Bonn, 16. März 2026. Ein besseres Wassermanagement für und mit Frauen verbessert Gesundheit, Bildung und Wirtschaft für alle. Die Chancen liegen auf der Hand.
Wer in München, Mailand oder Marrakesch einen Wasserhahn aufdreht, bekommt fließendes Wasser – sauber und sofort verfügbar für alle. Doch bei der Wasserversorgung geht es nicht nur um technische Fragen von Rohren und Rechnungen. Wasser ist auch politische und wirtschaftliche Macht – und diese Macht ist ungleich verteilt. Es geht darum, wer entscheidet, wer profitiert und wer leer ausgeht.
Frauen sind von Wasserproblemen durch Dürren, Überschwemmungen oder fehlende Wasseraufbereitung besonders stark betroffen. Die Ursachen dafür sind die ungleiche Aufgabenverteilung zwischen den Geschlechtern ebenso wie Infrastruktur, die nicht dem Bedarf der Frauen gerecht wird. Vor diesem Hintergrund stellt der UN-Weltwassertag 2026 das Thema Wasser und Geschlecht in den Mittelpunkt, unter dem Motto „Wo Wasser fließt, wächst Gleichberechtigung“. Das Bewusstsein für diesen Zusammenhang nimmt zu: 76 % der nationalen Politiken rund um Wasser, Sanitäranlagen und Hygiene umfassen Maßnahmen für Frauen und Mädchen. Doch es mangelt an der Umsetzung: Nicht einmal jedes zweite Land misst und meldet Fortschritte, und nur 27 % der Staaten leiten entsprechende Mittel direkt an Frauen und Mädchen weiter. Vielerorts hängt der Zugang zu Wasser für Sanitärversorgung, Hygiene und Landwirtschaft noch immer vom Geschlecht ab – dabei würde eine gerechte Verteilung wichtige Entwicklungschancen für alle erschließen. Dazu braucht es ein Bewusstsein für Machtstrukturen – und den Willen, sie zu verändern.
Gleichberechtigung kann nicht bestehen, solange es in sieben von zehn Haushalten ohne Wasseranschluss hauptsächlich Frauen und Mädchen sind, die Wasser holen. Dafür zahlen sie einen hohen Preis: versäumter Schulunterricht, körperliche Belastung und tägliche Belästigung oder sogar sexuelle Erpressung. Auch Entwicklung lässt sich nicht realisieren, wenn weltweit 156 Millionen Mädchen im Alter von 10 bis 19 Jahren noch immer keinen Zugang zu grundlegender Hygiene haben, was ihre Gesundheit, Würde und Bildung beeinträchtigt.
Wassergerechtigkeit ermöglichen
Echter Fortschritt erfordert drei Dinge: die Anerkennung der Rolle und Bedürfnisse von Frauen in Wasserwirtschaft und Landwirtschaft, Investitionen in geschlechtersensible Infrastruktur sowie wirksame Entscheidungsmacht für Frauen im Wassermanagement.
In weiten Teilen der Welt ist das Wassermanagement aus der Not heraus weiblicher geworden – mit spürbaren Folgen. Während Männer in die Städte abwandern, übernehmen Frauen zunehmend Bewässerungsaufgaben, halten dörfliche Wasserstellen instand und sichern auch in Dürre- und Hochwasserperioden den Gemeindezusammenhalt. Mit mehr Unterstützung könnten sie diese Situation als Chance nutzen, statt lediglich die Last dieser Entwicklungen zu tragen. So schafft der Zugang zu Bewässerungsanlagen und Agrarland für Frauen zusätzliche Einkommen, verbessert die Ernährungssicherheit und ermöglicht die Gründung weiblicher Genossenschaften. In Marokko und anderen Ländern fördern solche Agrargenossenschaften kollektives Handeln – von wirtschaftlicher Zusammenarbeit über Vernetzung, Wissensaustausch bis hin zu Bildungsangeboten und Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt.
Eine weitere Voraussetzung für Wassergerechtigkeit ist geschlechtersensible (Wasser-)Infrastruktur: Sanitäreinrichtungen in Schulen, ein sicherer häuslicher Wasserzugang und angemessene Arbeitsbedingungen an Baustellen und Betriebsstätten der Wasserinfrastruktur. Gendersensible Wasserinfrastruktur verbessert die Bildung, Gesundheit, Beschäftigung und Sicherheit. So erhöhen sichere Sanitäranlagen in Schulen die Anwesenheitsquote von Mädchen. Im westlichen Rajasthan ersparen Tankwagenlieferungen Frauen kilometerlange Wege zum Wasserholen. In Bangladesch und anderen Ländern haben häusliche Leitungsanschlüsse und wohnortnahe Brunnen dazu beigetragen, dass Frauen beim Wasserholen seltener belästigt werden. Und sichere Arbeitsbedingungen haben die Einbindung von Ingenieurinnen und Arbeiterinnen gefördert, wie Erfahrungen aus Dammbauprojekten in Marokko belegen.
Mehr weibliche Führungskräfte, bessere Wasserversorgung
Schließlich stellt sich die Frage, wer Entscheidungen trifft. Frauen sind von der Wasserbewirtschaftung noch immer weitgehend ausgeschlossen und haben kaum Mitsprache bei der Kontrolle und Verwaltung dieser Ressource und der Infrastruktur, oder bei Entscheidungen über den Wasserzugang. 2023 verfügten 15 % aller Länder nicht über Mechanismen, die die Beteiligung von Frauen am Wassermanagement sicherstellen, und Frauen hatten nur 26 % der Führungspositionen in untersuchten Wasserorganisationen inne. Dabei verbessert die Partizipation von Frauen die Leistung von Wassersystemen in betrieblicher Hinsicht (Instandhaltung, Bewässerungseffizienz, Wasserreinheit) und wirkt sich positiv auf Gesundheit, Ernährung, Bildung, wirtschaftliche Chancen und Umweltbewusstsein aus. In Frauen, die an der Wasserversorgung beteiligt sind, zu investieren, ist daher keine soziale Gefälligkeit – es ist schlicht wirksame Entwicklungspolitik.
Gerechte Wasserversorgung ermöglicht Entwicklung für alle – denn es geht nicht nur um Rohre und Rechnungen, sondern darum, wer entscheidet, wer profitiert und wer leer ausgeht.
Dies ist eine Kolumne des Bonn Water Network, dem die Autorinnen angehören:
Dr. Annabelle Houdret ist Politikwissenschaftlerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsabteilung "Umwelt-Governance“ des German Institute of Development and Sustainability (IDOS) in Bonn.
Prof. Dr. Anindita Sarkar ist Professorin am Department of Geography des Miranda House, University of Delhi, und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsabteilung „Ökologie und Management natürlicher Ressourcen“ am Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn.
Das Bundesentwicklungsministerium muss sich wandeln – es hat in dieser Legislaturperiode vielleicht zum letzten Mal die Chance, seine Arbeit als zukunftsfähiges und eigenständiges Politikfeld zu erhalten.
Das Bundesentwicklungsministerium muss sich wandeln – es hat in dieser Legislaturperiode vielleicht zum letzten Mal die Chance, seine Arbeit als zukunftsfähiges und eigenständiges Politikfeld zu erhalten.
Das Bundesentwicklungsministerium muss sich wandeln – es hat in dieser Legislaturperiode vielleicht zum letzten Mal die Chance, seine Arbeit als zukunftsfähiges und eigenständiges Politikfeld zu erhalten.
Dans un monde marqué par le retour des rivalités entre puissances, la multiplication des conflits et l’intensification des interdépendances économiques, l’économie s’impose désormais comme un instrument de puissance mais aussi de dépendance dans les rapports de force internationaux.
Comment l’économie est-elle devenue un outil central pour analyser les enjeux géopolitiques contemporains ? De quelle manière les conflits et les tensions internationales influencent-ils les dynamiques économiques mondiales ? Quel rôle jouent les acteurs économiques non étatiques sur la scène internationale ? Et en quoi le changement climatique constitue-t-il un défi économique susceptible de transformer les équilibres internationaux ?
À l’occasion de la réédition de son livre « Géopolitique de l’économie » (Eyrolles, février 2026), Sylvie Matelly, directrice de l’Institut Jacques Delors, répond à nos questions :
L’article Géopolitique de l’économie est apparu en premier sur IRIS.
Les guerres ne détruisent plus seulement des territoires ou des infrastructures. Elles perturbent désormais les systèmes écologiques dont dépend la stabilité des sociétés. La guerre en Iran illustre cette évolution. Les frappes visant des installations pétrolières, les incendies industriels et les atteintes aux infrastructures énergétiques ont provoqué d’importantes pollutions atmosphériques et hydriques, exposant les populations à des risques sanitaires immédiats et à long terme.
Dans un monde déjà soumis à de fortes pressions environnementales, ces destructions écologiques liées aux conflits peuvent fragiliser durablement les écosystèmes, les ressources naturelles et les conditions de vie des populations civiles.
Des incendies industriels aux effets atmosphériques majeursLes frappes qui ont touché plusieurs dépôts pétroliers situés à proximité de Téhéran ont généré d’importants panaches de fumée noire au-dessus d’une agglomération de près de dix millions d’habitants.
Les impacts atmosphériques de ce type d’événement peuvent aujourd’hui être observés et documentés par satellite. Les instruments embarqués sur le satellite Sentinel-5P du programme européen Copernicus permettent notamment de mesurer plusieurs polluants atmosphériques, tels que le dioxyde d’azote, le dioxyde de soufre ou le monoxyde de carbone, et de cartographier les panaches générés par des incendies industriels ou des infrastructures énergétiques endommagées. Les conflits contemporains deviennent ainsi de plus en plus observables dans leurs dimensions environnementales depuis l’espace, contribuant à objectiver les dommages écologiques associés aux opérations militaires.
Ces panaches contiennent notamment du benzène, du formaldéhyde, des hydrocarbures aromatiques polycycliques et autres particules fines. Ces dernières peuvent pénétrer profondément dans les voies respiratoires et aggraver des pathologies préexistantes, notamment respiratoires et cardiovasculaires[1]. Lorsque l’exposition se prolonge, ces atteintes s’inscrivent dans la durée et peuvent s’accompagner d’une augmentation du risque de cancers, ainsi que de certains troubles neurologiques.
Dans un contexte où la qualité de l’air constitue déjà l’un des principaux problèmes environnementaux en Iran[2], ces incendies industriels viennent ainsi renforcer l’exposition de millions d’habitants à des niveaux élevés de pollution atmosphérique.
Pollution des sols et débris toxiques : l’héritage invisible des conflitsAu-delà des incendies ou autres destructions spectaculaires, les explosions de munitions et les débris militaires peuvent également contaminer durablement les sols. Des analyses menées dans plusieurs zones de conflit ont mis en évidence la présence de métaux lourds[3] tels que le plomb, le cadmium, le nickel ou le chrome dans les zones bombardées. Ces contaminants peuvent être persistants dans les sols et pénétrer progressivement les chaînes alimentaires.
Les destructions urbaines constituent une source majeure de contamination, à travers les débris pouvant contenir amiante, produits chimiques industriels et/ou des restes de munitions non explosées. La gestion de ces matériaux représente souvent l’un des principaux défis environnementaux de l’après-guerre.
Les conflits récents illustrent l’ampleur de ces phénomènes. En Ukraine, les bombardements d’infrastructures industrielles et de zones urbaines ont entraîné la dispersion de nombreux polluants dans l’environnement. Dans la bande de Gaza, les destructions massives d’immeubles et d’infrastructures ont généré des millions de tonnes de décombres, qui vont fortement compliquer les opérations de dépollution et de reconstruction.
Ces formes de contamination, souvent moins visibles que les destructions immédiates, peuvent prolonger les impacts environnementaux et sanitaires d’un conflit pendant des décennies, bien après la fin des combats.
Une crise hydrique aggravée par le conflitLes risques environnementaux liés à la guerre en Iran concernent également les ressources hydriques.
Les explosions et les incendies ont provoqué des écoulements d’hydrocarbures dans les systèmes de drainage urbains et dans certains cours d’eau, pouvant contaminer les sols et les nappes phréatiques. Une pollution susceptible d’altérer durablement la qualité de l’eau.
Cette dégradation intervient dans un pays déjà confronté à une crise de l’eau particulièrement sévère. L’Iran connaît depuis plusieurs années une combinaison de sécheresses plus fréquentes, de surexploitation agricole et de politiques hydrauliques contestées. La surexploitation des nappes phréatiques[4] constitue une autre vulnérabilité majeure.
Dans ce contexte de stress hydrique extrême, les infrastructures liées à l’eau deviennent des éléments particulièrement sensibles. Des accusations d’attaques contre une usine de dessalement sur l’île de Qeshm ont également émergé au cours du conflit, révélant la vulnérabilité croissante des infrastructures hydriques dans les guerres contemporaines.
Dans un contexte de stress hydrique extrême, ces atteintes aux infrastructures de l’eau illustrent la manière dont les conflits peuvent transformer des vulnérabilités environnementales préexistantes en facteurs de déstabilisation sanitaire et sociale.
Des infrastructures environnementales devenues cibles stratégiquesLe conflit iranien révèle une transformation progressive de la nature des affrontements contemporains. Les infrastructures environnementales deviennent des cibles stratégiques.
Les installations énergétiques, les systèmes hydriques, les réseaux d’assainissement ou les routes maritimes constituent aujourd’hui des points névralgiques dont la destruction peut provoquer des perturbations systémiques dans les sociétés.
Les incidents impliquant plusieurs pétroliers dans le Golfe et la mer d’Oman illustrent cette vulnérabilité. Chaque attaque fait planer le risque de marées noires dans une région qui concentre des routes énergétiques majeures et des écosystèmes marins sensibles.
Dans des sociétés fortement dépendantes d’infrastructures complexes pour l’accès à l’eau, à l’énergie ou à l’alimentation, ces installations deviennent des leviers stratégiques majeurs. Leur destruction ne vise pas seulement à affaiblir les capacités militaires de l’adversaire, mais aussi à exercer une pression sur les conditions de vie des populations et sur la stabilité des États.
Le ciblage d’infrastructures environnementales s’inscrit ainsi de plus en plus dans les logiques contemporaines de coercitions et de dissuasions indirectes. En menaçant l’accès à des ressources essentielles comme l’eau ou l’énergie, les belligérants peuvent chercher à fragiliser durablement les équilibres économiques, sanitaires et sociaux de leur adversaire.
Cependant, les atteintes aux écosystèmes dans les zones de conflit ne produisent pas uniquement des effets locaux. Dans un monde déjà confronté aux limites planétaires, ces destructions peuvent fragiliser des systèmes écologiques dont dépend la stabilité globale, transformant certains conflits en perturbations environnementales susceptibles de dépasser largement les zones de combat.
Conflits récents : une tendance mondialeLes guerres ne se déroulent plus dans des espaces isolés, loin des infrastructures et des populations. Les affrontements se déroulent désormais au cœur de territoires densément urbanisés et industrialisés, ce qui amplifie leurs impacts environnementaux et sanitaires.
La dimension écologique des conflits n’est pourtant pas nouvelle. Lors de la guerre du Golfe en 1991, les forces irakiennes avaient incendié plus de six cents puits de pétrole au Koweït[5], provoquant pendant plusieurs mois d’immenses panaches de fumée qui avaient obscurci le ciel de la région et généré l’une des plus grandes catastrophes environnementales liées à un conflit.
Plus récemment, l’invasion de l’Ukraine par la Russie en 2022 a entraîné de multiples pollutions industrielles. Les bombardements d’infrastructures énergétiques et d’installations industrielles ont contaminé l’air, les sols et les ressources hydriques. La destruction du barrage de Kakhovka en 2023 a provoqué des inondations massives dans le bassin inférieur du Dniepr, submergeant de vastes zones naturelles et agricoles. La vidange du réservoir a perturbé les écosystèmes aquatiques et dispersé des polluants industriels ainsi que des sédiments contaminés, avec des impacts environnementaux susceptibles de se prolonger pendant de nombreuses années.
Ces exemples montrent que les conflits contemporains ne détruisent pas seulement des infrastructures ou des territoires : ils peuvent également provoquer des perturbations environnementales durables.
Guerres, pollution et limites planétaires : une nouvelle question de sécurité.La guerre en Iran s’inscrit dans un contexte géopolitique marqué par des pressions environnementales croissantes. Plusieurs limites planétaires identifiées par le Stockholm Resilience Centre sont aujourd’hui dépassées ou fortement perturbées, notamment celles liées au climat, à la pollution, à la biodiversité et aux cycles biogéochimiques.
Dans ce contexte, les conflits armés peuvent agir comme des accélérateurs de dégradation environnementale : incendies industriels, contaminations des sols, pollutions maritimes ou atteintes aux ressources hydriques viennent amplifier des pressions écologiques déjà existantes.
Les conflits armés constituent également une source directe d’émissions de gaz à effet de serre. En 2022, les forces armées et leurs chaînes d’approvisionnement représentaient 5,5 % des émissions mondiales[6]. Un niveau comparable, voire supérieur, à celui de certains secteurs civils fortement médiatisés comme l’aviation. Dans un contexte de réarmement accéléré et de multiplication des conflits, cette empreinte carbone est probablement aujourd’hui encore plus élevée.
Pourtant, ces dimensions restent largement absentes des débats publics sur les responsabilités environnementales. La stabilité des sociétés dépend pourtant de plus en plus du bon fonctionnement des systèmes écologiques qui soutiennent la vie humaine. Lorsque ces systèmes sont dégradés, les conséquences sont multiples : crises sanitaires, pénuries d’eau, insécurité alimentaire, déplacements de population… mettant en péril la résilience de l’après-conflit.
Dans un monde déjà contraint par les limites planétaires, les destructions environnementales liées aux conflits constituent ainsi un facteur supplémentaire d’instabilité globale. Elles rappellent que la sécurité humaine ne dépend pas uniquement de l’équilibre des puissances ou des capacités militaires, mais aussi de la préservation des systèmes écologiques dont dépendent les sociétés.
Dans ce contexte, la guerre apparaît de plus en plus comme un facteur de crise écologique à part entière.
À l’heure où l’on débat des responsabilités écologiques et sanitaires des secteurs aérien, agricole ou routier, le coût environnemental des conflits et de l’incapacité persistante de nos sociétés à résoudre leurs différends autrement que par la violence reste largement sous-estimé.
[1] WHO, Air pollution and health risk assessment, 2021.
[2] Taghizadeh, F., Mokhtarani, B. & Rahmanian, N. “Air pollution in Iran: The current status and potential solutions”. Environ Monit Assess 195, 737 (2023). https://doi.org/10.1007/s10661-023-11296-5
[3] Altahaan, Z.; Dobslaw, D. “The Impact of War on Heavy Metal Concentrations and the Seasonal Variation of Pollutants in Soils of the Conflict Zone and Adjacent Areas in Mosul City”. Environments 2024, 11, 247. https://doi.org/10.3390/environments11110247
[4] Jasechko, S., Seybold, H., Perrone, D. et al. “Rapid groundwater decline and some cases of recovery in aquifers globally”. Nature 625, 715–721 (2024). https://doi.org/10.1038/s41586-023-06879-8
[5] UNEP, Desk Study on the Environment in Iraq, 2003.
[6] Conflict and Environment Observatory, Estimating the Military’s Global Greenhouse Gas Emissions, 2022.
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Thirty years after establishing a customs union with the European Union (EU), Ankara sees growing economic risks in the EU’s free trade agreements with third countries, most recently India. While negotiations on the EU–India Free Trade Agreement were concluded at the end of January, and security cooperation between the EU and India is now also to be expanded, Ankara remains on the sidelines. From Turkey’s perspective, the agreement could also weaken its significance in the EU’s strategic calculus. Ankara is therefore making a strong case for the modernisation of the customs union. It cannot be ruled out that the structural asymmetries of the customs union will become even more entrenched to Turkey’s detriment: Market integration without political participation may place Turkey at a lasting disadvantage and strain its relations with the EU. Once the free trade agreement enters into force, Indian products will gain easier access to the Turkish market, whereas Turkish products will not gain corresponding access to India. Due to geopolitical differences with India, Turkey also sees risks to its own regional interests. Brussels and Berlin could use this constellation to put cooperation with Ankara on a viable institutional footing.
Die Parlamentswahlen in Bangladesch am 12. Februar 2026 markierten eine Zäsur in der neueren Geschichte des Landes. Im August 2024 war Premierministerin Sheikh Hasina gestürzt worden, die mit einer Unterbrechung insgesamt 20 Jahre amtiert hatte. Anschließend übernahm eine Interimsregierung unter Führung des Friedensnobelpreisträgers Muhammad Yunus die Amtsgeschäfte. Ihr gelang es nach zwei unsicheren Jahren, formal ordnungsgemäße Wahlen durchzuführen. Das politische System Bangladeschs hat damit eine hohe institutionelle Resilienz bewiesen. Zugleich wirft das Wahlergebnis neue Fragen auf, was die Zukunft des demokratischen Pluralismus im Land angeht. So bedeutet der klare Wahlsieg der Nationalistischen Partei Bangladeschs (BNP), dass auch weiterhin eine der beiden historischen Familiendynastien an der Spitze des Landes stehen wird. Stimmenzuwächse erzielte das muslimisch-fundamentalistische Lager, was die gesellschaftliche Rolle der Frauen einschränken und eine Wiederannäherung Bangladeschs an das Nachbarland Indien erschweren könnte.