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Zum Gedenken an Ägyptens gescheiterte Revolution

Bonn, 02. Februar 2026. Ägyptens arabischer Frühling wurde zum Winter, als das Versprechen des 25. Januar zerschlagen wurde. Zum Gedenken an die Gefallenen müssen Ideale von Freiheit, Würde und sozialer Gerechtigkeit lebendig gehalten werden.  

Fünfzehn Jahre sind seit Beginn der ägyptischen Revolution vergangen, die am 25. Januar 2011 Präsident Mubarak stürzte. Statt Feierlichkeiten sind die Jahrestage von Trauer geprägt, von erzwungenem Schweigen und stillem Gedenken an jene, die im Streben nach einem verratenen Traum gefallen sind. Die Revolution wurde demontiert, umgeschrieben und ihres Sinns entleert, nicht nur wegen dessen, was verloren ging, sondern auch wegen dessen, was niemals Wirklichkeit wurde. Revolutionen werden nicht an Parolen oder Momenten kollektiver Euphorie gemessen, sondern daran, ob sie radikale institutionelle Veränderungen bewirken, die über den Moment der Straße hinaus Bestand haben. Gemessen daran ist die Januarrevolution politisch, wirtschaftlich und moralisch gescheitert.

Machtkonzentration und institutionelle Umkehr

Sie gründete auf der Vision rechenschaftspflichtiger Herrschaft, verfassungsrechtlicher Machtbegrenzung und rechtlich verankerter Würde, nicht auf Angst. Seit 2013 geht das Land aber in die entgegengesetzte Richtung. Macht wurde erneut in der Exekutive konzentriert, die Gewaltenteilung aufgehoben und die Verfassung wiederholt geändert, um Amtsinhabern statt den Bürgern zu dienen. Dass der jetzige Präsident al-Sisi seine Herrschaft über 2030 hinaus verlängern könnte, ist nicht überraschend, sondern die logische Folge eines Systems, das verfassungsrechtliche Grenzen als vorübergehende Unannehmlichkeiten behandelt. Die Verfassung gilt nicht als bindender Gesellschaftsvertrag, sondern als flexibles Instrument militärischer Machtkontinuität.

Die menschlichen Kosten dieser politischen Umkehr sind erschütternd: die Zahl politischer Gefangener sowie erzwungenes Verschwindenlassen, lang andauernde Untersuchungshaft und Massenprozesse übertreffen selbst die Zustände unter Mubarak. Terror ist zu einem Herrschaftsinstrument geworden. Die Angehörigen der Gefangenen warten ohne Informationen, rechtsstaatliche Verfahren oder Rechtsmittel. Ebenso besorgniserregend ist die systematische Unterordnung einst autonomer Institutionen. Die Justiz wurde durch rechtliche Eingriffe, selektive Rechtsdurchsetzung und Druck umgeformt. Ihre Funktion als unabhängiger Schiedsrichter ist geschwächt. Auch religiöse Institutionen sind versicherheitlicht; Rekrutierung und Aufstieg hängen zunehmend von Sicherheitsfreigaben und politischer Konformität ab. Institutionelle Autonomie wird ausgehöhlt.

Auch die wirtschaftliche Bilanz ist ernüchternd. Die Revolution richtete sich gegen Ausgrenzung, Prekarität und die Konzentration von Privilegien. Fünfzehn Jahre später erdrückt die Inflation reale Einkommen und die öffentliche Verschuldung erreichte historisch beispiellose Höhen, die die Lebensgrundlagen künftiger Generationen verpfänden. Wiederholte Abwertungen ließen die Währung massiv an Wert verlieren, erodierten Ersparnisse und Löhne. Die Sozialsysteme hielten nicht mit. Für Millionen Menschen wurde der Alltag zum Überlebenskampf, nicht zu einem Raum der Hoffnung.

Gleichzeitig flossen enorme öffentliche Ressourcen in kapitalintensive, weithin sichtbare, aber ökonomisch wenig tragfähige Megaprojekte. Immobilien, Großinfrastruktur und eine neue Verwaltungshauptstadt dominieren das Entwicklungsnarrativ, während staatliche Schulen und Krankenhäuser verfallen und die Eliten Bildung und Gesundheitsfürsorge bei privaten Anbietern oder im Ausland einkaufen. Solche Investitionen mögen Symbolik erzeugen, lösen aber keine strukturellen Probleme. Sie beheben weder Defizite im Humankapital noch chronisch unterfinanzierte Bildungs- und Gesundheitssysteme oder einen privaten Sektor, der durch ungleichen Wettbewerb erstickt wird.

Fragiles Wachstum, sterile Investitionen

Am schädlichsten ist die systematische Blockade der Märkte. Statt die Wirtschaft zu entfesseln, verfestigte die Politik Markteintrittsbarrieren und schuf ungleiche Wettbewerbsbedingungen. Kompetitive Märkte, das Rückgrat von Beschäftigung und Innovation, bleiben die Ausnahme. Wo Regeln unzuverlässig und ungleich angewandt werden und staatsnahe Akteure privilegiert sind, verkümmert private Initiative. Investitionen werden spekulativ statt produktiv, Beschäftigung prekär. Ohne verlässliche Regeln und unabhängige Regulierung ersetzt auch Beton kein Vertrauen. Wachstum ohne Teilhabe ist fragil, Investitionen ohne Wettbewerb steril. Stabilität auf Repression und Ausgrenzung ist Stagnation unter Polizeischutz.

Besonders schmerzhaft ist dieses Scheitern, weil die Alternative nicht utopisch war. Die Ägypter*innen forderten keine Wunder, sondern einen Staat, der seine Gesetze respektiert, eine Wirtschaft, die Leistung statt Nähe zur Macht belohnt, und Institutionen, die den Bürger*innen dienen, statt sie zu disziplinieren.

Die im Januar Getöteten werden heute - wenn überhaupt - nur noch politisch-rhetorisch erinnert; die Prinzipien, für die sie einstanden, gelten als Bedrohung oder Verrat. Ihr Opfer wird seines politischen Gehalts beraubt und zur Legitimation jener Ordnung genutzt, gegen die sie sich wandten. Eine Generation, die sich ein anderes Ägypten vorzustellen wagte, wurde zum Schweigen gebracht, ins Exil gedrängt, inhaftiert oder zermürbt.

Den 25. Januar zu betrauern heißt aber nicht, in Nostalgie zu verfallen. Es heißt, sich Auslöschung zu verweigern. Es heißt darauf zu bestehen, dass die Forderungen nach Freiheit, Würde und sozialer Gerechtigkeit weder naiv noch zerstörerisch waren, sondern notwendig. Und es heißt, mit Klarheit statt Sentimentalität jener zu gedenken, die ihr Leben in dem Glauben verloren, dass Ägypten frei sein und seinen Menschen würdig sein könnte.

Heute trauern wir um sie. Wir trauern auch um eine Revolution, deren Versprechen unter der Last der Vergangenheit begraben wurde.

Zum Gedenken an Ägyptens gescheiterte Revolution

Bonn, 02. Februar 2026. Ägyptens arabischer Frühling wurde zum Winter, als das Versprechen des 25. Januar zerschlagen wurde. Zum Gedenken an die Gefallenen müssen Ideale von Freiheit, Würde und sozialer Gerechtigkeit lebendig gehalten werden.  

Fünfzehn Jahre sind seit Beginn der ägyptischen Revolution vergangen, die am 25. Januar 2011 Präsident Mubarak stürzte. Statt Feierlichkeiten sind die Jahrestage von Trauer geprägt, von erzwungenem Schweigen und stillem Gedenken an jene, die im Streben nach einem verratenen Traum gefallen sind. Die Revolution wurde demontiert, umgeschrieben und ihres Sinns entleert, nicht nur wegen dessen, was verloren ging, sondern auch wegen dessen, was niemals Wirklichkeit wurde. Revolutionen werden nicht an Parolen oder Momenten kollektiver Euphorie gemessen, sondern daran, ob sie radikale institutionelle Veränderungen bewirken, die über den Moment der Straße hinaus Bestand haben. Gemessen daran ist die Januarrevolution politisch, wirtschaftlich und moralisch gescheitert.

Machtkonzentration und institutionelle Umkehr

Sie gründete auf der Vision rechenschaftspflichtiger Herrschaft, verfassungsrechtlicher Machtbegrenzung und rechtlich verankerter Würde, nicht auf Angst. Seit 2013 geht das Land aber in die entgegengesetzte Richtung. Macht wurde erneut in der Exekutive konzentriert, die Gewaltenteilung aufgehoben und die Verfassung wiederholt geändert, um Amtsinhabern statt den Bürgern zu dienen. Dass der jetzige Präsident al-Sisi seine Herrschaft über 2030 hinaus verlängern könnte, ist nicht überraschend, sondern die logische Folge eines Systems, das verfassungsrechtliche Grenzen als vorübergehende Unannehmlichkeiten behandelt. Die Verfassung gilt nicht als bindender Gesellschaftsvertrag, sondern als flexibles Instrument militärischer Machtkontinuität.

Die menschlichen Kosten dieser politischen Umkehr sind erschütternd: die Zahl politischer Gefangener sowie erzwungenes Verschwindenlassen, lang andauernde Untersuchungshaft und Massenprozesse übertreffen selbst die Zustände unter Mubarak. Terror ist zu einem Herrschaftsinstrument geworden. Die Angehörigen der Gefangenen warten ohne Informationen, rechtsstaatliche Verfahren oder Rechtsmittel. Ebenso besorgniserregend ist die systematische Unterordnung einst autonomer Institutionen. Die Justiz wurde durch rechtliche Eingriffe, selektive Rechtsdurchsetzung und Druck umgeformt. Ihre Funktion als unabhängiger Schiedsrichter ist geschwächt. Auch religiöse Institutionen sind versicherheitlicht; Rekrutierung und Aufstieg hängen zunehmend von Sicherheitsfreigaben und politischer Konformität ab. Institutionelle Autonomie wird ausgehöhlt.

Auch die wirtschaftliche Bilanz ist ernüchternd. Die Revolution richtete sich gegen Ausgrenzung, Prekarität und die Konzentration von Privilegien. Fünfzehn Jahre später erdrückt die Inflation reale Einkommen und die öffentliche Verschuldung erreichte historisch beispiellose Höhen, die die Lebensgrundlagen künftiger Generationen verpfänden. Wiederholte Abwertungen ließen die Währung massiv an Wert verlieren, erodierten Ersparnisse und Löhne. Die Sozialsysteme hielten nicht mit. Für Millionen Menschen wurde der Alltag zum Überlebenskampf, nicht zu einem Raum der Hoffnung.

Gleichzeitig flossen enorme öffentliche Ressourcen in kapitalintensive, weithin sichtbare, aber ökonomisch wenig tragfähige Megaprojekte. Immobilien, Großinfrastruktur und eine neue Verwaltungshauptstadt dominieren das Entwicklungsnarrativ, während staatliche Schulen und Krankenhäuser verfallen und die Eliten Bildung und Gesundheitsfürsorge bei privaten Anbietern oder im Ausland einkaufen. Solche Investitionen mögen Symbolik erzeugen, lösen aber keine strukturellen Probleme. Sie beheben weder Defizite im Humankapital noch chronisch unterfinanzierte Bildungs- und Gesundheitssysteme oder einen privaten Sektor, der durch ungleichen Wettbewerb erstickt wird.

Fragiles Wachstum, sterile Investitionen

Am schädlichsten ist die systematische Blockade der Märkte. Statt die Wirtschaft zu entfesseln, verfestigte die Politik Markteintrittsbarrieren und schuf ungleiche Wettbewerbsbedingungen. Kompetitive Märkte, das Rückgrat von Beschäftigung und Innovation, bleiben die Ausnahme. Wo Regeln unzuverlässig und ungleich angewandt werden und staatsnahe Akteure privilegiert sind, verkümmert private Initiative. Investitionen werden spekulativ statt produktiv, Beschäftigung prekär. Ohne verlässliche Regeln und unabhängige Regulierung ersetzt auch Beton kein Vertrauen. Wachstum ohne Teilhabe ist fragil, Investitionen ohne Wettbewerb steril. Stabilität auf Repression und Ausgrenzung ist Stagnation unter Polizeischutz.

Besonders schmerzhaft ist dieses Scheitern, weil die Alternative nicht utopisch war. Die Ägypter*innen forderten keine Wunder, sondern einen Staat, der seine Gesetze respektiert, eine Wirtschaft, die Leistung statt Nähe zur Macht belohnt, und Institutionen, die den Bürger*innen dienen, statt sie zu disziplinieren.

Die im Januar Getöteten werden heute - wenn überhaupt - nur noch politisch-rhetorisch erinnert; die Prinzipien, für die sie einstanden, gelten als Bedrohung oder Verrat. Ihr Opfer wird seines politischen Gehalts beraubt und zur Legitimation jener Ordnung genutzt, gegen die sie sich wandten. Eine Generation, die sich ein anderes Ägypten vorzustellen wagte, wurde zum Schweigen gebracht, ins Exil gedrängt, inhaftiert oder zermürbt.

Den 25. Januar zu betrauern heißt aber nicht, in Nostalgie zu verfallen. Es heißt, sich Auslöschung zu verweigern. Es heißt darauf zu bestehen, dass die Forderungen nach Freiheit, Würde und sozialer Gerechtigkeit weder naiv noch zerstörerisch waren, sondern notwendig. Und es heißt, mit Klarheit statt Sentimentalität jener zu gedenken, die ihr Leben in dem Glauben verloren, dass Ägypten frei sein und seinen Menschen würdig sein könnte.

Heute trauern wir um sie. Wir trauern auch um eine Revolution, deren Versprechen unter der Last der Vergangenheit begraben wurde.

Scandale Mogherini : les fonds destinés à l'Université de Tirana ont financé le Collège d'Europe

Courrier des Balkans / Albanie - Mon, 02/02/2026 - 08:05

Le scandale Mogherini rebondit en Albanie. La filiale de Tirana du Collège de l'Europe à Tirana devait disposer d'un nouveau campus dans la capitale en moins de deux ans, dans des locaux et avec des fonds publics prévus pour l'Université publique de Tirana.

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Béhanzin, le roi que l'histoire refuse d'effacer

BBC Afrique - Sun, 01/02/2026 - 16:37
Considéré comme symbole de la résistance anticoloniale française, Béhanzin le roi de Dahomey reste une figure importante de la mémoire béninoise contemporaine.
Categories: Africa, Afrique

L'Afrique Réelle n°194 - Février 2024

L'Afrique réelle (Blog de Bernard Lugan) - Sun, 01/02/2026 - 11:32
Sommaire

Actualité
- L’Algérie se marginalise
- Le football, triste révélateur de l’état moral de l’Algérie
Dossier : Les frontières de l'Algérie
- Le contentieux territorial algéro-libyen- Les amputations du Maroc au profit de l’Algérie
- Le contentieux territorial  Tunisie-Algérie
Livre
Quand les Africains colonisaient l’Afrique


Editorial de Bernard Lugan
L’Algérie, dernier Etat colonial en Afrique…
L’Algérie qui vient de criminaliser la colonisation française ferait bien de «_balayer devant sa porte ». En effet, et comme le dossier central de ce numéro de l’Afrique Réelle le montre, l’Algérie dont la boussole semble être définitivement bloquée sur les années 1960, est en réalité le dernier Etat colonial en Afrique. 
Guidée par sa haine de la France, elle a décidé de réactiver le discours anticolonialiste  qui fut celui du siècle dernier. Or, ce faisant, elle va se trouver dans l’inconfortable position de l’« arroseur arrosé ». 
Durant des décennies, l’Algérie a en effet exigé que se tienne un référendum afin de savoir si les populations du Sahara dit « occidental » qui n’avaient pourtant rien à voir avec elle, avaient vocation à retourner dans le giron de leur mère patrie marocaine, ou bien si elles souhaitaient au contraire revendiquer l’indépendance. Or, en même temps, cramponnée à son riche héritage territorial colonial, Alger écartait toute idée de référendum pour les populations des provinces marocaines, tunisiennes et libyennes qui lui avaient été rattachées par le colonisateur français honni… De même, Alger se gardait bien d’évoquer la volonté des Touareg qui, dans les années 1960, refusant toute appartenance à la future Algérie, avaient demandé à la France un statut séparé. Quant au souhait des Kabyles, il s’inscrivait lui aussi dans une claire et argumentée revendication nationale obstinément niée par l’Algérie. 
En réactivant un discours anticolonial appartenant à une époque révolue,   l’Algérie  a donc ouvert une « boite de Pandore » qui, dans l’avenir, va lui causer bien des problèmes. Elle va en effet apparaître comme étant le dernier Etat colonial en Afrique. Un Etat colonial refusant d’appliquer le droit international à l’autodétermination, c’est-à-dire le droit des peuples à disposer d’eux-mêmes, aux populations des territoires marocains, tunisiens et libyens qui lui furent offerts par le colonisateur français et qu’elle considère comme lui appartenant définitivement. 
Quant à la revendication kabyle présentée comme une question de décolonisation inachevée, elle va se poser avec de plus en plus de force dans les années futures, les Kabyles soutenant, à juste titre, que leur patrie fut rattachée à l’Algérie sans consultation de sa population. Les mouvements kabyles vont donc nécessairement demander à l’ONU d’initier un processus international permettant au peuple kabyle d’exercer librement son droit à l’autodétermination dans ses frontières historiques d’avant la colonisation française. S’ils y réussissaient, ce serait alors l’existence même de l’Algérie qui serait en jeu. Voilà quel serait le résultat des réactions anti-françaises primaires des gérontes algériens …
Pour en savoir plus voir mes deux livres : Algérie l’Histoire à l’endroit et Histoire des Algéries.
Categories: Afrique

Quelles mesures les États-Unis s'apprêtent-ils à prendre contre l'Iran ?

BBC Afrique - Sun, 01/02/2026 - 10:59
Deux anciens hauts responsables du département américain de la Défense, le Pentagone, ont déclaré dans une interview accordée à BBC Persian que les États-Unis cherchaient encore comment réagir face à l'Iran.
Categories: Africa, Afrique

Orthodoxie : hommage à l'archevêque Anastasios d'Albanie

Courrier des Balkans / Albanie - Sun, 01/02/2026 - 09:21

Une cérémonie a été organisée au Parlement européen en hommage au métropolite Anastasios de Tirana, décédé le 25 janvier 2025, qui a restauré l'Église orthodoxe d'Albanie, dans un esprit de mission et d'ouverture au dialogue oecuménique et inter-religieux.

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Plus de 200 morts dans l'effondrement d'une mine en République démocratique du Congo

BBC Afrique - Sat, 31/01/2026 - 16:22
La mine s'est effondrée après de fortes pluies mercredi, selon un porte-parole rebelle local.
Categories: Afrique

La ''Honte noire'' ou le ''déshonneur racial" : l'histoire ignorée des Nazis et les Noirs

BBC Afrique - Sat, 31/01/2026 - 14:01
Depuis quelques années, des travaux d'historiens ont révélé que les Noirs ont fait l'objet de massacres et d'atrocités inhumaines de la part des Nazis.
Categories: Africa, Afrique

Qu'est-ce que le Conseil de paix de Trump et qui a rejoint cet organisme que certains pensent vouloir remplacer l'ONU ?

BBC Afrique - Sat, 31/01/2026 - 11:00
Donald Trump a déclaré que cet organisme serait « l'une des organisations les plus importantes jamais créées ». Mais on ne sait pas encore exactement comment ni où il fonctionnera.
Categories: Africa, Afrique

Balkans : au temps des réunions nationales et des changements de frontières

Courrier des Balkans / Serbie - Sat, 31/01/2026 - 08:41

Unifications nationales ou mariages forcés... L'idée d'union entre la Roumanie et la Moldavie, récemment relancée par Chișinău, rappelle que les frontières ont souvent évolué dans l'histoire des Balkans. Tour d'horizon historique.

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Pourquoi Ibrahim Traoré a-t-il dissous les partis politiques du Burkina Faso et transféré leur patrimoine à l'Etat ?

BBC Afrique - Fri, 30/01/2026 - 17:18
La décision a été rendue publique ce jeudi au sortir d'un conseil des ministres. Le ministre d'Etat, ministre de l'Administration territoriale et de la Mobilité du Burkina Faso, Emile Zerbo a annoncé dans une déclaration la dissolution des partis et formations politiques du pays.
Categories: Africa, Afrique

« Tout acte de migration de la colonie vers la métropole est un acte de résistance et de rébellion, qu'il soit légal ou irrégulier. »

BBC Afrique - Fri, 30/01/2026 - 16:33
Dans une interview accordée à BBC Mundo, l'écrivain et militant des droits de l'homme camerounais raconte son parcours jusqu'à son arrivée en Espagne et les difficultés auxquelles font face les migrants.
Categories: Africa, Afrique

Attaque de l'aéroport de Niamey : le général Tiani réagit et accuse nommément des chefs d'Etat

BBC Afrique - Fri, 30/01/2026 - 13:17
Après près d'une demi-journée à l'issue de la supposée attaque contre l'aéroport Hamani Ndiori de Niamey, le président de la transition militaire du Niger, le général Abdourahamane Tiani a fait une déclaration diffusée jeudi soir à la radio publique La Voix du Sahel, accusant des chefs d'Etat.
Categories: Africa, Afrique

Communiqué de presse - La présidence chypriote informe les commissions du Parlement de ses priorités

Parlement européen (Nouvelles) - Fri, 30/01/2026 - 10:14
Les ministres tiennent une série de réunions au sein des commissions parlementaires afin de présenter les priorités de la présidence chypriote du Conseil.
Commission des affaires constitutionnelles
Commission des affaires étrangères
Commission de l'agriculture et du développement rural
Commission de la culture et de l'éducation
Commission du développement
Commission de l'emploi et des affaires sociales
Commission de l'environnement, de la santé publique et de la sécurité alimentaire
Commission des droits des femmes et de l'égalité des genres
Commission du marché intérieur et de la protection des consommateurs
Commission du commerce international
Commission de l'industrie, de la recherche et de l'énergie
Commission des affaires juridiques
Commission des libertés civiles, de la justice et des affaires intérieures
Commission de la pêche
Commission de la sécurité et de la défense
Commission des transports et du tourisme

Source : © Union européenne, 2026 - PE
Categories: Afrique, Union européenne

Press release - Cyprus Presidency debriefs European Parliament committees on priorities

Ministers are holding a series of meetings in parliamentary committees to present the priorities of the Cyprus Presidency of the Council.
Committee on Constitutional Affairs
Committee on Foreign Affairs
Committee on Agriculture and Rural Development
Committee on Culture and Education
Committee on Development
Committee on Employment and Social Affairs
Committee on the Environment, Public Health and Food Safety
Committee on Women’s Rights and Gender Equality
Committee on the Internal Market and Consumer Protection
Committee on International Trade
Committee on Industry, Research and Energy
Committee on Legal Affairs
Committee on Civil Liberties, Justice and Home Affairs
Committee on Fisheries
Committee on Security and Defence
Committee on Transport and Tourism

Source : © European Union, 2026 - EP
Categories: Afrique, European Union

Briefing - 2028-2034 MFF: Quality analysis of the Commission’s impact assessments - PE 774.720 - Committee on Legal Affairs - Committee on Civil Liberties, Justice and Home Affairs - Committee on Agriculture and Rural Development - Committee on...

The European Commission drew up seven impact assessments (IAs) in support of 18 programme proposals for the 2028-2034 multiannual financial framework (MFF) and the proposed regulation on a horizontal performance framework. The broad scope of these IAs does not allow individual programme proposals to be assessed in any detail – as is particularly salient in the case of the IA on the national and regional partnership plans, covering nine legislative proposals. All IAs acknowledge a deviation from the scope and depth of a standard IA as defined by the Better Regulation Guidelines (BRG). This is justified with Tool #9 of the BR Toolbox, which indicates the specificity of the MFF, but does not define how related IAs should be carried out. As a result, the application of the better regulation principles varies widely across the MFF IAs. They are similar insofar as the Commission chose for all of them a mostly horizontal rather than policy-specific approach and did not include any budgetary considerations and scenarios. These choices affect the quality of key sections of the IAs considerably, albeit to varying extents. The problem definition often lacks specificity and substantiation. Similarly, the IAs' objectives remain largely unspecific, which, in turn, affects the IAs' monitoring and evaluation provisions and risks hampering the future measuring of the objectives' achievement. The description of policy options is in most cases short and vague, which weakens the impact analysis. The depth to which economic, social and environmental impacts are assessed varies across the sampled IAs. The analysis remains predominantly qualitative, with quantification largely lacking. All seven MFF initiatives are deemed relevant for small and medium-sized enterprises (SME) and are thus listed in the 'SME filter'. The IAs state that they place great emphasis on simplification and burden reduction. None of them is accompanied by a subsidiarity grid, and they discuss subsidiarity, European added value and proportionality rather briefly. While the IAs differ considerably in terms of quality and transparency when it comes to their evidence base and methodology, all of them acknowledge certain limitations and a lack of data (notably quantitative data). Consultation activities were largely limited to open public consultations. The Regulatory Scrutiny Board (RSB) found significant shortcomings in all seven draft IAs, prompting it, exceptionally, to issue opinions without qualification. The persisting flaws in the final IAs suggest that the RSB recommendations have at best been partially addressed. Altogether, the limited quality of the MFF IAs appears to reflect a missed opportunity to provide policymakers with high-quality and transparent evidence for one of the most important policy packages to be negotiated in the coming months and years.
Source : © European Union, 2026 - EP
Categories: Afrique, European Union

Be(com)ing the largest donor in a post-aid world: analysing the EU’s expanding and evolving role as a Global development actor

PDF/EPUB Cite Share options Information, rights and permissions Metrics and citations Figures and tables Abstract In 2004 the European Union (EU)’s membership grew from 15 to 25 member states. This article analyses how the EU used this ‘big bang enlargement’ to promote horizontal and vertical expansion to its role as a global development actor. It describes how the Union’s larger membership realised considerable horizontal expansion, primarily by increasing the development cooperation budget managed by the EU institutions. The global financial crisis, austerity measures in its member states as well as legal and institutional changes, however, hampered vertical expansion, with many member states failing to sufficiently increase their own national budgets and efforts to promote coordination and harmonisation delivering limited results. The understanding of the task division between the EU and its member states has evolved with the EU having gained a stronger role as a global development actor in its own right. This article contextualises and describes these expansion patterns by analysing key policy trends in the period 2000–2025 in a historical and international perspective and contributes new evidence to the literature on international organisation expansion.

Be(com)ing the largest donor in a post-aid world: analysing the EU’s expanding and evolving role as a Global development actor

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L’Union européenne peut-elle garantir sa sécurité sans autonomie stratégique ?

Institut Choiseul - Thu, 29/01/2026 - 14:37
La guerre est revenue sur le continent européen. Mais elle ne prend plus seulement la forme de combats conventionnels. Drones, cyberattaques, sabotages d’infrastructures critiques, campagnes de désinformation et pressions industrielles s’imbriquent désormais dans un continuum de menaces hybrides qui brouille durablement la frontière entre paix et conflit. Depuis 2022, l’Union européenne évolue dans un environnement […]

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