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Deutsches Institut für Entwicklungspolitik / Briefing Paper

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Publikationen des German Institute of Development and Sustainability (IDOS)
Updated: 6 days 11 hours ago

The EU and the Glasgow Dialogue: advancing a balanced approach to loss and damage

Mon, 13/06/2022 - 14:15

The EU postulates global climate action leadership in the European Green Deal. This Policy Brief takes the findings of the latest IPCC report as a starting point to discuss the implications for the EU's role in the global governance of climate change with a particular focus on Loss and Damage policy and financing. It argues that the pertinent Glasgow Dialogue series provides the EU with an opportunity to demonstrate leadership by supporting the design of enhanced integrated approaches to climate risk governance and finance that better address Loss and Damage, and by putting adaptation and Loss and Damage on top of the COP27 agenda in Sharm El-Sheik, Egypt, in November 2022.

Die Nachfrage der Welt nach Wohlergehen mit weniger Ressourcen befriedigen

Mon, 13/06/2022 - 09:12

Bonn, 13. Juni 2022. Anfang dieses Monats trafen sich die Staats- und Regierungschefs der Welt in Stockholm, um den 50. Jahrestag der Konferenz der Vereinten Nationen über die menschliche Umwelt zu begehen. Die Konferenz betonte die Umweltdimension nachhaltiger Entwicklung und beschloss, die Welt auf den Weg zu einem gesunden Planeten und Wohlstand für alle zu bringen - trotz zahlreicher globaler Krisen und einer beispiellosen ökologischen Verschlechterung. Inger Andersen, Generalsekretärin der Stockholm+50-Konferenz und Exekutivdirektorin des UN-Umweltprogramms, forderte „einen neuen Kompass für das Wohlergehen“, um das Verständnis der Menschheit von Fortschritt und Wohlstand zu überdenken.

Dieses Postulat ist weniger utopisch, als es auf den ersten Blick scheint. Der jüngste Bericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC) hat überzeugende Beweise dafür vorgelegt, dass Wohlstand und Wohlergehen auch mit einem erheblich reduzierten Ressourcenverbrauch möglich sind. Nachfrageseitige Maßnahmen verdienen dabei besondere Aufmerksamkeit – auch in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Der IPCC ermittelt ein Treibhausgasminderungspotenzial von 40-70% für Maßnahmen auf der Endverbraucherseite (z. B. energieeffiziente Geräte, Gebäude) sowie zahlreiche Vorteile für verschiedene Ziele der nachhaltigen Entwicklung (SDGs). Beispiele hierfür sind eine längere Lebenserwartung und eine bessere Gesundheit aufgrund geringerer Luftverschmutzung, aktivere Mobilitätsentscheidungen und der Zugang zu sauberer Energie. Um diese Vorteile zu nutzen und sie mit dem Ziel des Wohlergehens für alle in Einklang zu bringen, ist eine systematischere Verknüpfung von Strategien und Programmen für nachhaltigen Konsum und nachhaltige Produktion (SCP) erforderlich.

Es ist eine politische Herausforderung, zu einem angemessenen Verständnis von Wohlbefinden zu gelangen, insbesondere in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Bislang bietet die Messung der mehrdimensionalen Armut die fortschrittlichste Orientierung. Ihre Anwendung auf die SCP bedeutet, dass wir feststellen müssen, welche Produkte und Dienstleistungen wir wirklich brauchen, um ein gesundes, menschenwürdiges Leben zu führen, ohne uns um die Grundbedürfnisse zu kümmern. Länder auf allen Entwicklungsebenen müssen dies mit Blick auf die Gerechtigkeit sowohl innerhalb der Gesellschaft als auch zwischen den Ländern herausfinden.

Nachhaltiger Konsum wird in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen bereits praktiziert, z.B. beim Energiesparen, bei der gemeinsamen Mobilität, bei dezentralen digitalen Märkten, bei Reparatur- und Recyclingdiensten oder bei innovativen Start-ups zur Wiederverwendung von Plastik. Diese Praktiken werden jedoch häufig in informellen und marginalisierten Umgebungen mit Armut, prekären Arbeitsbedingungen und Umweltgefahren umgesetzt. Die Herausforderung besteht darin, solche Praktiken auszuweiten und sie mit den wirtschaftlichen Bestrebungen und Präferenzen der Verbrauche*innen einer wachsenden, urbanisierten Mittelschicht in Einklang zu bringen. Dann kann ein positiver Kreislauf in Gang gesetzt werden, in dem sich SCP und Entwicklung gegenseitig verstärken, indem sie durch tragfähige Unternehmensinnovationen, menschenwürdige Arbeit und verbesserte Gesundheit wirtschaftliche Vorteile schaffen.

Förderliche Faktoren sind wohlbekannt!

Vier Faktoren, die einen solchen positiven Kreislauf begünstigen, sind bereits gut bekannt:

Erstens der strategische Aufbau von Infrastrukturen und lebenszyklusorientierten Produktdesigns, die nachhaltige Entscheidungen ermöglichen, z. B. bei Verkehrssystemen, Gebäuden und Nutzungen. Zweitens: Integrierte Ansätze, die auf lokale und regionale Märkte abzielen, um lokale Konsummuster (z. B. von Modelabels und Lebensmittelprogrammen) mit Produktionsprozessen und Wertschöpfungsketten zu verbinden. Drittens: Aufwertung bestehender nachhaltiger Praktiken und entsprechende Innovationen in der informellen Wirtschaft, z. B. Reparatur- und Wiederverwendungsinitiativen. Viertens: Förderung von Normen des Wohlbefindens gegenüber Normen der Konsummaximierung und der Bequemlichkeit. In vielen Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen sind solche Normen noch in der Entwicklung begriffen, und die Vorteile nachhaltiger Entscheidungen lassen sich angesichts der sichtbareren externen Umweltauswirkungen leicht nachweisen.

Politische Rahmenbedingungen müssen Wohlstandsnormen mit Konsum und Produktion in Einklang bringen

Einzelne Verbraucher*innen oder Unternehmen werden nicht in der Lage sein, diese Veränderungen systematisch allein zu erreichen. Es bedarf entsprechender politischer Maßnahmen, um die Rahmenbedingungen für Konsum und Produktion zu ändern und damit die Strukturen jenseits der individuellen Verantwortung für den Konsum von Waren und Dienstleistungen anzupassen.

Die Ergebnisse des Stockholmer+50-Gipfels bieten nun einen universellen Bezugspunkt. So wie der historische Vorgängergipfel von 1972 die Grundlage für das internationale Umweltrecht bildete, kann der Gipfel den Ton für eine normative Neuausrichtung auf das menschliche Wohlergehen und die Gesundheit des Planeten angeben. Dieser Rahmen muss auf allen Ebenen der Gesellschaft mit Leben gefüllt werden. Es sind differenzierte politische Ansätze erforderlich, um das Wohlergehen der verschiedenen Gesellschaftsschichten zu fördern.

Während arme ländliche Haushalte ihren Konsum möglicherweise noch steigern müssen, um beispielsweise die Unterernährung zu überwinden, braucht die wachsende städtische Mittelschicht Anleitung und Anreize, um sich auf nachhaltigen Konsum und kohlenstoffarme Alternativen umzustellen. Kontextspezifische Forschung zu den Rahmenbedingungen für SCP und praktische internationale Zusammenarbeit können gemeinsam sowohl die Kalibrierung als auch die Anwendung eines globalen Kompasses für das Wohlergehen unterstützen. Dies wird die Macht und das Potenzial von nachfrageorientierten Lösungen erschließen.

Green jobs in cities: challenges and opportunities in African and Asian intermediary cities

Fri, 10/06/2022 - 12:42

Cities account for approximately 70 per cent of global energy consumption and about 75 per cent of greenhouse gas emissions due to the density of economic activities and infrastructure and their often path-dependent development patterns. Cities adopting a green transformation process can minimise their environmental impact and maximise opportunities to improve and support the natural environment. Topics to address are energy efficiency and reduction of non-renewable energy sources to reduce their carbon footprint; actively support waste reduction and management; establish green and resilient infrastructure; encourage nature-based solutions; enhance the efficiency of new buildings; encourage low-carbon transport; and improve water cycle management. Also, these fields will lead to a greener urban economy, create more green jobs – or respectively change jobs towards becoming green – and deliver improved quality of life outcomes for residents.
The aim of this discussion paper is to address the challenges, opportunities and fields of actions – respectively interventions – of these economic, but also social transformations on the job market on the level of cities. The regional focus is on African and Asian cities in developing countries. A special focus is on intermediary cities with between 1 to 5 million inhabitants since they constitute the fastest-growing urban areas today and more importantly, they have both the capacity and expertise to guide an economic transformation while still being, at the same time, not too large to be managed effectively, as outlined above.
The fields of action for cities in a transformation towards a green economy, thereby creating green jobs, can be clustered into:
• land use planning
• green buildings and construction
• sustainable mobility and urban transport
• green and blue urban infrastructure services with nature-based solutions (NBSs) as a cross-cutting issue
• renewable energy and energy efficiency
The employment effects of a transformation towards a green economy play an important role. The opportunities for cities in Africa and Asia to create green jobs under their own local mandates of decision-making in urban planning and within their own service providers, and/or to support the “greening” of the private sector, will obviously create more green jobs, and respectively shift current jobs into green jobs.

China in the Pacific: economic interests and security cooperation in a contested region

Thu, 09/06/2022 - 08:50

Rivalry between an increasingly assertive China and the United States is mounting in Asia and the Pacific. On several occasions, China has seen its interests threatened by the United States in the region. The US president’s recent visit to Japan and the so-called Quad summit between the US, Australia, Japan and India, which took place during his stay have driven the attention and interests of Beijing’s officials to make a trip to the Pacific Islands in order to negotiate and sign a security agreement with countries of the region. China’s officials see Joe Biden’s recent trip to Asia, as an effort to counter Beijing’s economic, political and diplomatic influence as well as the recognition of China over Taiwan in the region. Wang Yi’s visit to the Pacific Islands in late May for a ten-day tour in eight countries was meant to contribute to securing China’s political, economic and diplomatic stance in the region.

Breaking down barriers: the identification of actions to promote gender equality in interdisciplinary marine research institutions

Tue, 07/06/2022 - 15:13

Gender diversity is important for achieving equality and ocean sustainability challenges. However, women are less likely to be in positions of leadership within academic interdisciplinary marine research institutions. We highlight the non-gendered and gendered challenges they experience as a leader that affect their role, mental wellbeing, success, and career progression. Accordingly, we present actionable strategies, systems, and processes that can be implemented by academic interdisciplinary marine research institutions and the scientific community to improve gender equality.

Misinformation across digital divides: theory and evidence from Northern Ghana

Thu, 02/06/2022 - 14:54

Social media misinformation is widely recognized as a significant and growing global problem. Yet, little is known about how misinformation spreads across broader media ecosystems, particularly in areas with varying internet access and connectivity. Drawing on research in northern Ghana, we seek to address this gap. We argue that ‘pavement media’—the everyday communication of current affairs through discussions in marketplaces, places of worship, bars, and the like and through a range of non-conversational and visual practices such as songs, sermons, and graffiti—is a key link in a broader media ecosystem. Vibrant pavement and traditional media allow for information from social media to quickly cross into offline spaces, creating a distinction not of the connected and disconnected but of first-hand and indirect social media users. This paper sets out how social, traditional, and pavement media form a complex and deeply gendered and socio-economically stratified media ecosystem and investigates its implications for how citizens differentially encounter, process, and respond to misinformation. Based on the findings, we argue that efforts intended to combat the spread of misinformation need to move beyond the Western-centred conception of what constitutes media and take different local modalities of media access and fact-checking into account.

Mit Diktatoren richtig umgehen

Wed, 01/06/2022 - 14:17

Autokratien sind weltweit auf dem Vormarsch. Um diesen Trend zu stoppen, müssen westliche Demokratien sowohl vor der eigenen Haustüre kehren als auch Demokratien in Entwicklungsländern fördern.

Dealing with dictators

Wed, 01/06/2022 - 14:09

The world is witnessing a trend towards autocratic rule. The Russian invasion of Ukraine has made it even more important to stop this trend. Western democracies must do their best – at home and in support of democracies in developing countries.

Investment facilitation for development: a toolkit for policymakers

Wed, 01/06/2022 - 10:26

Since the previous version of this publication (September 2020), WTO negotiations on Investment Facilitation for Development have made steady progress. The number of participating members has increased to over 110, and the consolidated draft negotiation text has been updated to reflect progress made regarding a number of provisions. A number of investment facilitation measures that were highlighted in the first edition of this publication seem to have been included in the current WTO Investment Facilitation for Development (IFD) Agreement draft text, or are under consideration by Members. Among the measures that indirectly contribute to development by increasing FDI inflows, the following seem to be included: maintain a list of support measures offered to inward investors, through online portals and notification to the WTO; enable the payment of fees and charges online; use new technology to facilitate investment, e.g., digital single window; grant permits or licences automatically if no government action is taken within statutory time limits: ‘silence is consent’; provide for risk-based approvals as part of authorisation procedures; track complaints through an investment grievance mechanism or ‘early warning system’ to identify and address issues early before they worsen; make it easy to secure work permits for skilled expatriates by making available e-visas or ‘green channels’; make publicly available lists of support measures for outward investors through online portals; and publish information on requirements and procedures for outward investment, if any, to assist interested parties. Furthermore, the ITC-DIE project called to facilitate not only more FDI, but also more sustainable FDI through the inclusion of facilitation measures aimed at directly increasing the development impact of FDI, to fully reflect the ‘for development’ purpose of the IFD Agreement. The first edition of this publication proposed the following direct investment facilitation measures that seem to have been included in the IFD Agreement draft text or are under consideration by negotiators: encourage foreign investors to incorporate internationally recognised principles, standards and guidelines of responsible business conduct; build and maintain a database of local enterprises to help investors identify potential subcontractors and local partners; and establish supplier-development programmes to increase the number and capacity of qualified local enterprises that can contract or partner with foreign affiliates. The project also emphasised the importance of providing technical assistance to developing countries and least developed country (LDC) Members to enhance their ability to facilitate FDI and, specifically, sustainable FDI. The current IFD Agreement draft text includes a section on the provision of technical assistance and capacity building for developing countries and LDC Members. In addition, the first edition of this publication included the recommendation to insulate the IFD Agreement from international investment agreements, and especially their dispute-settlement provisions, through appropriate treaty-interface clauses, to avoid the use of the IFD Agreement in investor-state dispute-settlement cases; the current IFD text contains an appropriate clause in this regard. This updated version synthesises what has been learned from numerous capacity-building workshops and consultations with stakeholders (governments, international organisations, investment promotion agencies (IPAs), the private sector, civil society, academia) conducted in the framework of the ITC-DIE project on Investment Facilitation for Development (parts of the project are co-organised with other organisations).

Dealing with the social repercussions of globalization

Tue, 31/05/2022 - 10:04

Globalisation has been linked to social disintegration and political backlash against trade. How does this happen? And if we can absorb globalisation shocks to society, what are relevant policies to do so? I propose a framework that links globalisation to social cohesion outcomes, identifying three channels through which cohesion is affected: workers, households, and firms.

Drei Eckpfeiler für die feministische Entwicklungspolitik Deutschlands

Mon, 02/05/2022 - 10:50

Nach der Ankündigung Deutschlands, eine feministische Außenpolitik zu verfolgen, hat die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Svenja Schulze die Absicht verkündet eine feministische Entwicklungspolitik (FEP) zu betreiben. Ihr Ziel ist die Förderung der „gleichberechtigten politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Teilhabe aller Menschen - unabhängig von Geschlecht, Geschlechtsidentität oder sexueller Orientierung“. Die Übersetzung dieser Ambition in eine transformative feministische Entwicklungspolitik sollte auf drei Säulen basieren: 1) ein umfassendes Verständnis von Gender und ein intersektionaler Ansatz, 2) ein klares politisches Ziel und 3) eine Aufstockung der finanziellen Mittel für geschlechtsspezifische Programme.

Erstens sollte die feministische Entwicklungspolitik ein umfassendes anstelle eines binären Verständnisses von Gender verankern. Während der Gender-Aktionsplan II 2016-2020 des BMZ fast ausschließlich Frauen und Mädchen adressiert, sollte die feministische Entwicklungspolitik die Vielzahl marginalisierter Gruppen anerkennen und Mädchen und Frauen, Jungen und Männer sowie nicht-binäre Menschen, die ungleichen Machtverhältnissen ausgesetzt sind, ins Zentrum rücken. Darüber hinaus sollte sie einen intersektionalen Ansatz verfolgen, der anerkennt, dass zusätzliche Faktoren wie Alter, Klasse, Kultur, Religion und sexuelle Orientierung die Ungleichheit verstärken können.

Zweitens sollte das BMZ klären, welchen feministischen Ansatz es verfolgt, und ein klares übergreifendes Ziel der feministischen Entwicklungspolitik festlegen. Es sollte erläutern, welches Problem mit feministischer Entwicklungspolitik gelöst werden soll. Feministische Ansätze teilen das Anliegen der Chancengleichheit für alle Menschen, unterscheiden sich aber in den Mitteln, mit denen Gleichheit erreicht werden soll und lassen sich in zwei Kategorien einteilen: den instrumentalistischen und den transformatorischen Ansatz. Während ersterer darauf abzielt, Menschen in die Lage zu versetzen innerhalb der bestehenden politischen und wirtschaftlichen Prozesse erfolgreich zu sein, erkennt letzterer die Machtverhältnisse an, die die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern aufrechterhalten, und zielt darauf ab, diese strukturellen Hindernisse zu beseitigen. Kanada zum Beispiel fördert die Gleichstellung der Geschlechter als Mittel zur Beseitigung der Armut, während Schweden die Gleichstellung der Geschlechter als Selbstzweck verfolgt. Bislang folgen Schulzes Ausführungen zur deutschen FEP dem schwedischen Modell, das die „drei R“ betont: die Förderung der vollen Verwirklichung der Rechte von Frauen und Mädchen, die Repräsentanz von Frauen in Entscheidungsprozessen auf allen Ebenen sowie die Bereitstellung von Ressourcen, um beides zu erreichen. Ob dies auch bedeutet, dass Deutschland einen transformativen Ansatz zur Gleichstellung der Geschlechter verfolgt, der eine Abkehr von derzeitiger Fokussierung auf Armutsbekämpfung hin zu einer Priorisierung der Geschlechtergerechtigkeit impliziert, ist unklar. So wies die Ministerin darauf hin, dass die Förderung die FEP den Abbau bestehender patriarchalischer Machtstrukturen erfordere, was einen transformativen Ansatz impliziert. Gleichzeitig argumentiert Schulze jedoch, dass die Gleichstellung der Geschlechter ein Schlüsselfaktor für die Überwindung von Hunger und Armut sei und sich die Teilnahme von Frauen an Friedensverhandlungen langfristig positiv auf deren Ausgang auswirke. Diese Fakten sind zwar empirisch belegt, die Aussagen der Ministerin lassen jedoch einen instrumentalistischen Ansatz vermuten, der Frauen als Sprungbrett zur Überwindung von Armut und Konflikten sieht.

Schließlich sollte Deutschland seine finanziellen Mittel für geschlechtsspezifische Programme erhöhen und Sektoren finanzieren, in denen die Gleichstellung der Geschlechter weniger etabliert ist. Im Jahr 2019 gab Deutschland 46 % seiner gesamten bilateralen Entwicklungshilfe (ODA) für Entwicklungsaktivitäten aus, die in irgendeiner Weise auf die Gleichstellung der Geschlechter ausgerichtet waren. Dies liegt weit hinter den Zuweisungen Kanadas (96 %) oder Schwedens (85 %). Darüber hinaus waren nur 4,7 % der gesamten bilateralen ODA Deutschlands für Initiativen bestimmt, die die Gleichstellung der Geschlechter als Hauptziel hatten. Deutschlands Bekenntnis zu einer feministischen Entwicklungspolitik sollte daher eine Programmplanung verfolgen, die einen stärkeren Schwerpunkt auf die Geschlechtergerechtigkeit legt, höhere Finanzierungszusagen für Aktivitäten vorsieht, die die Gleichstellung der Geschlechter als Hauptziel haben, und einen Zeitplan für spezifische Ergebnisse vorlegt.

Schulzes Ankündigung eine feministische Entwicklungspolitik zu betreiben, ist der richtige Schritt in Richtung Gleichstellung. Diese drei Säulen sind notwendig, um ein kohärentes Konzept mit Zielen und Ressourcen zu deren Erreichung zu entwickeln. Entscheidend ist, dass auch die deutsche feministische Außenpolitik diese Empfehlungen beherzigt, weil ein koordinierter Ansatz für eine effektive Förderung feministischer Ziele unerlässlich ist.

Why we should talk about megatrends in Africa

Thu, 28/04/2022 - 11:53

Megatrends have become ubiquitous phenomena in public policy debates. A thorough understanding of what this concept entails is often missing. We address this gap by unpacking the notion “megatrend” and tracing the significance it has for understanding the transformation of African societies.

Europe’s global gateway: a new geostrategic framework for development policy?

Thu, 28/04/2022 - 11:31

The proposal by the European Union (EU) to build a “Global Gateway” to the world is potentially an important juncture in EU foreign relations. Since its official launch in December 2021, most attention has been put on the initiative’s geo­strategic implications and whether the EU can compete with China. Less attention has been paid to the Global Gateway’s implications for EU development policy in terms of strategic objectives, decision-making, thematic focus and financing. Two aspects are important in this regard. The first is whether the Global Gateway is a serious proposal that can deliver on its headline promises to massively increase European infrastructure financing in developing countries, provide partners with an alternative economic and political model to that being offered by China, and make a meaningful contribution to their efforts to realise the 2030 Agenda. The EU’s announcement that the Global Gateway will generate up to EUR 300 billion in investment by 2027 grabbed headlines, many of them sceptical. There is, however, no reason to doubt that the initiative will be adequately financed. Although the planning for the EU’s international aid budget for 2021-2027 has mostly been completed, a significant proportion remains flexible and could be spent on Global Gateway projects. As for the EU’s implementing capacity, the Gateway’s financial toolbox draws on the EU’s recent experiences with the Juncker Investment Plan and the External Investment Plan, which have both been utilised by development banks and private investors. The second aspect is whether the Global Gateway heralds a change in the EU’s motivations, objectives and modalities for cooperation with developing countries and regions. On the surface, the Global Gateway does not seem to change much. There are many thematic overlaps with existing strategic frameworks for engaging with Africa and the EU’s Neighbourhood. There is even a sense that the Global Gateway turns back the clock to the days when the EU focussed aid spending on infrastructure and emphasised its “political neutrality”. The geopolitical context in which the EU finds itself is, however, being transformed by pandemic, wars and multipolarity. The impacts of epochal events such as the Covid-19 pandemic and Russia’s invasion of Ukraine are still playing out. The Global Gateway signals a major adjustment in the EU’s response to these transformations, particularly regarding its engagement with the “Global South”. This will create a new paradigm for EU development policy, defined by strategic interests. It is likely that the new geostrategic framework will weaken the EU’s commitment to, and observance of, core develop­ment policy principles, especially the focus on poverty, partner country ownership, open governance and the “do no harm” principle. The Global Gateway’s use of aid to cata­lyse commercial investment risks further instrumentalising EU development policy. Specific measures are therefore needed to safeguard and promote the principles that the EU and its member states have committed themselves to.

COVID-19 safety measures and socioeconomic status in urban Zimbabwe

Thu, 28/04/2022 - 11:23

As a medical condition, the coronavirus, which causes COVID-19, infects everyone regardless of social status. However, the capacity to adhere to the recommended safety measures follows the contours of existing socioeconomic dynamics in which social inequality is a major determinant. This chapter addresses the socioeconomic dimension of COVID-19, paying particular attention to how people’s circumstances influence their capacity or lack thereof to practice the recommended safety measures in urban Zimbabwe. The chapter specifically discusses limited mobility, social distancing, self-isolation, handwashing/sanitizing, and wearing of masks as precautions against coronavirus infection and the practicability of these measures based on varied socioeconomic circumstances among residents in urban Zimbabwe. The chapter draws attention to the structuring of urban space in Zimbabwe and its intertwinement with socioeconomic factors in ways that render people living in economic precarity less capable of observing the recommended safety measures.

Cultural sensitivity and ethnographic research with migrants

Wed, 27/04/2022 - 15:38

Culture’s mediation of the research interface has not received much attention; yet it is integral to ethnographic research. Culture shapes worldviews; yet in many instances of research with mobile populations, the tendency is to treat mobility as stripping people of their cultural backgrounds, leading to a corresponding imposition on them of a homogenizing, legalistic identity, conveyed through terms such as ‘refugees’ or ‘migrants’. This tendency is particularly salient in research with African migrants, whose study is normatively subsumed under historical epistemological discourses that exoticize and pathologize Africa. Cultural values play an important role, not only for the researchers in their choices and paradigmatic construction of reality, knowledge, and truth, but also for the research participants who perceive their choices, mobility, and circumstances through a cultural prism. Ethnographers of the reflexive persuasion are increasingly opening the window wider into how they position themselves or are positioned by research participants in the field. However, research with migrants, who epitomize culture in motion, calls for even more articulation of the nuances of both inter‐and intra‐cultural research interfaces. This chapter discusses the relevance of cultural sensitivity in ethnographic research with migrants, paying particular attention to its practical and epistemological implications. It argues that culture‐sensitive ethnographic research provides the researcher with a channel to restore migrants’ subjectivity at a time when disaffection with the researcher’s gaze is growing and potentially raising ethical questions. Migrants had other identities before they moved, and these identities constitute a core component of their subjectivities. Failure to acknowledge these identities and cultures feeds into the customary homogenization of diverse populations, whose commonalities may not involve much beyond the act of moving. It is only through the integration of cultural sensitivity into research that ethnographers can better interpret narratives in both inter‐and intra‐cultural research encounters.

Transboundary cooperation and global governance for inclusive sustainable development

Tue, 26/04/2022 - 11:45

This book gathers researchers and policymakers from all continents who have accompanied Dirk Messner's professional life in science and policy advice. Their articles and essays cover topics related to global governance, transformative science, the environment, sustainability, climate policy and cooperation for the global common good.

Mutige Schritte gegen die heranziehende Ernährungskrise sind gefragt

Mon, 25/04/2022 - 13:33

So hatte sich das Landwirtschaftsminister Cem Özdemir wohl nicht vorgestellt, als er im Dezember 2021 forderte, die Lebensmittelpreise in Deutschland müssten steigen. Die Idee dahinter war, über höhere Preise die durch neue Umweltauflagen entstehenden Kosten zu kompensieren.

Nun steigen die Nahrungsmittelpreise auch ohne Auflagen rapide an. Dies geschah zunächst aufgrund der globalen COVID-19-Krise und der damit verbundenen Störungen der Agrarlieferketten. Eine weitere Verteuerung verursachte die rasche Erholung der Weltwirtschaft und der Anstieg der Nachfrage nach Agrarprodukten, die auf geschwächte Lieferketten traf und viele Preise auf den höchsten Stand seit der letzten Agrarpreiskrise 2011/13 schnellen ließ. Jetzt kommt der Krieg in der Ukraine hinzu. Denn die Ukraine, Russland und Belarus spielen auf den globalen Agrarmärkten eine bedeutende Rolle. Unmittelbar geht es um Weizen, Sonnenblumen, Düngemittel, Gas und Energie. Mittelfristig werden alle Agrarmärkte betroffen sein. Es droht eine sinkende Kaufkraft, und insbesondere im Globalen Süden drohen Nahrungsmittelengpässe, Fehlernährung, Hunger und sogenannte „Brotaufstände“. Solche Unruhen entstehen dort, wo Abhängigkeiten von Nahrungsmittelimporten besonders hoch sind und auf bereits anfällige politische Situationen treffen. Dieses Mal sind z.B. der Libanon und Ägypten besonders gefährdet. Aber auch viele andere Länder und die Bevölkerungsschichten mit niedrigem Einkommen spüren überall die hohen Nahrungspreise schon jetzt schmerzlich. Aus diesen Umständen können sich auch neue zwischenstaatliche Konflikte entwickeln.

Die neue Agrarpreiskrise ist komplex. Wie können ihre negativen Auswirkungen durch kurz- und langfristige Maßnahmen abgefedert werden? Zunächst sollte, wo möglich, verhindert werden, dass Nahrungs- und Produktionsmittelexporte behindert werden. Ein Ende des Krieges wäre natürlich von überragender Wichtigkeit, schon für die Versorgung im Land, aber er würde die Probleme nicht beenden. Für die Ukraine müssen wahrscheinlich Alternativen zum Export über den Seeweg ausgebaut werden. Sanktionsmaßnahmen gegen Russland und Belarus, wie der Ausschluss von Banken vom SWIFT-System, sollten diese Produkte ausnehmen oder es sollten für sie alternative Zahlungswege gefunden werden. Wenn Deutschland Gasimporte aus Angst vor den massiven wirtschaftlichen Folgen nicht boykottiert, gilt eine solche Abwägung erst recht für drohende Nahrungsmittel-Engpässe. Hier müssen doppelte Standards verhindert werden.  

Weitere Maßnahmen sind eine massive Erhöhung von Nahrungsmittelhilfen in den ärmsten Ländern wie Jemen oder Somalia, und (höhere) Geldtransfers an arme Haushalte in Entwicklungs-, aber auch in reichen Ländern wie Deutschland. Die Preise für Grundnahrungsmittel können über reduzierte Importzölle, Senkung von Verbrauchssteuern oder durch Subventionen gesenkt werden. Für arme Länder kann die Finanzierung von Nahrungsimporten unterstützt werden. Wo möglich sollte die Spekulation mit Nahrungsmitteln und das Horten von Agrarprodukten begrenzt werden. Qualitativ geeignete Agrarprodukte könnten von der Tierhaltung und Bioenergieproduktion hin zu menschlichem Konsum umgelenkt werden, z.B. über temporäre Steuern. Für Bioenergie ist in manchen Gesetzgebungen die Reduktion von Beimischungsquoten zum Sprit in Notfällen vorgesehen. Allerdings sind solche Umlenkungen kurzfristig nur für wenige Produkte wie Weizen und für hohe Produktqualitäten möglich, mittelfristig geht das über eine Änderung der angebauten Arten, Sorten und Anbautechniken besser. Um die nächste Ernte sicherzustellen, müssen die Versorgung mit Betriebsmitteln wie Mineraldünger, der Zugang zu Krediten und evtl. zu (Ver)sicherungen oder Garantien gegen starke spätere Preiseinbrüche sichergestellt und damit Risiken für Landwirt*innen reduziert werden.

Längerfristig sollten strategische Konsequenzen aus diesen und weiteren Krisen wie Dürren, die vom Klimawandel noch verschärft werden, gezogen werden. Die Landwirtschaft und die Nahrungssysteme müssen widerstandsfähiger werden; gleichzeitig dürfen die Bemühungen um mehr Nachhaltigkeit nicht nachlassen. Anbaumaßnahmen, die heute dem Begriff Agrarökologie zugeordnet werden, wie Stickstoff-Düngung über den Anbau von Leguminosen wie Klee, Acker- oder Sojabohnen, Agroforstsysteme oder Humusaufbau, verbessern und stabilisieren die Agrarproduktion. In Regionen mit geringer Anbauintensität und Raubbau am Boden wie in Subsahara-Afrika muss die Produktion gesteigert werden, auch mit externen Betriebsmitteln, Bewässerung und anderen technischen Lösungen.

Die Nahrungssysteme müssen auch jenseits des Anbaus bei Lagerhaltung, Verarbeitung und Konsum bis zur Wiederverwendung optimiert werden. Für mehr Resilienz sollten Anbausysteme und Handelsströme diversifiziert, Lagerhaltung und soziale Sicherung ausgebaut werden. Der Rückzug auf rein lokale Versorgungssysteme, wie er derzeit viel diskutiert wird, ist allerdings kaum der richtige Weg – lokale Ernteschwankungen können schnell zu lokalen Nahrungskrisen führen. Auch der Erhalt eines gewissen Maßes an Tierfutter- und Bioenergie-Produktion ist als Nahrungsmittel-Puffer durchaus sinnvoll.

Für die globale Ernährungssicherung gilt also ein komplexes Zielsystem mit großen Unsicherheiten, vielen Verteilungs- und Gerechtigkeitsproblemen und nicht marktfähigen ökologischen Dienstleistungen. Klare und starke staatliche und zwischenstaatliche Regeln sind ebenso nötig wie staatliche Unterstützung. Dafür braucht die Governance des globalen Nahrungssystems ein System-Update!

The phases model of the transformation to sustainability (T2S): structuring through the negotiation perspective

Fri, 22/04/2022 - 09:28

The complexity of linking sustainability with transformation necessitates a critical re-evaluation of the ways the actors, processes, issues, structures, and outcomes related to the transformation to sustainability (T2S) can be understood. At the same time, achieving T2S is highly dependent on policies based on technical solutions that can prompt needed behavioural change, whereas these technical solutions are not always compatible with both planetary and societal boundaries. Therefore, achieving T2S also calls for evaluating the normative foundations of policies and actions. This paper contends that T2S is significantly defined by the multiplicity of negotiation processes. This justifies a deeper look at T2S from the perspective of negotiation studies. T2S is composed of different phases, each of which has a different set of actors, resources, and audiences. This paper introduces a theoretical model as an analytical meta-framework to structure how T2S unfolds in an orchestrated manner. This model builds on negotiation theories to focus on the actors’ perspectives on T2S. It proposes the division of the transformation process into phases—entry point, learning, sequencing, disrupting, and fortifying. Each of these phases is analysed to determine the “quality” of cooperation that can help fulfil the tasks required to master the so-called “cognitive games” of T2S (ripeness game, power game, bargaining game, policy game, scaling game). Moreover, insights are presented to explain how the designated milestones can be achieved to indicate the advancement to the next phase and eventually entrench the transformation process. The findings resulting from the analysis of the phases of T2S present potential lessons and opportunities for both theorists and practitioners/policymakers

Developing country views on Russia’s invasion

Thu, 21/04/2022 - 11:23

On the day of the Russian invasion of Ukraine, 24 February, the South African government had a clear message: Russia should immediately withdraw its armed forces from Ukraine in accordance with the UN Charter. Ten days later, however, in the vote in the UN General Assembly on 2 March, South Africa could not bring itself to agree to a resolution condemning Moscow’s aggression. Even more striking was the statement that Pretoria published for explanation: “all sides” were asked to abide by international law and the principles of the UN Charter.

Urbanisation and rural development in developing countries: a review of pathways and impacts

Thu, 21/04/2022 - 10:45

This paper reviews the current state of literature on the impacts of urbanisation on rural development in developing countries, with an emphasis on Sub-Saharan Africa (SSA). Assessments of these effects diverge greatly. While some authors see urbanisation as strongly benefitting rural areas, for instance, through increased demand for agricultural goods and services, others highlight negative effects, for example, through the loss of livelihoods emanating from displacements and the conversion of agricultural land. Given this complexity, a review that thoroughly analyses the causal relationships between urbanisation and rural development is warranted. To do this, this Discussion Paper identifies seven channels through which urbanisation affects rural development: i) production and consumption linkages; ii) employment linkages; iii) financial linkages; iv) land market linkages; v) information and public service linkages; vi) social interactions linkages; and vii) environmental externalities. As to the first channel, production and consumption linkages, the review suggests that urbanisation has increased demand for agricultural products and services; natural resources; commercialisation and modernisation of agricultural technologies; and smallholders’ participation in modern agricultural value chains. The employment channel suggests that rapid urbanisation is enabling the diversification of rural livelihoods by bringing new eco­nomic opportunities to rural areas, but the effects have not been uniform across countries and communities. With regard to financial linkages, flows from cities have increased in many developing countries, benefitting rural areas; yet some studies point to no or to negative effects due to reduced agricultural productivity from the loss of labour and technology, and the crowding out of investment. Land market effects are particularly heterogeneous. While urbanisation tends to drive land value up and encourages investments, there are also negative developments in terms of crowding out and speculation. As to information and public service linkages, the review suggests that urbanisation has fostered information and knowledge flows from urban areas to rural areas which have improved income, innovation, and employment. Social interactions among urban and rural citizens more generally may bridge cultural gaps, improve the flow of information, knowledge, and resources pertinent for rural economic transformation, and thereby enhance social cohesion; yet little empirical evidence exists so far in terms of effects and causalities. Finally, urbanisation affects rural development through the environmental externalities it generates: waste disposal, environ­mental degradation, and loss of biodiversity. If appropriate technologies are put in place, urbanisation can also improve waste management and soil fertility, thus reducing the cost of agricultural production. To this end, the review has identified research gaps that have important policy implications. First, although effective rural-urban planning, monitoring and evaluation of rural-urban devel­opment policies require better data, there is lack of data collection systems or their quality is poor. In this respect, investing in emerging data sources such as satellites data can help countries improve their data collection systems and measures. Second, research is needed to revise and re­formulate better theoretical frameworks that take into account the uniqueness of African urban cities. Third, empirical evidence which documents to what extent and how rural-urban linkages provide an important arena for improving social interactions among neighbours, societies, and communities is needed. Finally, as many African countries continue to experience rapid urbani­sation (mostly urban sprawl), a thorough study of the impacts of urban externalities on agri­cultural productivity, food security, biodiversity, and the health of rural communities is necessary.

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