Markus Feldkamp hat fast zwanzig Jahre vom Ufer geangelt, immer an denselben zwei, drei Stellen seines Hausgewässers im Münsterland. Ein flacher Baggersee, ringsum Schilf, ein paar ausgetretene Angelplätze zwischen den Büschen. An guten Tagen kam ein Barsch heraus, an schlechten saß er stundenlang und schaute den Enten zu. Das Problem war nie sein Können. Es war die Reichweite. Die spannenden Stellen – abgesunkene Bäume, eine tiefe Bucht am gegenüberliegenden Ufer, die Schilfkanten weiter draußen – lagen schlicht außerhalb seiner Wurfweite. Vom trockenen Land aus blieben sie unerreichbar.
Die Lösung war am Ende kein teures Hightech-Gerät, sondern ein überraschend simpler Gegenstand. Nach längerem Abwägen zwischen Schlauchboot, Belly-Boat und Kajak entschied sich Feldkamp für ein leichtes Solo-Kanu, das er nach einem Preisvergleich bei Angelprofi bestellte. Rund achtzehn Kilo, gut zwei Sitzplätze lang, allein zu tragen und in zehn Minuten aufs Autodach gehievt. Genau dieses kleine Detail – ein Boot, das eine Person ohne Hilfe bewegen kann – hat seine Art zu angeln komplett umgekrempelt. Diese Fallstudie zeigt, was sich konkret geändert hat, mit welchen Zahlen, und was andere daraus mitnehmen können.
Achtzehn Kilo, allein zu tragen: Das Kanu wartet am Ufer auf den ersten Wurf.
Die Ausgangslage: viel Ufer, wenig ZugangFeldkamps See ist kein Geheimtipp. An Wochenenden stehen die guten Plätze früh voll, und wer zu spät kommt, landet an der flachen Nordseite, wo tagsüber selten etwas beißt. Über Jahre hatte er sich damit abgefunden. Er kannte jeden Stein an seinen Stammplätzen, aber eben nur an diesen.
Wenn er ehrlich war, spielte sich sein Angeln auf vielleicht fünf Prozent der Wasserfläche ab. Der Rest war Kulisse. Die tiefe Bucht auf der anderen Seite hatte er jahrelang nur aus der Ferne gesehen, samt der Reiher, die dort morgens standen – ein ziemlich sicheres Zeichen für Kleinfisch, und damit für Räuber.
Die Entscheidung: warum ausgerechnet ein KanuVor dem Kauf hatte Feldkamp drei Optionen auf dem Zettel. Er hat sie nüchtern durchgerechnet:
Ausschlaggebend war die Alltagstauglichkeit. Ein Boot, das man nur mit Anhänger und Helfer bewegt, bleibt am Ende in der Garage. Ein Kanu, das er nach Feierabend spontan aufs Dach schnallt, kommt tatsächlich zum Einsatz. Genau das ist der Punkt, an dem viele Ausrüstungskäufe scheitern: nicht an der Leistung, sondern an der Hürde vor dem ersten Handgriff. Feldkamp rechnet vor, dass er allein im ersten Halbjahr öfter am Wasser war als in der ganzen Saison davor – schlicht, weil der Aufwand kleiner geworden ist. Ein Feierabend reicht jetzt für zwei Stunden auf dem See, früher hätte sich das kaum gelohnt.
Was sich verändert hat – die ZahlenFeldkamp führt seit Jahren ein simples Fangbuch. Der Vergleich der Saison vor und nach dem Kanukauf fällt deutlicher aus, als er selbst erwartet hätte:
Das liegt nicht an mehr Ausrüstung, sondern an besserem Zugang. Vom Kanu aus erreicht er die Schilfkanten lautlos, treibt lässt sich mit dem Wind über eine Krautbank driften und wirft von der Wasserseite unter überhängende Äste, an die vom Ufer kein Köder herankommt. Die tiefe Bucht, jahrelang nur Fernsicht, ist heute sein bester Herbstplatz.
Vom Ufer bleibt der Großteil des Gewässers unerreichbar – mit dem Kanu kehrt sich das Verhältnis um.
Sicherheit gehört mit ins BootEin Boot verändert nicht nur die Fangchancen, sondern auch die Verantwortung. Feldkamp trägt seit dem ersten Tag eine Automatik-Schwimmweste, auch bei ruhigem Wasser und Sonnenschein. Das ist keine Übervorsicht: Die meisten tödlichen Bootsunfälle passieren nicht bei Sturm, sondern durch Kentern in Ufernähe, oft weil niemand mit einem plötzlichen Sturz ins kalte Wasser rechnet. Die DLRG empfiehlt grundsätzlich allen Bootsinsassen, eine Rettungsweste zu tragen, unabhängig davon, wie sicher man schwimmen kann.
Dazu kommen ein paar Gewohnheiten, die er sich angewöhnt hat: dem Partner Bescheid geben, wohin die Tour geht, das Handy wasserdicht verpacken, bei aufziehendem Wind früh umkehren. Im Frühjahr und Herbst hat er zusätzlich immer trockene Wechselkleidung im wasserdichten Sack dabei, weil ausgekühlte Hände schneller Fehler machen als man denkt. Nichts davon kostet Geld, alles davon kostet nur einen Gedanken vor dem Ablegen.
Das Rechtliche nicht vergessenEin Boot entbindet niemanden von den üblichen Regeln. Zum Angeln braucht es in Deutschland in aller Regel einen gültigen Fischereischein und eine Erlaubnis für das konkrete Gewässer; ob und wo man zusätzlich mit einem Boot fahren darf, hängt vom jeweiligen See ab. Einen guten Überblick über die bundesweiten Regeln zur Angelfischerei gibt der Deutsche Angelfischerverband. Feldkamp hat vor der ersten Ausfahrt beim Bewirtschafter nachgefragt – an seinem See ist muskelbetriebenes Bootfahren erlaubt, ein Motor wäre es nicht.
Was andere daraus mitnehmen könnenDie eigentliche Lehre aus Feldkamps Geschichte hat wenig mit Kanus zu tun. Es geht um die Frage, welcher kleine Baustein den größten Unterschied macht. Bei ihm war es nicht die zehnte Rute, sondern der Zugang zum Wasser. Bei jemand anderem kann es ein Echolot sein, ein Wathose oder schlicht eine andere Uhrzeit am Morgen.
Wer über eine ähnliche Anschaffung nachdenkt, sollte ehrlich prüfen, wo der eigene Flaschenhals liegt. Reicht die Ausrüstung, aber die Stellen sind ausgereizt? Dann bringt mehr Material wenig. Ein bisschen Mobilität auf dem Wasser kann dagegen ein Gewässer aufschließen, das man längst zu kennen glaubte. Und wer nach dem Ansitz Hunger mitbringt, findet in unserem Ratgeber zum Outdoor-Kochen mit Grill, Smoker oder Plancha Ideen, wie der Fang direkt am Ufer auf den Teller kommt.
Das Kanu hat Feldkamp übrigens auch abseits des Angelns gepackt. Im Sommer nimmt die Familie es mit an Städte am Meer in Europa, im Urlaub war es schon auf stillen Buchten rund um die schönsten Inseln Europas unterwegs. Ein Ausrüstungsstück, drei Verwendungen – das rechnet sich schneller, als der Kaufpreis vermuten lässt. Wer ohnehin gern reist, findet unter den beliebten Urlaubszielen in Europa genug Reviere, die sich vom Wasser aus ganz anders zeigen.
Häufige Fragen Lohnt sich ein Kanu für Angler mit kleinem Gewässer?Gerade dort oft am meisten. An großen Seen fällt der zusätzliche Aktionsradius weniger ins Gewicht, an kleinen und mittleren Gewässern schließt ein Boot dagegen fast die komplette Fläche auf, die vom Ufer verschlossen bleibt.
Braucht man für ein Kanu einen Bootsführerschein?Für muskelbetriebene Boote ohne Motor ist auf den meisten Binnengewässern kein Führerschein nötig. Entscheidend sind aber die Regeln des jeweiligen Sees oder Flusses – vor der ersten Ausfahrt beim Bewirtschafter oder der zuständigen Behörde nachfragen.
Wie transportiert man ein Solo-Kanu allein?Ein leichtes Modell um die 15 bis 20 Kilo lässt sich mit einer Ladehilfe oder Heckrolle allein aufs Autodach bringen. Wichtig sind eine passende Dachträgerlast und ordentlich gesicherte Spanngurte vorn und hinten.
Was kostet der Einstieg insgesamt?Neben dem Boot fallen Paddel, Schwimmweste, Dachträger und etwas Kleinkram an. Wer gebraucht kauft und Zubehör nach und nach ergänzt, kommt günstiger weg als bei einem motorisierten Boot – und ohne laufende Kosten für Sprit oder Liegeplatz.
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Im August 2026 ist die jährliche Inflationsrate im Euroraum auf 3,3 Prozent gestiegen, nach 2,9 Prozent im Juli. Der Einlagesatz der Europäischen Zentralbank (EZB) liegt seit dem 17. Juni 2026 bei 2,25 Prozent. Wer sein Geld bei der Bank sicher parkt, verliert also gerade wieder an Wert, Monat für Monat.
Das ist der Normalfall: Sichere Zinsen lagen auch in den letzten Jahren selten dauerhaft über der Teuerung. Wer sein Vermögen vor Inflation schützen will, braucht deshalb keinen Geheimtipp, sondern eine Struktur aus mehreren Anlageklassen. Sieben Bausteine tragen diese Struktur. Zu jedem gehören die Zahlen, die Risiken und der Fehler, den Anleger dabei am häufigsten machen.
Warum Ihr Geld auf dem Konto an Wert verliertDer Verbraucherpreisindex in Deutschland stieg 2022 um 6,9 % und 2023 um weitere 5,9 %. Zusammen sind das gut 13 % in zwei Jahren. Aus 10.000 Euro auf einem unverzinsten Konto wurden damit noch etwa 8.830 Euro. Das Geld ist nicht verschwunden, es kauft nur weniger.
Die Entwicklung ist entspannter als 2022, aber nicht harmlos. Nach der Schnellschätzung von Eurostat für August 2026 trieb besonders Energie die Preise, mit einem Plus von 14,3 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Das Statistische Bundesamt meldete für Deutschland 2,9 %, die Kerninflation 2,4 %. Das Ziel der EZB von zwei Prozent auf mittlere Sicht ist damit nicht erreicht.
Daraus folgt eine einfache Konsequenz: Nennwertstabilität bedeutet noch keinen Schutz vor Inflation. Wer sein Vermögen erhalten will, muss nach Abzug der Teuerung im Plus liegen.
Baustein 1: Rechnen Sie in Realzins statt in NominalzinsDer wichtigste Schritt kostet nichts. Ziehen Sie von jedem Zinsangebot erst die Inflationsrate ab, dann die Steuer. Was bleibt, ist Ihre echte Rendite.
Ein Beispiel mit runden Zahlen: 2,5 % pro Jahr auf dem Tagesgeldkonto klingen ordentlich. Nach 26,375 Prozent Abgeltungsteuer inklusive Solidaritätszuschlag bleiben 1,84 Prozent. Bei 2,9 Prozent Inflation steht unterm Strich ein Minus von rund einem Prozent. Bei 100.000 Euro sind das 1.000 Euro, trotz positiver Zinsen.
Anlage Nominal p. a. Nach Steuer Real bei 2,9 % Inflation Tagesgeld 2,5 % 1,84 % etwa minus 1,0 % Festgeld über drei Jahre 2,9 % 2,14 % etwa minus 0,7 % Girokonto 0,0 % 0,0 % etwa minus 2,9 %Tages- und Festgeld unterscheiden sich dabei weniger, als die Zinstabellen der Anbieter vermuten lassen. Beide sichern den Nennwert und lassen den Wert offen.
Typischer Fehler: die Rendite am Nominalzins messen. Das Girokonto ist der teuerste Ort für größere Beträge, weil der Verlust dort nicht auffällt.
Baustein 2: In Sachwerte investieren, breit gestreute Aktien-ETFs als KernWer den Kern seines Vermögens gegen Geldentwertung stellt, denkt nicht in Quartalen. Statt auf den perfekten Einstiegszeitpunkt zu warten, setzt man auf langfristige Strategien, die über Jahrzehnte tragen, bei Wertpapieren genauso wie bei Immobilien.
Aktien sind Unternehmensanteile und damit Sachwerte. Unternehmen geben gestiegene Kosten an ihre Kunden weiter, Umsätze und Gewinne wachsen also mit dem Preisniveau mit. Über lange Zeiträume haben Aktien-ETFs deshalb Rendite gebracht, während sichere Zinsanlagen die Teuerung nur knapp erreichten. Auch die Ratgeber von Stiftung Warentest arbeiten mit diesem Grundgedanken: ein breit gestreuter Aktienanteil plus ein defensiver Baustein.
Praktisch heißt das: ein oder zwei Indexfonds statt zwanzig Einzelpositionen. Schon mit kleineren Beträgen breite Streuung über tausende Unternehmen zu erreichen, und das zu geringen Kosten, ist der Vorteil von Fonds und ETFs. Wer in Sachwerte investieren will, findet in unserem Überblick zu ETFs mit Europa-Schwerpunkt die Grundmechanik.
Wichtig ist der Zeithorizont. Kurzfristig schwanken Aktien-ETFs stark, in Zeiten hoher Inflation fallen die Kurse zunächst häufig, weil die Zentralbanken die Zinsen anheben. Der Inflationsschutz wirkt über Jahrzehnte, nicht über Monate.
Häufigster Irrtum: kurzfristig benötigtes Geld investieren. Was innerhalb von fünf Jahren fällig wird, gehört nicht ins Depot.
Die sieben Bausteine im Überblick: Rolle im Depot und typische Fehlerquelle. Baustein 3: Immobilien und Substanzwerte ehrlich durchrechnenImmobilien zählen zu den klassischen Sachwerten, aus zwei Gründen: Mieten lassen sich anpassen, und ein Kredit mit festem Zins entwertet sich mit dem Geld, in dem er getilgt wird. Ein Darlehen über 300.000 Euro wiegt nach zehn Jahren mit 3 % Teuerung deutlich leichter.
Die andere Seite wird gerne übersehen: Kaufnebenkosten aus Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch liegen je nach Bundesland bei 9 bis 12 % des Kaufpreises. Dazu kommen Instandhaltung, Verwaltung und das Klumpenrisiko einer einzigen Adresse. Wer den Substanzwert ohne den ganzen Kaufpreis will, kann offene Immobilienfonds prüfen; wie deren Ausschüttungen funktionieren, erklärt ein eigener Beitrag.
Aktien, Immobilien und Gold reagieren unterschiedlich auf hohe Teuerung, Immobilien und Rohstoffe oft mit Verzögerung. Genau darin liegt der Sinn der Diversifikation: Die Mischung unterschiedlicher Anlageklassen sorgt dafür, dass nicht alles gleichzeitig verliert. Man muss dafür nicht wissen, welche Anlageklasse als Nächstes läuft.
Typischer Fehler: die Bruttomietrendite mit der echten Rendite verwechseln. Nach Kosten, Leerstand und Steuer bleibt oft weniger als die Hälfte übrig.
Baustein 4: Inflationsindexierte Anleihen für den defensiven TeilFür den defensiven Teil gibt es ein Investment, das die Teuerung direkt abbildet. Inflationsindexierte Bundeswertpapiere haben einen festen realen Kupon; Zinszahlung und Rückzahlung sind an den harmonisierten Verbraucherpreisindex des Euroraums ohne Tabak gekoppelt. Steigt die Teuerung stärker als erwartet, gewinnt dieses Investment gegenüber normalen Bundesanleihen.
Ein Detail, das viele Ratgeber unterschlagen: Der Bund emittiert diese Papiere seit 2024 nicht mehr neu. Es gibt nur noch einen Restbestand von rund 47 Milliarden Euro in drei Anleihen mit Laufzeiten bis 2046, gehandelt wird über die Börse. Alternativ bieten mehrere Anbieter Fonds und ETFs auf inflationsindexierte Anleihen des Euroraums an.
Wer nicht bis zur Fälligkeit hält, trägt zwei Risiken: Steigende Realzinsen drücken die Kurse, und der Handel ist bei geringen Umsätzen teurer.
Was oft schiefgeht: solche Anleihen für risikofrei halten. Geschützt ist die Kaufkraft bei Fälligkeit, nicht der Kurs dazwischen.
Baustein 5: Gold als Beimischung mit klarer ObergrenzeGold gilt als sicherer Hafen, hat aber keinen Zins und keinen inneren Ertrag. Sein Wert entsteht allein daraus, dass andere es kaufen wollen. Über sehr lange Zeiträume hat das Metall die Kaufkraft des Geldes erhalten, in einzelnen Jahrzehnten lag es deutlich daneben.
Deshalb hat sich eine Obergrenze eingebürgert: 5 bis 10 Prozent des Depots, nicht mehr. In dieser Größe wirkt Gold als Stabilisator, weil es sich oft anders bewegt als Aktien. Als tragende Säule taugt es nicht, denn hohe Renditen liefert es nur in einzelnen Phasen. Welche Vor- und Nachteile das Edelmetall in der Altersvorsorge hat, ist einen eigenen Blick wert.
Wer physisch kauft, sollte Spread, Lagerung und Versicherung einrechnen. Bei kleinen Barren und Münzen frisst allein der Aufschlag mehrere Prozent der Anlagesumme.
Typischer Fehler: nach einem starken Goldjahr aufstocken. Genau dann ist der Preis hoch und die Beimischung wird zur Wette.
Kosten und Steuerlast entscheiden über die reale Rendite eines Depots. Baustein 6: Kosten und Steuern sind die stille RenditeAn dieser Stellschraube drehen besonders wenige Anleger, dabei ist sie die einzige mit garantiertem Ergebnis: Jeder Prozentpunkt weniger Gebühr ist ein Prozentpunkt mehr Rendite, ohne zusätzliches Risiko.
Drei Hebel wirken sofort:
Häufigster Irrtum: den Freistellungsauftrag bei der Bank nie anzupassen, obwohl die Zinsen wieder gestiegen sind. Das kostet jedes Jahr bares Geld.
Baustein 7: Anlagehorizont und Rebalancing sind wichtiger als MarkttimingDer letzte Baustein ist kein Produkt, sondern eine Regel. Legen Sie eine Zielaufteilung fest, etwa 70 Prozent Aktien-ETFs, 20 % Zinsanlagen und 10 % Gold, und stellen Sie sie einmal jährlich wieder her. Was stark gestiegen ist, wird reduziert, was gefallen ist, aufgestockt.
Rebalancing verkauft antizyklisch, ohne dass Sie eine Prognose brauchen. Wer dagegen auf den richtigen Moment wartet, verpasst häufig die besten Handelstage und damit einen großen Teil der langfristigen Rendite.
Ebenso wichtig ist der Puffer: Drei bis sechs Monatsausgaben gehören aufs Tagesgeldkonto. Das Polster verhindert, dass Sie im falschen Moment verkaufen müssen.
Typischer Fehler: die Aufteilung nach jedem Börsenbericht ändern. Eine schlechte Struktur, die durchgehalten wird, schlägt eine gute, die ständig umgebaut wird.
Häufige Fragen zur Geldanlage bei Inflation Was bedeutet Inflation für meine Geldanlage?Sie senkt den Wert aller nominalen Guthaben. Konto, Festgeld und klassische Lebensversicherungen verlieren, sobald der Zins nach Steuer unter der Teuerungsrate liegt.
Schützen Aktien vor Inflation?Langfristig ja, kurzfristig nicht zuverlässig. Weil Unternehmen ihre Preise anpassen, wachsen die Gewinne mit; in den ersten Monaten hoher Teuerung fallen die Kurse aber häufig zuerst. Ein Beispiel: 2022 verloren breite Indizes deutlich und holten das danach wieder auf.
Wie berechne ich den Realzins?Näherungsweise Nominalzins minus Inflationsrate, exakter über (1 + Nominalzins) geteilt durch (1 + Inflationsrate), minus 1. Bei größeren Summen die Steuer vorher abziehen.
Wie viel Vermögen verliert man bei 2 Prozent Inflation?Bei konstanten 2 Prozent verliert unverzinstes Geld nach zehn Jahren rund 18 Prozent an Kaufkraft, nach zwanzig Jahren etwa 33 %. Aus 50.000 Euro werden dann ungefähr 33.500 Euro.
Sind Immobilien 2026 noch ein guter Inflationsschutz?Als Inflationsschutz bleiben sie ein Sachwert, aber die Rechnung ist enger geworden. Höhere Finanzierungszinsen und Baukosten drücken die Rendite; entscheidend sind Lage, Kaufnebenkosten und Finanzierung.
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*Redaktion neurope.eu, Stand September 2026. Alle Zahlen stammen von Eurostat, dem Statistischen Bundesamt, der EZB und der Deutschen Finanzagentur. Dieser Beitrag ist eine allgemeine Einordnung und ersetzt keine individuelle Anlageberatung.*
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Well, it feels like I picked a good time to start trying to blog more.
Andy Burnham’s speech to the Labour party conference has fired the gun on something that felt pretty unlikely just a few weeks ago: a debate about the UK’s relationship with the EU.
Given that one month ago I myself was arguing that silence reflected a likely low profile for EU affairs for Burnham, I am forced to reconsider my position, which I happily do, even if I’m not yet fully sold on how far this new process will go.
Burnham’s speech highlighted the degree to which we shouldn’t oversell the move right now. The section on the EU was pretty short and vague in its intent, coming after a much more impassioned and developed exploration of social care; even electoral reform got more of a commitment than Europe.
But Burnham did move the dial in saying that Brexit had done “more harm than good”. With that came the implication that red lines might have to change or go, something confirmed by subsequent remarks that leave all options on the table.
As someone who’s spent years saying we need to have a public debate about what the UK’s relationship with the EU should be, including the costs and benefits of different options, it’s very odd to hear an actual Prime Minister say just that, and I guess I should feel more positive than I do.
Part of my hesitancy is that there’s a big gap between saying you want a debate to see if you can find a consensus picture and actually doing that. As we know, there has been a lot of talking about what individuals would like to see happen (as last week) which largely involves ignoring inconveniences like other people having ideas (and votes) too. Like the EU itself.
On this, Burnham has not said much, although there appears to be some recognition that there’s no point in coming up with a plan that won’t fly in Brussels or national capitals.
Moreover, there is also a tendency in British discussions to date to treat ‘Europe’ as a separate box from the rest of politics. If we might learn one thing from Brexit, then it is that involvement in the system of European integration comes with extensive and deep entanglements across the full range of economic and political life, in ways that aren’t immediately apparent. To flip that on its head, any discussion of European policy will also have to consider government policy in general, since the former can only be sustainable if it is married to the latter and the conceptualisation of the UK’s development.
Here, Burnham has been less explicit and given the relative disconnect of social care or electoral reform from the EU’s remit we might wonder if there becomes a splitting off of European work to allow the other items to press on.
And finally, despite everything we’ve experienced in the past decade, we risk forgetting that most people don’t have strongly held views on European integration or British policy. Preferences are relatively shallow and liable to shift, depending on what information you give people, a point highlighted by some polling over the summer by Britain Elects. More pertinently, the ability of campaigners to reframe options in active political debates was well demonstrated by the Leave campaign in 2016, building on long experience in articulating eurosceptic arguments; something largely absent in Remain.
This is perhaps where Burnham has been least adventurous. He seems to know his own mind on much of his politics and has previously expressed a desire for much closer EU relations, but here seems determined at this stage not to prejudge a debate where a consensus view might not quite match his.
Fair enough, but in the prospective of having to defend going across red lines, up to and including rejoining, there needs to be much more development of the rhetorical lines and arguments that will convey the logic and imperative of that change.
Go back to the conference speech and the section on the EU, which I include here:
“Later this year, there will be a UK-EU summit where one of the issues on the agenda will be how we best work together on immigration.
And beyond that we will work to secure gains for our industries most harmed by Brexit.
Conference, these are important concrete steps.
But they are not enough.
I say this to you and the country.
We will not give Britain the clear path we need into the rest of the century until we decide on a long-term relationship with what is still our largest market.
I cannot say to you truthfully that where we are is good enough.
Brexit has done more harm than good.
We need to restore a higher level of growth and prosperity for Britain.
So, I will take the opportunity around the summit to lay out to you, to lay out to the country, what I believe the different options are for Britain’s long-term relationship with our European partners.
And there are different options.
And I will see if we can find consensus around one which will give us clarity about our position, and the future of the continent we live in.”
So is this just about ‘growth and prosperity’ and ‘markets’, or does ‘the future of the continent’ cover something more? Burnham will recall that owning the rational argument in 2016 didn’t cut it against the emotional lines that Leave advanced, but we wait to see if he has his own take to bring to the matter.
So we wait for some more flesh on the bones of this moment. Potentially, it opens up a path to major movement in British policy, even if that seems likely to be limited to manifesto commitments in the general election to break current red lines. Certainly, the initial response has been at the better end of expectations, with generally positive reactions in Labour and more muted lines from Reform and the Conservatives (partly reflecting their focus on the pension triple lock, where they think there’s more traction).
The possible unblocking of the reset negotiations to allow for a late November summit is an important contextual development here, since it is a marker of how serious Burnham is about moving forward. The uncertainty here is that university fees seems to be parked in the youth mobility deal, something that had been a big EU ask: if it has been disconnected, then that suggests the EU is also up for moving things promptly and amicably. If that turns out not to be the case, then we are back to underlining the centrality of EU preferences in all this.
In the meantime, it might be helpful to start laying the groundwork for what’s coming. The following graphics offer a summary of possible models and some key points to keep in mind as the debate starts. As ever, my interest in how we might move towards a grounded and resilient relationship that works for most people means that I’ve got to step up on providing useful and impartial support, so if you have any questions or queries then do just ask.
PDF: https://bit.ly/UshGraphic150
PDF: https://bit.ly/UshGraphic149
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