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Wie die Entwicklungspolitik die Düngemittelkrise abwenden kann

Bonn, 13. April 2026. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit muss schnell handeln, um der Düngemittelkrise zu begegnen. Prioritäten: multilaterale Koordination und Bodengesundheit.

Die drohende Düngemittelkrise ist ein Stresstest für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit. Diese muss nun beweisen, dass der BMZ Reformplan mehr als nur Papier ist. Die Werkzeuge dafür liegen bereit. Die Krise erfordert kurzfristige Maßnahmen und bietet Gelegenheit für einen überfälligen Paradigmenwechsel: weg von der Abhängigkeit von volatilen Düngemittelmärkten hin zu resilienten, lokal verankerten Strategien.

Drohende Düngemittelkrise und ihre Folgen

Der Welt droht erneut eine Düngemittelkrise. Seit die US-amerikanischen und israelischen Luftschläge gegen den Iran zu der Schließung der Straße von Hormus geführt haben, stockt der Handel. Rund ein Drittel des weltweit verschifften Stickstoffdüngers passierte die Meerenge bislang. Nun stiegen die Preise um bis zu 50 Prozent. Für Millionen von Kleinbäuer*innen im Globalen Süden wird ihre Ernährungssicherung gefährdet. Das Welternährungsprogramm warnt, dass der Krieg 45 Millionen weitere Menschen in akute Ernährungsunsicherheit treiben könnte – und auch in Deutschland sind Preisanstiege für Lebensmittel zu erwarten.

In vorherigen Düngemittelkrisen haben steigende Lebensmittelpreise die Inflation stark erhöht. Dies hat nicht nur die Ernährungssicherheit negativ beeinflusst, sondern auch zu Aufständen und einer weiteren Stärkung populistischer Bewegungen geführt. Düngemittelkrisen werden zudem zunehmend im geoökonomischen Wettbewerb politisiert. Zuletzt nutzte Russland Düngemittel-Knappheiten gezielt, um Abhängigkeiten zu vertiefen und politischen Einfluss zu gewinnen. Wer in der Düngemittelkrise Partnerschaften schwächt, verliert an Glaubwürdigkeit und überlässt anderen das Feld.

Die Werkzeuge liegen bereit

Deutschland ist mit 3,5 Milliarden Euro (2023) an Investitionen in ländliche Entwicklung und Ernährungssicherheit der größte bilaterale Geber –  eine Verantwortung, die jetzt zählt.

Spätestens seit der G7-Präsidentschaft 2022 hat sich Deutschland als multilateraler Akteur bei Ernährungskrisen etabliert – von der Global Alliance for Food Security (GAFS) bis zur Unterstützung des Africa Fertilizer and Soil Health Aktionsplans.

Auch in der Umsetzung leistet die deutsche EZ wichtige Beiträge zur Bodengesundheit. Langfristige Initiativen, wie das GIZ-Vorhaben „Soil Protection and Rehabilitation for Food Security“ (ProSoil) haben länderübergreifend rund eine Million Hektar Agrarland rehabilitiert und Ertragssteigerungen von 44 Prozent bei Kleinbäuer*innen erreicht.

Vier Hebel für die nächsten Monate

Basierend auf dem Vertrauen auf multilateraler Ebene und dem starken Portfolio in der Umsetzung kann Deutschland jetzt vier Hebel nutzen.

G7-Koordination verstärken: Die G7-Staaten repräsentieren 73 Prozent aller Geberinvestitionen in Agrar- und Ernährungssysteme. Deutschland sollte koordinierte Maßnahmen vorantreiben und die Reaktivierung der G7 Expert Fertilizer Group vorschlagen.  Die Expertengruppe war bereits nach Russlands Angriff 2022 wichtig, um Soforthilfen und mittelfristige Strategien zur Diversifizierung von Lieferketten abzustimmen.

Sondermittel prüfen; Soforthilfe mit nachhaltigen Maßnahmen verbinden: Bereits in der durch Russland ausgelösten Krise 2022, stellte Deutschland 880 Millionen Euro Sondermittel bereit und mobilisierte damit über die G7 weitere 4,5 Milliarden US-Dollar. Entscheidend ist jetzt die Ausgestaltung eines vergleichbaren Mechanismus, der Mittel direkt bei Kleinbäuer*innen ankommen lässt und an laufende Projekte nachhaltig andockt; statt als Krisengewinne bei der Düngemittelindustrie versandet.

Lokale Düngepotenziale erschließen und Nährstoffnutzungseffizienz steigern: Die Abhängigkeit von importiertem Dünger ist ein strukturelles Problem vieler Länder. Agrarökologische Ansätze wie Kompostierung, integriertes Bodenfruchtbarkeitsmanagement und zugekaufte biologische Inputs sind nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich tragfähig, da sie die Nährstoffnutzungseffizienz konventioneller Düngemittel erhöhen. Das senkt den Bedarf an importierten Düngern. Deutschland sollte diese Ansätze skalieren und weitere Geber einbinden.

Repurposing-Agenda vorantreiben: Die Umwidmung umweltschädlicher Agrarsubventionen kann Abhängigkeiten langfristig abbauen. Deutschland kennt das Problem aus eigener Erfahrung: Allein die Stickstoffüberschüsse der deutschen Landwirtschaft verursachen jährlich Umweltschäden von 4,8 Milliarden Euro. Fossile Subventionen sollten in nachhaltige Bodenpraktiken und den Aufbau dezentraler Düngemittelproduktion umgeleitet werden.

Der BMZ-Reformplan als Chance?

Der BMZ-Reformplan bietet den strategischen Rahmen für eine Antwort auf die Krise. Er verstetigt die Sonderinitiative Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme und betont, dass Ernährungssicherung auf Afrika fokussiert werden muss, dort, wo die Düngemittelkrise am härtesten zuschlagen wird.

Allerdings hat der Plan eine offene Flanke: eine zu enge Fokussierung der Privatwirtschaft. Das hat zwar seine Berechtigung, aber Erfahrungen aus dem deutschen Portfolio für Bodengesundheit zeigen, dass Lösungen oft lokal und wissensintensiv sind, aber nicht zwingend profitabel für (ausländische) Investoren.

Die Reaktion auf die Krise sollte deshalb entwicklungspolitische Prinzipien als Richtschnur weiter hochhalten und niemanden zurücklassen. Es geht um eine nachhaltige Transformation von Abhängigkeiten.

  • Dr. Gideon Tups ist Wirtschaftsgeograph am Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn. Er forscht zu Agrar- und Ernährungssystemen, globalen Lieferketten, Düngemitteln und Bioökonomie.
  • Katharina Molitor ist Humangeographin am IDOS und forscht zum Thema Nahrungsmittelpreisschwankungen und Märkten, Ernährungssicherung und kleinbäuerliche Landwirtschaft.

Wie die Entwicklungspolitik die Düngemittelkrise abwenden kann

Bonn, 13. April 2026. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit muss schnell handeln, um der Düngemittelkrise zu begegnen. Prioritäten: multilaterale Koordination und Bodengesundheit.

Die drohende Düngemittelkrise ist ein Stresstest für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit. Diese muss nun beweisen, dass der BMZ Reformplan mehr als nur Papier ist. Die Werkzeuge dafür liegen bereit. Die Krise erfordert kurzfristige Maßnahmen und bietet Gelegenheit für einen überfälligen Paradigmenwechsel: weg von der Abhängigkeit von volatilen Düngemittelmärkten hin zu resilienten, lokal verankerten Strategien.

Drohende Düngemittelkrise und ihre Folgen

Der Welt droht erneut eine Düngemittelkrise. Seit die US-amerikanischen und israelischen Luftschläge gegen den Iran zu der Schließung der Straße von Hormus geführt haben, stockt der Handel. Rund ein Drittel des weltweit verschifften Stickstoffdüngers passierte die Meerenge bislang. Nun stiegen die Preise um bis zu 50 Prozent. Für Millionen von Kleinbäuer*innen im Globalen Süden wird ihre Ernährungssicherung gefährdet. Das Welternährungsprogramm warnt, dass der Krieg 45 Millionen weitere Menschen in akute Ernährungsunsicherheit treiben könnte – und auch in Deutschland sind Preisanstiege für Lebensmittel zu erwarten.

In vorherigen Düngemittelkrisen haben steigende Lebensmittelpreise die Inflation stark erhöht. Dies hat nicht nur die Ernährungssicherheit negativ beeinflusst, sondern auch zu Aufständen und einer weiteren Stärkung populistischer Bewegungen geführt. Düngemittelkrisen werden zudem zunehmend im geoökonomischen Wettbewerb politisiert. Zuletzt nutzte Russland Düngemittel-Knappheiten gezielt, um Abhängigkeiten zu vertiefen und politischen Einfluss zu gewinnen. Wer in der Düngemittelkrise Partnerschaften schwächt, verliert an Glaubwürdigkeit und überlässt anderen das Feld.

Die Werkzeuge liegen bereit

Deutschland ist mit 3,5 Milliarden Euro (2023) an Investitionen in ländliche Entwicklung und Ernährungssicherheit der größte bilaterale Geber –  eine Verantwortung, die jetzt zählt.

Spätestens seit der G7-Präsidentschaft 2022 hat sich Deutschland als multilateraler Akteur bei Ernährungskrisen etabliert – von der Global Alliance for Food Security (GAFS) bis zur Unterstützung des Africa Fertilizer and Soil Health Aktionsplans.

Auch in der Umsetzung leistet die deutsche EZ wichtige Beiträge zur Bodengesundheit. Langfristige Initiativen, wie das GIZ-Vorhaben „Soil Protection and Rehabilitation for Food Security“ (ProSoil) haben länderübergreifend rund eine Million Hektar Agrarland rehabilitiert und Ertragssteigerungen von 44 Prozent bei Kleinbäuer*innen erreicht.

Vier Hebel für die nächsten Monate

Basierend auf dem Vertrauen auf multilateraler Ebene und dem starken Portfolio in der Umsetzung kann Deutschland jetzt vier Hebel nutzen.

G7-Koordination verstärken: Die G7-Staaten repräsentieren 73 Prozent aller Geberinvestitionen in Agrar- und Ernährungssysteme. Deutschland sollte koordinierte Maßnahmen vorantreiben und die Reaktivierung der G7 Expert Fertilizer Group vorschlagen.  Die Expertengruppe war bereits nach Russlands Angriff 2022 wichtig, um Soforthilfen und mittelfristige Strategien zur Diversifizierung von Lieferketten abzustimmen.

Sondermittel prüfen; Soforthilfe mit nachhaltigen Maßnahmen verbinden: Bereits in der durch Russland ausgelösten Krise 2022, stellte Deutschland 880 Millionen Euro Sondermittel bereit und mobilisierte damit über die G7 weitere 4,5 Milliarden US-Dollar. Entscheidend ist jetzt die Ausgestaltung eines vergleichbaren Mechanismus, der Mittel direkt bei Kleinbäuer*innen ankommen lässt und an laufende Projekte nachhaltig andockt; statt als Krisengewinne bei der Düngemittelindustrie versandet.

Lokale Düngepotenziale erschließen und Nährstoffnutzungseffizienz steigern: Die Abhängigkeit von importiertem Dünger ist ein strukturelles Problem vieler Länder. Agrarökologische Ansätze wie Kompostierung, integriertes Bodenfruchtbarkeitsmanagement und zugekaufte biologische Inputs sind nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich tragfähig, da sie die Nährstoffnutzungseffizienz konventioneller Düngemittel erhöhen. Das senkt den Bedarf an importierten Düngern. Deutschland sollte diese Ansätze skalieren und weitere Geber einbinden.

Repurposing-Agenda vorantreiben: Die Umwidmung umweltschädlicher Agrarsubventionen kann Abhängigkeiten langfristig abbauen. Deutschland kennt das Problem aus eigener Erfahrung: Allein die Stickstoffüberschüsse der deutschen Landwirtschaft verursachen jährlich Umweltschäden von 4,8 Milliarden Euro. Fossile Subventionen sollten in nachhaltige Bodenpraktiken und den Aufbau dezentraler Düngemittelproduktion umgeleitet werden.

Der BMZ-Reformplan als Chance?

Der BMZ-Reformplan bietet den strategischen Rahmen für eine Antwort auf die Krise. Er verstetigt die Sonderinitiative Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme und betont, dass Ernährungssicherung auf Afrika fokussiert werden muss, dort, wo die Düngemittelkrise am härtesten zuschlagen wird.

Allerdings hat der Plan eine offene Flanke: eine zu enge Fokussierung der Privatwirtschaft. Das hat zwar seine Berechtigung, aber Erfahrungen aus dem deutschen Portfolio für Bodengesundheit zeigen, dass Lösungen oft lokal und wissensintensiv sind, aber nicht zwingend profitabel für (ausländische) Investoren.

Die Reaktion auf die Krise sollte deshalb entwicklungspolitische Prinzipien als Richtschnur weiter hochhalten und niemanden zurücklassen. Es geht um eine nachhaltige Transformation von Abhängigkeiten.

  • Dr. Gideon Tups ist Wirtschaftsgeograph am Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn. Er forscht zu Agrar- und Ernährungssystemen, globalen Lieferketten, Düngemitteln und Bioökonomie.
  • Katharina Molitor ist Humangeographin am IDOS und forscht zum Thema Nahrungsmittelpreisschwankungen und Märkten, Ernährungssicherung und kleinbäuerliche Landwirtschaft.

Wie die Entwicklungspolitik die Düngemittelkrise abwenden kann

Bonn, 13. April 2026. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit muss schnell handeln, um der Düngemittelkrise zu begegnen. Prioritäten: multilaterale Koordination und Bodengesundheit.

Die drohende Düngemittelkrise ist ein Stresstest für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit. Diese muss nun beweisen, dass der BMZ Reformplan mehr als nur Papier ist. Die Werkzeuge dafür liegen bereit. Die Krise erfordert kurzfristige Maßnahmen und bietet Gelegenheit für einen überfälligen Paradigmenwechsel: weg von der Abhängigkeit von volatilen Düngemittelmärkten hin zu resilienten, lokal verankerten Strategien.

Drohende Düngemittelkrise und ihre Folgen

Der Welt droht erneut eine Düngemittelkrise. Seit die US-amerikanischen und israelischen Luftschläge gegen den Iran zu der Schließung der Straße von Hormus geführt haben, stockt der Handel. Rund ein Drittel des weltweit verschifften Stickstoffdüngers passierte die Meerenge bislang. Nun stiegen die Preise um bis zu 50 Prozent. Für Millionen von Kleinbäuer*innen im Globalen Süden wird ihre Ernährungssicherung gefährdet. Das Welternährungsprogramm warnt, dass der Krieg 45 Millionen weitere Menschen in akute Ernährungsunsicherheit treiben könnte – und auch in Deutschland sind Preisanstiege für Lebensmittel zu erwarten.

In vorherigen Düngemittelkrisen haben steigende Lebensmittelpreise die Inflation stark erhöht. Dies hat nicht nur die Ernährungssicherheit negativ beeinflusst, sondern auch zu Aufständen und einer weiteren Stärkung populistischer Bewegungen geführt. Düngemittelkrisen werden zudem zunehmend im geoökonomischen Wettbewerb politisiert. Zuletzt nutzte Russland Düngemittel-Knappheiten gezielt, um Abhängigkeiten zu vertiefen und politischen Einfluss zu gewinnen. Wer in der Düngemittelkrise Partnerschaften schwächt, verliert an Glaubwürdigkeit und überlässt anderen das Feld.

Die Werkzeuge liegen bereit

Deutschland ist mit 3,5 Milliarden Euro (2023) an Investitionen in ländliche Entwicklung und Ernährungssicherheit der größte bilaterale Geber –  eine Verantwortung, die jetzt zählt.

Spätestens seit der G7-Präsidentschaft 2022 hat sich Deutschland als multilateraler Akteur bei Ernährungskrisen etabliert – von der Global Alliance for Food Security (GAFS) bis zur Unterstützung des Africa Fertilizer and Soil Health Aktionsplans.

Auch in der Umsetzung leistet die deutsche EZ wichtige Beiträge zur Bodengesundheit. Langfristige Initiativen, wie das GIZ-Vorhaben „Soil Protection and Rehabilitation for Food Security“ (ProSoil) haben länderübergreifend rund eine Million Hektar Agrarland rehabilitiert und Ertragssteigerungen von 44 Prozent bei Kleinbäuer*innen erreicht.

Vier Hebel für die nächsten Monate

Basierend auf dem Vertrauen auf multilateraler Ebene und dem starken Portfolio in der Umsetzung kann Deutschland jetzt vier Hebel nutzen.

G7-Koordination verstärken: Die G7-Staaten repräsentieren 73 Prozent aller Geberinvestitionen in Agrar- und Ernährungssysteme. Deutschland sollte koordinierte Maßnahmen vorantreiben und die Reaktivierung der G7 Expert Fertilizer Group vorschlagen.  Die Expertengruppe war bereits nach Russlands Angriff 2022 wichtig, um Soforthilfen und mittelfristige Strategien zur Diversifizierung von Lieferketten abzustimmen.

Sondermittel prüfen; Soforthilfe mit nachhaltigen Maßnahmen verbinden: Bereits in der durch Russland ausgelösten Krise 2022, stellte Deutschland 880 Millionen Euro Sondermittel bereit und mobilisierte damit über die G7 weitere 4,5 Milliarden US-Dollar. Entscheidend ist jetzt die Ausgestaltung eines vergleichbaren Mechanismus, der Mittel direkt bei Kleinbäuer*innen ankommen lässt und an laufende Projekte nachhaltig andockt; statt als Krisengewinne bei der Düngemittelindustrie versandet.

Lokale Düngepotenziale erschließen und Nährstoffnutzungseffizienz steigern: Die Abhängigkeit von importiertem Dünger ist ein strukturelles Problem vieler Länder. Agrarökologische Ansätze wie Kompostierung, integriertes Bodenfruchtbarkeitsmanagement und zugekaufte biologische Inputs sind nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich tragfähig, da sie die Nährstoffnutzungseffizienz konventioneller Düngemittel erhöhen. Das senkt den Bedarf an importierten Düngern. Deutschland sollte diese Ansätze skalieren und weitere Geber einbinden.

Repurposing-Agenda vorantreiben: Die Umwidmung umweltschädlicher Agrarsubventionen kann Abhängigkeiten langfristig abbauen. Deutschland kennt das Problem aus eigener Erfahrung: Allein die Stickstoffüberschüsse der deutschen Landwirtschaft verursachen jährlich Umweltschäden von 4,8 Milliarden Euro. Fossile Subventionen sollten in nachhaltige Bodenpraktiken und den Aufbau dezentraler Düngemittelproduktion umgeleitet werden.

Der BMZ-Reformplan als Chance?

Der BMZ-Reformplan bietet den strategischen Rahmen für eine Antwort auf die Krise. Er verstetigt die Sonderinitiative Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme und betont, dass Ernährungssicherung auf Afrika fokussiert werden muss, dort, wo die Düngemittelkrise am härtesten zuschlagen wird.

Allerdings hat der Plan eine offene Flanke: eine zu enge Fokussierung der Privatwirtschaft. Das hat zwar seine Berechtigung, aber Erfahrungen aus dem deutschen Portfolio für Bodengesundheit zeigen, dass Lösungen oft lokal und wissensintensiv sind, aber nicht zwingend profitabel für (ausländische) Investoren.

Die Reaktion auf die Krise sollte deshalb entwicklungspolitische Prinzipien als Richtschnur weiter hochhalten und niemanden zurücklassen. Es geht um eine nachhaltige Transformation von Abhängigkeiten.

  • Dr. Gideon Tups ist Wirtschaftsgeograph am Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn. Er forscht zu Agrar- und Ernährungssystemen, globalen Lieferketten, Düngemitteln und Bioökonomie.
  • Katharina Molitor ist Humangeographin am IDOS und forscht zum Thema Nahrungsmittelpreisschwankungen und Märkten, Ernährungssicherung und kleinbäuerliche Landwirtschaft.

Friedrich Merz' 80-Prozent-Illusion

Der Bundeskanzler will mehr als 700.000 integrierte Syrer zurück in ihr Herkunftsland schicken. Das ist ökonomisch völlig unsinnig und ein Affront gegen die Betroffenen. , Bundeskanzler Friedrich Merz hat mit seiner Äußerung, rund 80 Prozent der in Deutschland lebenden Syrerinnen und Syrer sollten innerhalb von drei Jahren in ihr Heimatland zurückkehren, eine breite Kontroverse ausgelöst. Die Reaktionen reichen von Zustimmung bis zu scharfer Kritik. Die AfD sieht ihre ...

La Russie minimise la victoire de Peter Magyar en Hongrie

RFI (Europe) - Mon, 13/04/2026 - 09:43
Moscou évite de souligner la perte de son meilleur allié au sein de l’Union européenne. Et s’interroge sur l’ampleur du changement de politique à attendre.
Categories: Africa, Union européenne

" En mémoire de NIGNAN Arouna Kader Robert dit Bobby.

Lefaso.net (Burkina Faso) - Mon, 13/04/2026 - 09:00

14 Avril 2004 - 14 Avril 2026.
Nul ne disparaît lorsque sa mémoire reste gravée dans nos cœurs.

Voilà vingt deux (22) ans, qu'il a plu au seigneur de rappeler auprès de lui, son humble serviteur, NIGNAN Arouna Kader Robert dit Bobby, ingénieur électro-mécanicien.

En ce douloureux souvenir, sa famille vous renouvelle ses sincères gratitudes pour vos soutiens multiformes.
Elle vous prie de vous unir à elle dans la prière pour l'éternel repos de son âme.
Bobby, à jamais dans nos cœurs. Reposes en paix "

Categories: Afrique, France

Orbán déchu

Euractiv.fr - Mon, 13/04/2026 - 08:40

Également dans l'édition de lundi : les répercussions de la victoire record de Péter Magyar

The post Orbán déchu appeared first on Euractiv FR.

Categories: France, Union européenne

Entre États-Unis et Europe, le Kosovo face aux divisions de ses alliés

Courrier des Balkans / Kosovo - Mon, 13/04/2026 - 08:30

Le Kosovo ne sait plus à quel saint se vouer, entre les incohérences de Donald Trump et les divisions de l'Union européenne, Alors que le petit pays n'arrive pas à élire son ou sa présidente, Vjosa Osmani joue-t-elle la carte de Washington et Albin Kurti celle de Bruxelles ? Analyse.

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Ukraine’s veterans policy

Written by Jakub Przetacznik.

The reintegration of Ukrainian war veterans into civilian life presents both a significant challenge and an opportunity for Ukraine’s economic reconstruction. Veterans are facing various difficulties depending on factors such as their educational background, military role, access to healthcare (including psychological assistance), gender and access to housing, especially for those from territories currently occupied by Russia.

Ukraine recently adopted its veterans policy strategy for 2030, aiming to restore the human capital and wellbeing of veterans and their families. It also seeks to express respect and gratitude towards veterans, commemorate fallen soldiers and define the role of veterans in ensuring Ukraine’s security and defence capabilities.

The European Commission’s Ukraine 2025 enlargement report addresses the situation of veterans in several sections, assessing reforms and providing recommendations for progress on the path to EU membership. These sections concern employment and the rights of people with disabilities.

Implementing the veterans policy for 2030 and various recommendations from the European Commission will require further resources to build a lasting support system for veterans. This issue is expected to be discussed during the Council of the European Union meeting on 21 April 2026.

Read the complete briefing on ‘Ukraine’s veterans policy‘ in the Think Tank pages of the European Parliament.

Informal Settlements Grapple With Climate Extremes in Pacific Islands

Africa - INTER PRESS SERVICE - Mon, 13/04/2026 - 08:26
A rising cycle of poverty and extreme weather threatens many towns and cities, especially those situated on coastlines, in the Pacific Islands. Urban centres in the Pacific have grown at an unprecedented rate this century, rapidly straining national resources for urban planning. But governments are now making progress on improving people’s lives in the informal […]

Macédoine du Nord : les examens de la magistrature relancent la querelle des langues

Courrier des Balkans / Macédoine - Mon, 13/04/2026 - 08:09

En Macédoine du Nord, l'enseignement supérieur est bilingue. On peut étudier le droit en albanais, mais les examens d'entrée dans la magistrature se passent uniquement en langue macédonienne. Les étudiants et les partis albanais ont manifesté, réveillant les vieilles querelles ethnolinguistiques.

- Le fil de l'Info / , , , , ,

Philippines Says Any Joint Oil Exploration With China Will Follow Country’s Constitution

TheDiplomat - Mon, 13/04/2026 - 06:56
Last month, President Ferdinand Marcos Jr. announced that he was open to resumption of joint oil exploration in the disputed South China Sea.

Amb. Stephen Rapp on How the Ground Is Being Prepared for Ethnic Cleansing in India

TheDiplomat - Mon, 13/04/2026 - 06:37
“The non-stop incitement and conduct of anti-Muslim violence, in the absence of any accountability for perpetrators, has resulted in the normalization of persecution.”

Why the India-Bangladesh Ganges Treaty Renewal Must Deliver Real Security

TheDiplomat - Mon, 13/04/2026 - 06:27
The treaty will expire later this year. But it was not discussed during Bangladesh Foreign Minister Khalilur Rahman’s recent visit to Delhi.

Three Indian Nationals Killed in Myanmar Civil War

TheDiplomat - Mon, 13/04/2026 - 06:15
The three men were captured by the rebel People’s Defense Army but subsequently tortured and killed by a rival outfit.

United States : White House blocks appointment of Arctic ambassador

Intelligence Online - Mon, 13/04/2026 - 06:00
While on the one hand US President Donald Trump continues to voice frustration over Greenland, the White House continues to ignore the diplomatic tools at its disposal to push Washington's Arctic policy. Yet only a few months ago, in December, [...]

France/United States : DGSI and Palantir, NSA reshuffle, US base in Micronesia, police-gendarmerie friction in France

Intelligence Online - Mon, 13/04/2026 - 06:00
France – Palantir still banned in some DGSI divisions, despite contract renewalAlthough France's DGSI domestic intelligence agency renewed its contract [...]

Saudi Arabia : MbS-backed defence industry putting up resistance to Aramco's self-defence plans

Intelligence Online - Mon, 13/04/2026 - 06:00
The Saudi oil giant Aramco is looking to acquire autonomous anti-drone capabilities, separate from the kingdom's military infrastructure. The project [...]

Cambodia : Cambodia's strategic airport battle behind broken security contract

Intelligence Online - Mon, 13/04/2026 - 06:00
The operator responsible for security at Techo International Airport (KTI) in Cambodia, Security Aviation Kampuchea (Sakam), is currently renegotiating the [...]

France/Ukraine : Currently busy striking Russia, Flamingo missile in the pink due to MBDA

Intelligence Online - Mon, 13/04/2026 - 06:00
The list of Ukrainian companies in Paris on 7 and 8 April to forge industrial partnerships with French firms was [...]

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