oder -willigen Mitglieder der Staatengemeinschaft führen. Damit würden sich die globalen Ungleichheiten weiter verstärken.

Fragmentierung als Chance?

Die diskutierte Fragmentierung wurde gleichzeitig auch als mögliche Dezentralisierung und Regionalisierung interpretiert, die Chancen für eine auf lokaler und regionaler Ebene konzipierte und damit womöglich anschlussfähigere Klimapolitik bietet. Diese könnte die Inklusion zusätzlicher Akteure ermöglichen und dadurch die Legitimität und Akzeptanz politischer Maßnahmen erhöhen. Allerdings betonten die Teilnehmenden auch die Notwendigkeit eines universellen Rahmenwerks. Die UN wären dafür weiterhin der geeignete Ort. Betont wurde etwa die Rolle der UN-Generalversammlung als multilaterale Plattform, auf der plurilaterale Koalitionen und Initiativen zusammenkommen könnten, um mit allen Staatenvertretungen über Fortschritte wie auch Hindernisse zu diskutieren.

Die Übung macht deutlich, dass Foresight weniger der Vorhersage als vielmehr der Orientierung dient. Anhand der Klimapolitik zeigt sie das Potential partizipativ strukturierter Auseinandersetzungen mit der Zukunft auf. Diese können das Spektrum der in Betracht gezogenen denkbaren Entwicklungen erweitern, die kritische Auseinandersetzung mit ihnen fördern und so nicht zuletzt eine Grundlage für plausible und robuste Politikempfehlungen bieten. In einer zunehmend komplexen internationalen Ordnung kann Foresight dazu beitragen, nachvollziehbare Handlungsempfehlungen für die Klimapolitik zu entwickeln.

Iran and the United States are once again at the center of global security. Is this just another crisis, or is it the beginning of a new geopolitical era in the Middle East? – ELIAMEP experts’ views

ELIAMEP - jeu, 30/07/2026 - 13:04

ELIAMEP’s analysts assess the latest developments and examine possible scenarios for the future of Iran–US relations, as well as their implications for the Middle East and international security.

Read it here (in Greek).

Guerre(s) pour l’hégémonie régionale au Moyen-Orient

IRIS - jeu, 30/07/2026 - 12:16
La République islamique d’Iran au centre des enjeux régionaux

Ce qui apparaît in fine structurant, c’est un combat frontal pour l’acquisition de l’hégémonie régionale au sein duquel ce sont les États-Unis qui fixent le cadre général dans lequel Israël est un partenaire stratégique, alors qu’en Palestine ou au Liban c’est Tel-Aviv qui décide de l’essentiel avec le soutien, incontestablement déterminant, de Washington, mais sans intervention directe de ce dernier. Pour autant, alors que depuis le 28 février 2026, les objectifs énoncés par Donald Trump se sont beaucoup modifiés, et souvent contredits au fil des jours, ceux revendiqués par les dirigeants israéliens sont limpides. Il s’agit pour eux de neutraliser l’Iran, à ce jour seule puissance capable de contester un ordre régional dominé par l’axe israélo-états-unien. L’objectif pour Tel-Aviv est donc d’affaiblir Téhéran au maximum et par tous les moyens, voire parvenir à son effondrement. Il s’agit de disloquer un État millénaire, potentiellement susceptible de contrebalancer la prétention de Tel-Aviv de redessiner unilatéralement l’ordre régional sans contrepartie ni limite et de réaliser l’utopie du Grand Israël. Dans ce cadre, les États-Unis se sont dans un premier temps révélés suivistes après s’être visiblement fait berner par Benyamin Netanyahou et à aucun moment, le locataire de la Maison-Blanche ne semble avoir anticipé les conséquences internationales déstabilisatrices de sa décision d’entrer en guerre.

La violente rivalité entre Israël et la République islamique renvoie aux profondes modifications géostratégiques qui traversent la région depuis l’implosion de l’Union soviétique et la fin du monde bipolaire. On se souvient par exemple qu’au cours des années 1980 la relation entre les deux États était d’une nature bien différente, la première vendant même des armes à la seconde dans la guerre qui l’opposa à Saddam Hussein de 1980 à 1988. Depuis, l’équation stratégique fondamentale réside pour Israël dans son obsession d’empêcher qu’une autre puissance régionale lui conteste la sienne propre. Or, depuis le début des années 1990, la République islamique n’a pour sa part eu de cesse de mettre en œuvre une politique lui permettant de se doter d’une capacité d’influence régionale efficiente et donc de se doter d’une profondeur stratégique. Pour ce faire, travailler à la maîtrise du cycle de l’enrichissement de l’uranium et constituer un réseau de partenaires qualifié d’axe de la résistance.

À la rivalité militaire qui oppose les deux États se superpose la rivalité économique qui, en l’occurrence, se concrétise par l’objectif du contrôle des routes et des nœuds énergétiques et commerciaux : détroit d’Ormuz pour l’Iran, Méditerranée orientale pour Israël. Ces paramètres renvoient au développement des flux économiques reliant l’Asie, le Moyen-Orient et l’Europe et aux multiples projets les concrétisant : Nouvelles routes de la soie, India-Middle East-Europe Corridor, Route du développement entre le sud de l’Irak et la Turquie, projet de chemin de fer trans-Golfe, réactivation de la voie ferrée du Hedjaz. Dans cette perspective, il s’agit donc de la délimitation de la place que chaque puissance veut et peut acquérir au sein des circuits de production et d’échange. En d’autres termes la place de chacune au sein du mode de production économique dominant.

Des recompositions régionales linéamentaires

C’est pourquoi, contrairement à ce qui est fréquemment avancé par nombre d’observateurs, l’Iran ne cherche pas avant tout à subvertir l’ordre régional ou international mais, au contraire, à s’y ménager la place la plus assurée. De ce point de vue, les dirigeants iraniens partagent la même logique politique que celle des dirigeants des BRICS+, dont ils font désormais partie. Ils ne cherchent pas à constituer une alternative à l’ordre économique dominant mais cherchent à s’y intégrer. Il faut ainsi comprendre le dossier nucléaire iranien non seulement comme la quête d’une assurance sécurité pour les responsables de Téhéran mais aussi comme un moyen de se ménager au sein du système international une place qui lui est refusée par les États-Unis et la majorité des pays occidentaux.

Nous sommes actuellement dans un moment d’apolarité régionale au sein duquel des logiques concurrentielles exacerbées se cristallisent, ayant toutes pour finalité la conquête d’une forme d’hégémonie régionale. République islamique versus Israël en premier lieu, mais d’autres prétendants sont aussi en lice. C’est pourquoi de nouveaux partenariats se dessinent. On pense notamment à la Turquie, à l’Arabie saoudite, à l’Égypte mais aussi au Pakistan qui considèrent, pour des raisons au demeurant différentes, que le facteur régional le plus déstabilisateur qu’il convient de limiter actuellement est l’État hébreu. Il est néanmoins intéressant de souligner que ces États restent les uns et les autres de proches partenaires des États-Unis ce qui montre la complexité des processus en cours. Les effets manifestes de ces rivalités/recompositions dépassent le seul cadre régional et renvoient à un ordre international en plein bouleversement.

Divergences tactiques entre les États-Unis et Israël

Si pour Israël, l’Iran représente un concurrent régional direct et immédiat, la question se pose différemment pour les États-Unis. C’est en effet, de leur point de vue, avant tout la crainte qu’un État puisse s’imposer dans l’ordre régional et mondial sans leur faire allégeance. Contrairement à Israël qui cherche la neutralisation de l’Iran afin de s’assurer qu’il ne constituera plus un danger pour de nombreuses années, l’enjeu pour les États-Unis est de tenter de contenir l’Iran pour l’empêcher de refonder un ordre régional selon des termes qui lui seraient par trop favorables. Pour ce faire, il faut de la méthode et une vision de moyen terme, qualité dont les décisions politiques souvent erratiques de Donald Trump sont dénuées. Si les politiques de sanctions à l’encontre de l’Iran se transmettent d’administration en administration états-unienne, c’est bien dans le but de réduire la marge de manœuvre iranienne et pour l’empêcher de mener sa politique d’affirmation régionale prétendant se dispenser de la bénédiction de l’impérialisme états-unien. En un mot, il s’agit pour les États-Unis de contraindre l’Iran à faire allégeance. En ce sens, les objectifs de Washington et de Tel-Aviv ne coïncident pas toujours. Pour ses intérêts bien compris, Donald Trump a besoin d’un Moyen-Orient stabilisé et, tant que faire se peut, structuré par un système de partenariats qui lui soit favorable. On voit ainsi comment il soutient les nouvelles autorités politiques en Syrie, dirigées par Ahmed Al-Charaa, en les faisant « parrainer » par la Turquie et l’Arabie saoudite. La logique israélienne est radicalement différente puisque, a contrario, elle met en œuvre une politique de déstabilisation et de fragmentation régionales dans une logique d’affaiblissement des États.

Les lobbies pro-israéliens exercent une incontestable influence sur les orientations de Washington, mais ce ne sont ni eux ni Israël qui imposent leurs choix aux États-Unis. L’influence de Netanyahou sur Trump est réelle, mais les intérêts fondamentaux de l’impérialisme états-unien restent le facteur explicatif principal. Ainsi, la logique des Accords d’Abraham – amorcée par Donald Trump I, poursuivie par Joe Biden – vise avant tout à renforcer l’influence états-unienne dans la région en consolidant la normalisation politique et économique d’Israël avec les États arabes du Moyen-Orient. C’est pourquoi certaines des initiatives du gouvernement suprémaciste israélien peuvent apparaitre comme problématiques pour les intérêts états-uniens.

D’autant que, facteur supplémentaire de complexité, c’est l’enjeu de la rivalité avec la Chine qui se profile au-delà de la stricte question iranienne. Nous savons l’importance, certes relative, des exportations iraniennes d’hydrocarbures vers Pékin et surtout la place centrale de l’Iran dans l’acheminement de ces ressources énergétiques. L’éminent rôle du détroit d’Ormuz est désormais connu de tous. Aux yeux des dirigeants chinois, il est vital d’éviter l’effondrement de l’État iranien qui serait source de déstabilisation aggravée. On peut toutefois souligner que, dans le même mouvement, les dirigeants chinois comprennent parfaitement que la poursuite de la guerre contribue à affaiblir les États-Unis, ce qui ne les mécontente pas.

Finalement, deux tendances se conjuguent. La rivalité frontale entre Israël et l’Iran pour acquérir l’hégémonie régionale, d’une part – en tenant compte d’autres protagonistes, la Turquie et l’Arabie saoudite principalement –, la volonté de l’impérialisme états-unien de réduire par tous les moyens les ambitions iraniennes de s’affranchir des règles qu’il édicte, d’autre part. Les intérêts de Washington et de Tel-Aviv convergent mais ne coïncident pas totalement. Dans les deux cas si la République islamique est incontestablement le pays agressé, c’est aussi un pays engagé dans sa propre logique de puissance qui n’hésite pas pour ce faire ni à constituer un réseau d’obligés dans la région dans le but de conforter ses intérêts ni à brutalement réprimer les mouvements de contestation qui se développent en son sein et pourraient l’affaiblir encore plus.

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Die Ukraine zwischen Personalpolitik und Protesten

SWP - jeu, 30/07/2026 - 11:26

Die anhaltenden, wenn auch zurückgehenden, Straßenproteste in der Ukraine richten sich vor allem gegen die Entlassung von Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow. Gleichzeitig verweisen sie aber auf grundlegendere Entwicklungen: den Umgang mit politischen Personalentscheidungen und den Wandel der politischen Kultur während des Krieges. 

Im Zuge der jüngsten Regierungsumbildung wurde vor allem kritisiert, dass Fedorow gehen musste, während Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj zunächst im Amt blieb. Der Konflikt zwischen beiden war ein offenes Geheimnis, auch wenn dessen Ausmaß erst in den vergangenen Wochen öffentlich wurde. Selbst nachdem Präsident Selenskyj auch Syrskyj entließ und durch den in den Streitkräften und in der Bevölkerung populären Generalmajor Mychajlo Drapatyj ersetzte, hielten die Straßenproteste an, um Fedorows Rückkehr ins Verteidigungsministerium zu erreichen.

Sich vertiefende Muster in Politik und Gesellschaft

Über den konkreten Personalstreit hinaus verfestigen sich aber bestimmte Muster in Politik und Gesellschaft, die Probleme mit sich bringen könnten. Präsident Selenskyj hat sich daran gewöhnt, in den höchsten Ämtern häufige Personalwechsel vorzunehmen. Die Gründe dafür sind nur teilweise transparent. Dadurch entsteht zunehmend der Eindruck, das politische System werde immer stärker von engen politischen oder sogar persönlichen Erwägungen geprägt. Es scheint sich ein Muster zu etablieren: Personen, die einen hohen Popularitätsgrad erreichen, werden aus ihren Ämtern entfernt. Solche Wechsel leiten zudem eine Phase der Neuaufstellung ein, was interne Abläufe und die Zusammenarbeit mit anderen Behörden erschwert. In Kriegszeiten können solche Umstellungen besonders problematisch werden.

Diese intransparenten und öffentlich unzureichend begründeten Entscheidungen dienen vielen politisch engagierten Bürger:innen als Grund, auf die Straße zu gehen und zu protestieren. In den ersten Kriegsjahren überwog in der Bevölkerung hingegen große Zurückhaltung: Man wollte sich hinter die Führung des Landes stellen, um eine gemeinsame Front gegen den Feind zu bilden. Hinzu kommt, dass Proteste unter Kriegsrecht verboten sind, auch wenn sie bislang toleriert werden.

Seit Juli 2025 hat diese Zurückhaltung allerdings nachgelassen. Damals führten Straßenproteste gemeinsam mit den Stimmen externer Akteure zur Rücknahme eines Gesetzes, das zwei der maßgeblichen Antikorruptionsinstitutionen weitgehend entmachtet hätte. Auch im Fall Fedorow sahen viele Bürger:innen eine rote Linie überschritten. Nachdem sie mit der Entlassung von Syrskyj einen Teilerfolg erreicht hatten, fühlen sich manche ermutigt, weiter zu protestieren – auch für politische Ziele, die über die Rückkehr von Fedorow hinausgehen.

Zwischen demokratischer Kontrolle und politischer Stabilität

Eine aktive und einflussreiche Zivilgesellschaft gehört zu den Stärken der Ukraine und hat zu den bisherigen Kriegserfolgen beigetragen. Nach fast viereinhalb Jahren Krieg ist es auch mehr als verständlich, dass eine wachsende Rückkehr zu politischen Debatten zu beobachten ist. Diese kann allerdings auch eine höhere Instabilität bedeuten, weil gesellschaftliche und politische Meinungsunterschiede dann stärker sichtbar werden. Solche Spannungen werden unweigerlich von russischen Akteuren überspitzt und gegen Kyjiw eingesetzt. Der Zeitpunkt dafür wäre denkbar schlecht, da die Ukraine aktuell sowohl auf dem Schlachtfeld als auch in der Beziehung zu den USA eine positive Phase erlebt. 

In der Ukraine wird eine Debatte darüber geführt, wo die Grenze zwischen notwendigen Protesten und der Gefahr der Instabilität verläuft. Der Ausgang dieser Debatte wird die Entwicklung der Proteste beeinflussen. Auch wenn die Bürger:innen die Gefahren – etwa durch russische Desinformation – gut verstehen, ist das Bedürfnis nach politischer Teilhabe groß. Hilfreich könnte es sein, wenn der Präsident künftig wiederholen würde, was er im September 2025 gesagt hat: dass er nach dem Krieg nicht für das Präsidentenamt kandidieren wolle. Stünde er stärker über alltagspolitischen Erwägungen, könnte er sich eher an sachlichen Gründen orientieren. Das würde seinen Entscheidungen sowohl in der Bevölkerung als auch bei ausländischen Partnern mehr Gewicht verleihen.

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