Les contrôles le long de la frontière de 1,2 km qui sépare l’Espagne et Gibraltar devraient cesser en janvier 2026 pour les 15 000 travailleurs frontaliers qui la traversent chaque jour depuis l’Espagne, rapporte le quotidien espagnol El País.
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Dimanche 24 août, des centaines de coups de feu ont été tirés depuis un bateau des garde-côtes libyens en direction de l’Ocean Viking, un navire de l’ONG SOS Méditerrannée, dans les eaux internationales. Aucun mort ou blessé n’est à déplorer, mais le navire a été lourdement endommagé.
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Plusieurs villes dans le monde sont citées comme lieux possibles pour une éventuelle rencontre entre Donald Trump, Vladimir Poutine et Volodymyr Zelensky. Mais des obstacles de taille, notamment le mandat d’arrêt international lancé contre le président russe, compliquent la situation.
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Jusqu’à la semaine dernière, la plateforme Kick n’avait pas désigné de représentant légal dans l’UE — une obligation essentielle dans le cadre du règlement européen sur les services numériques (Digital Services Act, DSA) destinée à mieux faire appliquer la loi aux entités basées en dehors de l’Union.
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La présidente de la Commission européenne a défendu l’accord conclu avec Donald Trump, estimant qu’il s’agit d’une décision « délibérée » qui a permis d’éviter une guerre commerciale totale entre l’UE et les États-Unis.
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Ländliche Gemeinschaften sind besonders anfällig für Wetterschwankungen und die Zerstörung von Ökosystemen. Bisher haben sich Landwirt*innen entweder allein oder gemeinschaftlich durch verschiedene Risikomanagement-Strategien an Klimaschwankungen und Wetterextreme angepasst. Der Klimawandel verstärkt jedoch die Häufigkeit und Intensität extremer Wetterereignisse und verschärft die Umweltzerstörung.
Als Ergänzung zu konventionellen Risikomanagementstrategien werden nun marktbasierte Risikotransferinstrumente entwickelt, um ländliche Haushalte vor den erhöhten Klimarisiken zu schützen. Lösungen zum Risikotransfer spielen eine zentrale Rolle in der globalen Klima- und Entwicklungsagenda. Internationale und regionale Initiativen wie die InsuResilience Global Partnership unterstützen gefährdete Entwicklungsländer dabei, ihre finanzielle Absicherung durch Klimarisiko-Finanzierung und -Versicherungen zu erhöhen. Dazu zählen auch innovative Systeme auf Mikroebene wie Wetterindexversicherungen.
Seit rund zehn Jahren sind indexbasierte Wetterversicherungen zentraler Bestandteil der Debatte zu Klimaresilienz. Solche Systeme entschädigen die Versicherten auf Grundlage eines vordefinierten Wetterindexes und nicht wie bei traditionellen Versicherungen auf Grundlage von Einzelschäden. Daher birgt dieses Instrument mehrere Vorteile. Es ist zum Beispiel zeit- und kosteneffektiv und hat ein geringeres subjektives Risiko.
Obwohl Wetterindexversicherungen deshalb vielversprechend sind, erweist sich die Ausgestaltung und Förderung in Entwicklungsländern oft als schwierig. Erstens mangelt es besonders den ärmsten ländlichen Gemeinschaften, die Klimarisiken ausgesetzt sind, am Zugang zu erschwinglichen Versicherungen. Zweitens tragen Anbieter von Versicherungen aufgrund der zunehmenden Häufigkeit und Schwere von Wetterextremen ein erhöhtes Risiko für größere Schäden, während Rückversicherungsleistungen oft fehlen. Und drittens wird den Umweltfolgen von Wetterindex-Mikroversicherungen in Forschung und Politik bislang wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei sind der Schutz der Umwelt und der Aufbau ökologischer Resilienz entscheidende politische Aspekte des Klimarisikomanagements in ländlichen Regionen, in denen die Armen überproportional von Ökosystemgütern und -leistungen abhängen, da es ihnen oft an alternativen Lebensgrundlagen fehlt.
Dieses Papier erörtert auf Grundlage der Ergebnisse einer Auswertung der vorliegenden Literatur zu Wetterindexversicherungen sowie von Feldforschungen die wichtigsten Herausforderungen für Mikroversicherungen. Es entwickelt Empfehlungen für die Entwicklungszusammenarbeit, Regierungen und Versicherungen zur Ausgestaltung verbesserter Klimarisikoversicherungen. Der Fokus liegt speziell auf Wetterindexversicherungen für die arme ländliche Bevölkerung auf Mikroebene. Es ist dringend nötig, das Wissen über die potenziellen positiven und negativen Umweltfolgen von Wetterversicherungen zu erweitern und verschiedenste Klimarisikomanagement-Strategien für die Armen zu entwickeln, einschließlich Mechanismen zur sozialen Sicherung.
2021 ist ein wichtiges Jahr für die Zusammenarbeit Europas mit seinen Nachbarn im Nahen Osten und in Nordafrika (MENA). Die Corona-Pandemie zwang die Europäische Union (EU) bei der Erstellung ihres neuen Mehrjahreshaushalts, die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Prioritäten ihrer Kooperation mit den MENA-Ländern sowie die ihrer Mitgliedstaaten zu überdenken. Ihr Potenzial, die Beziehungen zwischen Staat und Gesellschaft in den MENA-Ländern positiv zu beeinflussen, hat sie aber noch längst nicht ausgeschöpft. Die jüngste Mitteilung zur Europäischen Nachbarschaftspolitik (ENP) Süd vom Februar 2021 kündigt eine „neue Agenda“ für die Zusammenarbeit mit den MENA-Ländern an. Offensichtliche Zielkonflikte bleiben aber unausgesprochen, v.a. die Unvereinbarkeit des Strebens nach liberal-demokratischen und Wirtschaftsreformen, mehr Rechenschaftspflicht und der Achtung von Menschenrechten durch die MENA-Regierungen auf der einen Seite und einer restriktiven Handelspolitik der EU, Migrationssteuerung und sicherheitspolitischer Kooperation auf der anderen. Zudem mangelt es an bilateraler Koordination zwischen den EU-Mitgliedstaaten. Das Konzept des Gesellschaftsvertrags könnte helfen, diese Konflikte zu überwinden. Sie sind unvermeidlich, wenn inter-nationale Kooperation v.a. kurz- bis mittelfristige Ziele wie Migrationssteuerung, Resilienzförderung und Privatinvestitionen verfolgt. In autoritären Kontexten wird dadurch aber oft der Staat zu Lasten der Gesellschaft gestärkt, was zu Spannungen führt und nicht zur angestrebten Stabilität. Gesellschaftsverträge stärker zu beachten führt zu einer längerfristigen Perspektive. Sie beruhen auf der Erbringung von 3 „P“s durch den Staat: Protection (Schutz der Bürger), Provision (wirtschaftliche und soziale Dienstleistungen) und Participation (Teilhabe der Gesellschaft an Entscheidungen).
Das Konzept des Gesellschaftsvertrags kann Orientierung bei der gemeinsamen Ausrichtung und Organisation der Politik der EU und ihrer Mitgliedstaaten geben. Es verdeutlicht, wie die drei „P“s bei der Verbesserung des sozialen Zusammenhalts, der innerstaatlichen Beziehungen und der politischen Stabilität zusammenwirken. Dadurch hilft es, die Wirksamkeit, Kohärenz und Koordination der MENA-Politik der EU und ihrer Mitgliedstaaten zu verbessern. Einige Mitglieder fokussieren hierin auf Handel und Investitionen, andere auf politische Reformen und Menschenrechte und wieder andere auf Migrationssteuerung. Eine längerfristige Perspektive würde verdeutlichen, dass nachhaltigere Gesellschaftsverträge in den MENA-Ländern alle diesen Zielen dienlich sind. Alle Maßnahmen der Europäer sollten daher auf Reformen abzielen, die die Gesellschaftsverträge der MENA-Länder für alle Vertragsparteien, also Regierungen und gesellschaftliche Gruppen, akzeptabler machen. Im Idealfall werden solche Reformen von den Parteien auf Augenhöhe ausgehandelt. In der Praxis ist die Verhandlungsmacht der Gesellschaft aber oft begrenzt – weshalb europäische Politik die Gesellschaften stets mindestens so sehr stärken sollte wie die Regierungen. In diesem Papier werden vier Bereiche der Zusammenarbeit erörtert, die wirkungsvolle Treiber für Veränderungen in den Gesellschaftsverträgen darstellen: (i) Konfliktlösung, Friedenskonsolidierung und Wiederaufbau; (ii) Wiederaufbau nach der Corona-Pandemie: Gesundheit und soziale Absicherung; (iii) Partizipation auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene; sowie (iv) Migration und Mobilität zum gegenseitigen Nutzen.
Die Frage, ob und wie sich Demokratie durch internationale Unterstützung fördern und schützen lässt, hat jüngst an Relevanz gewonnen. Zum einen hat der Abzug der NATO-Truppen aus Afghanistan eine öffentliche Debatte über die Grenzen von Demokratieförderung neu entfacht. Zum anderen wächst der Bedarf an internationalem Demokratieschutz angesichts zunehmender Autokratisierungstrends weltweit. Forschungsergebnisse des DIE zeigen: Wirksame Unterstützung von Demokratie ist möglich. Dabei sind sowohl der Schutz von zentralen demokratischen Institutionen wie Amtszeitbeschränkungen von Machthabern als auch die Förderung von demokratischen Kräften, die sich Autokratisierungsversuchen proaktiv widersetzen, zentral.
Seit 2010 zeichnen sich Autokratisierungstrends dadurch aus, dass sie bereits erreichte Demokratisierungserfolge oft schleichend erodieren und Autokratien festigen. Umgehungen und Aufhebungen präsidentieller Amtszeitbeschränkungen durch amtierende Präsidenten gehören zum typischen „Autokratisierungsbaukasten“. Amtszeitverlängerungen schränken demokratische Kontrolle ein und weiten die präsidentielle Macht aus.
Demokratieförderung und -schutz spielen eine relevante Rolle für den Erhalt präsidentieller Amtszeitbeschränkungen und damit für den Schutz von Demokratie. Sie tragen dazu bei, „Überlebenschancen“ von Amtszeitbeschränkungen zu verbessern. Je mehr internationale Demokratieförderung bereitgestellt wird, desto geringer das Risiko, dass Amtszeitbeschränkungen umgangen werden. Eine DIE-Analyse ergab z. B., dass eine moderat hohe Demokratieförderung von durchschnittlich US$ 2,50 pro Kopf über vier Jahre hinweg das Risiko der Umgehung einer präsidentiellen Amtszeitbeschränkung im Schnitt halbiert.
Basierend auf einer quantitativen Analyse und Fallstudien ergeben sich die folgenden Empfehlungen für internationale Demokratieförderer:
• Demokratieförderung und -schutz komplementär einsetzen. Einerseits gilt es, Demokratie stetig zu fördern, da die Organisations- und Oppositionsfähigkeit politischer und zivilgesellschaftlicher Akteure nur langfristig aufgebaut werden können. Anderseits müssen Demokratieschützer in politischen Krisen auch mit Ad-hoc-Maßnahmen und diplomatischen Mitteln kurzfristig reagieren.
• Demokratieförderung ist eine Risikoinvestition, die sich lohnt. Ob es gelingt, Demokratie langfristig zu fördern und vor Autokratisierung zu schützen, hängt vor allem von heimischen Kräften und Institutionen ab. Auch für sie sind politische Krisen ergebnisoffen. Während Untätigkeit Autokraten eher in die Hände spielt, birgt kontextsensibles Engagement immerhin die Möglichkeit, einen Beitrag zum Erhalt von Demokratie zu leisten.
• Demokratieschutz durch regionale Organisationen stärken. Regionalorganisationen wie die ECOWAS oder AU bieten regionalpolitische Strukturen, die helfen können, deeskalierend zu wirken und glaubwürdige Verpflichtungen vonseiten der Amtsinhaber zu gewährleisten. Internationale Geber könnten sich daher in demokratiekritischen Situationen mit Regionalorganisationen wirksam abstimmen.
Am 14. Juli 2021 hat die EU-Kommission den CO2-Grenzausgleichsmechanismus (Carbon Border Adjustment Mechanism, CBAM) als Teil ihres klimapolitischen Fit-for-55-Pakets vorgestellt. Die EU-Kommission hatte dieses handelspolitische Instrument 2019 im Rahmen des Green Deals angekündigt, um ambitioniertere klimapolitische Ziele umsetzen zu können, ohne dass energieintensive Sektoren ihre Emissionen ins Ausland verlagern (Carbon Leakage). Die CBAM-Vorlage sieht vor, Einfuhren in bestimmten energieintensiven EU-Sektoren mit einer zum CO2-Gehalt proportionalen Abgabe zu belasten: Der CBAM-Entwurf erweitert das bestehende EU-Emissionshandelssystem dahingehend, dass Importeure für im Ausland erworbene Güter aus besonders energieintensiven Sektoren (Stahl, Zement, Strom, Dünger und Aluminium) zum Kauf von CO2-Zertifikaten auf Basis von Emissionsdaten aus dem Ausland verpflichtet werden. Der CBAM soll vor allem eine ambitionierte Klimapolitik der EU befördern. Doch die aktuelle EU-Vorlage erweckt den Eindruck, dass es in erster Linie um die Verbesserung der heimischen Wettbewerbsfähigkeit geht – auf Kosten klimapolitischer Effektivität und auch auf Kosten einer entwicklungspolitischen Perspektive.
Die Gesetzesvorlage muss nun im Detail durch die EU-Mitgliedstaaten und das Europäische Parlament ausbuchstabiert werden. Dabei müssen neben der klimapolitischen Effektivität und der Vereinbarkeit mit WTO-Recht die Auswirkungen auf die europäischen Handelspartner und insbesondere auch die armen Entwicklungsländer berücksichtigt werden. Für viele Entwicklungsländer sind infolge des CBAM zusätzliche Exportkosten zu erwarten. Die EU sollte die damit verbundenen Nachteile für Entwicklungsländer sorgfältig bewerten und auf eine entwicklungsfreundliche Ausgestaltung des CBAM hinwirken. Der CBAM sollte im weiteren Gesetzgebungsverfahren der EU entsprechend nachgebessert werden.
• Die EU muss sicherstellen, dass arme Länder nicht negativ vom CO2-Grenzausgleich belastet werden. Least
Developed Countries (LDCs) sollten vom CBAM ausgenommen bleiben.
• Die EU sollte die vom CBAM betroffenen Entwicklungsländer gezielt unterstützen, z. B. durch Kapazitätsaufbau in Bezug auf die Umsetzung des CBAM und Möglichkeiten der CO2-Minderung in den betroffenen Sektoren.
• Die EU sollte Partnerländer mit niedrigen und mittleren Einkommen bei der Dekarbonisierung ihrer Fertigungsindustrien unterstützen.
• Die EU sollte die Einnahmen des CO2-Grenzausgleichs im Sinne eines revenue recyclings überwiegend für klimapolitische Zwecke im Ausland verausgaben.
Bei der Weiterentwicklung des CBAM sollten die betroffenen Länder durch Konsultationen und diplomatischen Austausch zukünftig stärker eingebunden werden.
Zunehmend und auf vielfältige Art und Weise zeigen deutsche Kommunen im In- und Ausland entwicklungspolitisches Engagement. Über die Hintergründe und Ausgestaltung ihres Engagements aber ist sehr wenig bekannt.
Vor diesem Hintergrund hat das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE) eine Bestandsaufnahme der Kommunalen Entwicklungspolitik (KEpol) in Deutschland gemacht. Finanziert wurde sie von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW). Auf Grundlage einer bereits 2009 vom DIE durchgeführten Studie (Fröhlich & Lämmlin, 2009) sollten Entwicklungstrends in diesem kommunalen Politikfeld ausgemacht werden. Zu diesem Zweck führte das DIE in Kooperation mit dem Deutschen Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit (DEval) eine deutschlandweite Befragung von Kommunen durch, die auch vertiefende qualitative Interviews mit Vertreter*innen von Kommunen und relevanten Bundes- und Länderinstitutionen umfasste.
Wie die Ergebnisse zeigen, wächst in Deutschland die KEpol infolge verbesserter politischer Rahmenbedingungen und beeinflusst durch veränderte globale Leitbilder (z. B. Agenda 2030). Bei größeren Kommunen ist der Anteil entwicklungspolitisch aktiver Kommunen deutlich höher als bei kleineren. Häufig konzentrieren sich kleinere Kommunen auf niedrigschwellige Aktivitäten mit geringeren Anforderungen an das Projektmanagement wie z.B. die Förderung von fairem Handel.
In einigen Fällen organisieren sie sich in Verbundprojekten. KEpol umfasst ein breites thematisches Spektrum, das von der Informations- und Bildungsarbeit bis hin zu vielfältigen Partnerschaften mit Kommunen im Globalen Süden reicht. Bei den Kooperationen der kommunalen Verwaltungen nehmen die Zahl und die Vielfalt der Akteure sowie ihre Funktionen zu. Sie agieren als Umsetzende, Multiplikator*innen und Vernetzende. Dem internationalen Engagement und den entsprechenden Aktivitäten der Kommunen liegt nicht zuletzt ein Eigeninteresse zugrunde. Beispielsweise, um international Verantwortung zu übernehmen
oder um für neue Mitarbeitende attraktiv zu sein.
Entwicklungspolitik ist eine gemeinsame Aufgabe von Bund, Ländern und Kommunen. KEpol gehört dabei zu den freiwilligen kommunalen Tätigkeiten und wird daher nicht überall praktiziert. Oft sind personelle Kapazitäten unzureichend und benötigte Kenntnisse über die diversen Themenfelder komplex. Zum Teil schätzen Kommunen den mit dem KEpol-Projektmanagement verbundenen Aufwand als zu hoch ein.
Nichtsdestotrotz leisten Kommunen durch ihr Engagement einen zentralen Beitrag zur transnationalen Nachhaltigkeitspolitik. Sie ermöglichen es insbesondere, die globalen Ziele kontextspezifisch umzusetzen beziehungsweise sie zu lokalisieren. Als spezifischen Vorteil bietet KEpol die Nähe zu den Bürger*innen und den direkten Kontakt zu lokalen Akteuren im In- und Ausland. Zurzeit ist allerdings der kommunale Beitrag gemessen an den gängigen Maßzahlen und Indikatoren der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) (etwa der Official Development Assistance, ODA) noch zu wenig erkennbar. Kommunen weiterhin und vor allem unbürokratisch zu unterstützen ist wichtig, damit KEpol in aktiven und bislang noch nicht aktiven Kommunen ihr volles Potenzial entfalten kann.
Langanhaltende Krisen und das vermehrte Auftreten von Naturkatastrophen führen dazu, dass eine nie dagewesene Zahl von Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen ist. Doch die Kluft zwischen dem Bedarf und den verfügbaren Mitteln der internationalen Gemeinschaft wird immer größer. Um diese Ressourcenlücke zu schließen, will die Europäische Union (EU) verstärkt sogenannte „Emerging Donors“ wie China, dazu ermutigen, ihre Finanzbeiträge zu erhöhen. Obgleich Chinas Beteiligung im internationalen humanitären System bislang zurückhaltend war, deutet sein verstärktes Engagement während der Corona-Pandemie auf eine veränderte Haltung hin. So hat China Hunderte Tonnen an persönlicher Schutzausrüstung (PSA) ins Ausland geliefert, medizinische Teams entsandt und 100 Millionen USD an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Vereinten Nationen (UN) gespendet.
Trotz der zunehmenden geopolitischen Spannungen zwischen China und der EU eröffnet der verstärkte humanitäre Einsatz Pekings die Möglichkeit für die EU, sich gemeinsam mit China im humanitären Sektor zu engagieren. Dabei sollte die EU eine langfristige Strategie für eine mögliche Zusammenarbeit im humanitären Bereich entwickeln. Ein Dialog, der die unterschiedlichen Ansätze beider Akteure berücksichtigt und sich auf Gemeinsamkeiten fokussiert, könnte die Tür zu einer möglichen Zusammenarbeit öffnen. Diese könnte nicht nur dazu beitragen, die Finanzierungslücke zu verkleinern, sondern würde auch das Potenzial für eine bessere Koordinierung bei der Bereitstellung von Hilfsmaßnahmen bergen.
China begreift humanitäre Hilfe als einen Bestandteil der Entwicklungszusammenarbeit, leistet den Großteil seiner Hilfe bilateral und engagiert sich hauptsächlich nach Naturkatastrophen. Die EU hingegen trennt ihre humanitäre Hilfe von Entwicklungszusammenarbeit und leistet humanitäre Hilfsmaßnahmen über Nichtregierungsorganisationen (NGOs), UN-Agenturen und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK).
Diese Analyse und Stellungnahme arbeitet die Merkmale der chinesischen humanitären Hilfe heraus und skizziert zwei Bereiche, auf die sich die EU in ihrem Bemühen um einen Dialog mit China konzentrieren könnte.
• Ernährungssicherheit: Ernährungsfragen und die Unterstützung bei der Lebensmittelversorgung stellen einen Schlüsselbereich des Engagements beider Akteure dar. Die EU sollte sich dafür einsetzen, dass China seine Beiträge zur globalen Ernährungssicherheit über das Welternährungsprogramm (World Food Programme – WFP) aufstockt. Damit könnte ein politischer Dialog darüber einhergehen, wie sich die Zusammenarbeit bei der Gewährleistung der Ernährungssicherheit intensivieren ließe.
• Vorausschauende humanitäre Hilfe: China hat besonders beim Umgang mit Naturkatastrophen eine große Expertise aufgebaut. Eine verbesserte Katastrophenvorsorge ist eine der Prioritäten im Strategieplan der Generaldirektion Europäischer Katastrophenschutz und humanitäre Hilfe (DG ECHO) für 2020–2024. Da beide Parteien ein Interesse an vorausschauender humanitärer Hilfe haben, kann der Wissensaustausch in diesem Bereich ein Wegbereiter für eine zukünftige Zusammenarbeit sein.
Die Corona-Pandemie ist eine weltweite Gesundheitskrise, die eng mit der globalen Biodiversitätskrise verwoben ist. Sie entstand durch einen zoonotischen Erreger, der von Wildtieren auf den Menschen übersprang. Viren können sich in gestörten Ökosystemen leicht ausbreiten, und mit zunehmendem Kontakt zwischen Menschen und Wildtieren wächst das Risiko einer Übertragung. Der Naturschutz kann entscheidend dazu beitragen, das Risiko weiterer Pandemien zu verringern; gleichzeitig wirkt sich die aktuelle Pandemie in vielerlei Hinsicht auf den Naturschutz aus. In dieser Analyse und Stellungnahme schlagen wir Strategien zur Minderung der negativen Auswirkungen der Pandemie auf den Naturschutz im Globalen Süden vor. Viele Zoonosen haben dort ihren Ursprung, und die Lebensgrundlagen sind stark von natürlichen Ressourcen abhängig. Das Paper erläutert die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie auf Naturschutzgebiete sowie die spezifischen Folgen für den Tourismus und den Wildtier-handel – zwei Sektoren, die eng mit solchen Schutzgebieten verbunden sind.
Mit dem pandemiebedingten wirtschaftlichen Abschwung geraten die natürlichen Ressourcen in vielen Ländern unter Druck: Für den Naturschutz vorgesehene Mittel werden in den Gesundheitssektor umgeleitet, Länder senken ihre Naturschutzstandards, um die Wirtschaft anzukurbeln, und die arme Bevölkerung in ländlichen Regionen greift zum Überleben auf geschützte natürliche Ressourcen zurück. Diese Trends beschleunigen den Verlust der biologischen Vielfalt und der Ökosystemleistungen, schaffen günstige Bedingungen für das Auftreten von Zoonosen und bedrohen die Lebensgrundlagen der Menschen.
Vor der Corona-Pandemie war der naturnahe Tourismus eine Multi-Milliarden-Dollar-Industrie. Der vorübergehende Einbruch des Tourismus hat positive wie auch negative Auswirkungen auf die nachhaltige Entwicklung. Nachteile erleiden einerseits viele Angestellte im Tourismussektor, die ihren Arbeitsplatz und ihre Lebensgrundlage verloren haben. Außerdem ist eine wichtige Finanzierungsquelle für das Management von Schutzgebieten weggefallen. Andererseits hat der vorübergehend rückläufige Tourismus der Natur Zeit gegeben, sich zu erholen, während der Rückgang des internationalen Flugverkehrs die globalen Kohlenstoffemissionen dieses Sektors gesenkt hat.
Der Wildtierhandel – ein wichtiger Faktor in der Verbreitung von Zoonose-Erregern – wurde infolge der Pandemie in einigen Ländern verboten. Doch soziale Schutzmaßnahmen für lokale Gemeinschaften, die von Proteinen aus Wildtieren abhängig sind, fehlen noch weitgehend.
Um diese Herausforderungen zu bewältigen, empfehlen wir, den Naturschutz weiterhin ganz oben auf die internationale Agenda zu setzen, insbesondere inmitten der aktuellen globalen Gesundheitskrise, die sich mit der fortschreitenden Zerstörung von Ökosystemen schnell wiederholen könnte. Umweltgesetze müssen aufrechterhalten und Finanzmittel zur nachhaltigen Sicherung von Lebensgrundlagen zur Verfügung gestellt werden. Die Wiederbelebung des naturnahen Tourismus sollte unterstützt werden, da er nicht nur finanzielle Mittel für den Naturschutz, sondern auch Einkommen für lokale Gemeinden generieren kann. Gleichzeitig sollte die Tourismusindustrie ihren ökologischen Fußabdruck weiter reduzieren. Die Eindämmung des Wildtierhandels muss so gestaltet sein, dass der Proteinbedarf von Gemeinschaften gedeckt bleibt.
Um katastrophale Folgen für Mensch und Natur zu vermeiden, sind entschlossene Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels erforderlich. Trotz dieser Dringlichkeit reichen die derzeit umgesetzten und geplanten Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels nicht aus, um die 2015 in Paris festgelegten globalen Ziele zu erreichen. Ein Grund für die derzeit unzureichende Umsetzung sind die wahrgenommenen negativen Verteilungseffekte. Durch die Verteuerung von Gütern können Klimaschutzmaßnahmen sowohl die Armut als auch die Ungleichheit steigern. Darüber hinaus können sie zu Störungen auf Arbeitsmärkten und mehr Arbeitslosigkeit führen, insbesondere in Sektoren und Gebieten, die von fossilen Brennstoffen abhängig sind. Infolgedessen haben öffentliche Proteste in vielen Ländern die Umsetzung der Klimapolitik bisher blockiert oder verzögert.
Neue Forschungsansätze, die in dieser Analyse und Stellungnahme erörtert werden, sorgen langsam für eine Trendwen-de. Erstens hat sich gezeigt, dass eine CO2-Bepreisung in Entwicklungsländern im Gegensatz zu den hochentwickelten Volkswirtschaften nicht regressiv wirken muss. In eine ähnlich positive Richtung gehen Studien, wonach das Erreichen der Klimaziele zu einem geringen Nettozuwachs an Arbeitsplätzen führen wird. Dennoch werden sowohl der Effekt der CO2-Bepreisung als auch die Auswirkungen der Klimapolitik auf Arbeitsmärkte Verlierer*innen hervorbringen: Preiser-höhungen würden die Armut verschärfen, da einkommensschwächere Haushalte mehr Geld für die gleichen Güter aus-geben müssten; ebenso werden bestimmte Länder, Sektoren, Gebiete und Arbeitnehmer*innen (z. B. Geringqualifizierte) von Arbeitsplatzverlusten oder -störungen betroffen sein.
Zweitens können Haushalte und Arbeitnehmer*innen, die von der Klimapolitik beeinträchtigt sind, im Rahmen von Maßnahmen zur sozialen Sicherung entschädigt werden, um negative Verteilungseffekte abzufedern. Höhere Preise können auch durch Geldtransfers an Haushalte kompensiert werden, die nur durch einen Teil der Einnahmen aus klima-politischen Maßnahmen wie einer Kohlenstoffsteuer finanziert werden können. Ähnlich verhält es sich mit Arbeits-markteffekten: Maßnahmen zur sozialen Absicherung, insbesondere arbeitsmarktpolitische Maßnahmen wie Umschu-lungen und Arbeitslosenunterstützung, können deutlich dazu beitragen, die Bedürfnisse der negativ betroffenen Arbeit-nehmer*innen zu erfüllen.
Es ist klar, dass ökologische und soziale Ziele sich nicht gegenseitig ausschließen müssen. Mit einem geeigneten
Policy-Mix lassen sich sowohl Armut als auch Umweltzerstörung reduzieren. Diese politischen Auswirkungen müssen allerdings breiter kommuniziert werden, um die Akzeptanz von Klimapolitiken zu erhöhen. Dies wird teilweise bereits durch aktuelle Pläne wie den europäischen Green Deal erreicht. Aus Sicht der Forschung und Politik sind mehr Studien in Entwicklungsländern erforderlich, die auch Erkenntnisse über nicht-marktbezogene klimapolitische Maßnahmen her-vorbringen und über den kurzfristigen Effekt höherer Preise auf die Kaufkraft der Haushalte hinausgehen. Nicht zuletzt kann die internationale Zusammenarbeit eine wichtige Rolle bei der politischen Koordinierung, der Finanzierung und dem Aufbau von sozialen Sicherungssystemen in Ländern mit niedrigem Einkommen spielen.
Diese Veröffentlichung stellt eine von sechs Analysen sektorenübergreifender Herausforderungen für Wasser-Governance dar, die als Teil des STEER-Forschungsprojekts durchgeführt wurden und deren Resultate in separaten Analysen und Stellungnahmen vorliegen.
Südafrikas Wassergesetzgebung ist international anerkannt für ihre ambitionierte Umsetzung des integrierten Wasserressourcenmanagements (IWRM). IWRM ist ein Konzept, das entwickelt wurde, um komplexe Herausforderungen im Bereich Wasser anzugehen, indem es die Beziehungen zwischen Land und Wasser berücksichtigt und den Wissensstand für andere Wasser nutzende Sektoren und Akteur*innen erweitert. Die Beteiligung von und Koordination zwischen Interessensvertreter*innen, Schlüsselaspekte des IWRM, stehen im Gegensatz zu einem hierarchischen Führungsstil, wie er von den meisten Regierungen praktiziert wird. Wir sehen drei Herausforderungen bei der Umsetzung von IWRM in Südafrika: Erstens, ein duales Governance-System: Die Landschaft der für das Einzugsgebietsmanagement relevanten südafrikanischen Organisationen besteht aus Organisationen des westlichen Governance- und des traditionellen Governance-Systems. Das westliche Governance-System umfasst Organisationen wie das Department of Water and Sanitation (DWS), das mit der Bewirtschaftung der Wasserressourcen beauftragt ist, und das Department of Cooperative Governance and Traditional Affairs, das sich mit der traditionellen Führung in verschiedenen Fragen einschließlich des Landmanagements abstimmt. Gegenwärtig arbeiten diese Organisationen in Land-Wasser-Fragen nicht im erforderlichen Maße zusammen. Zweitens, eine mangelnde Umsetzung der Wassergesetzgebung: Das südafrikanische Wassergesetz von 1998 sieht Behörden für Einzugsgebietsmanagement (Catchment Management Agencies, CMAs) als Netzwerk-Governance-Strukturen vor, die die Einzugsgebiete auf lokaler Ebene bewirtschaften und alle Wassernutzer*innen einbeziehen sollen. Doch nach über 20 Jahren sind diese Strukturen nicht umgesetzt worden. Dies ist auf einen Konflikt von Governance-Stilen zwischen den Stakeholder integrierenden CMAs und dem expertengesteuerten, hierarchischen DWS zurückzuführen. Drittens, Konflikt zwischen Governance-Stilen: In Ermangelung einer CMA haben sich im uMngeni-Einzugsgebiet mehrere informelle oder nicht gesetzlich verankerte Netzwerk-Governance-Strukturen entwickelt (z.B. Foren für Einzugsgebietsmanagement und die uMngeni Ecological Infrastructure Partnership). In einigen Fällen befinden sich Repräsentant*innen dieser Strukturen und Regierungsvertreter*innen im Konflikt über unterschiedliche Ansätze des Wissensmanagements und der Entscheidungsfindung; diese Unterschiede wurzeln in ihrem jeweiligen Governance-Stil. In den vergangenen Jahren hat das DWS einen Prozess zur Erarbeitung der formal notwendigen Strategie des Einzugsgebietsmanagements eingeleitet, der von den Stakeholdern verlangt, sich zu beteiligen und ihre Bedürfnisse zu formulieren. Dieser Prozess könnte zu einem vermittelnden Instrument für Konflikte zwischen den Akteur*innen werden.
Wir machen folgende Vorschläge:
1. Um IWRM umzusetzen ist die Integration der traditionellen Führungsebene in Planungsprozesse auf kulturell sensible Weise von entscheidender Bedeutung.
2. Netzwerkstrukturen – von der Regierung gestaltet oder selbst organisiert – können das zur Umsetzung von IWRM erforderliche Sozialkapital auf lokaler und regionaler Ebene schaffen.
3. Um zwischen vorhandenem hierarchischen und Netzwerk-Governance-Wissen zu vermitteln, sollten Managementstrategien auf einem hybriden Governance-Stil beruhen.
Neben der Aufmerksamkeit, die der Blockchain-Technologie (BT) durch ihren Einsatz in Kryptowährungen zuteilwurde, hat sich für die BT einigermaßen unbemerkt von der Öffentlichkeit ein weiteres Einsatzfeld entwickelt: das in der Lieferkette. Lieferketten sind in den vergangenen Jahren immer fragmentierter und globaler geworden, sodass Produkte von der Rohstoffgewinnung häufig bis zum Verkauf unzählige Produktionsschritte durchlaufen, die von Firmen in unterschiedlichen Ländern durchgeführt werden. Die Sicherung der Qualität und Nachhaltigkeit der Produktion in vorangehenden Schritten stellt für viele folgende Produktionsschritte – und so letztlich auch für die Endverbraucher – eine große Herausforderung dar. Die BT verspricht in diesem Zusammenhang große Fortschritte. Einfach gesagt ermöglicht die Blockchain, Daten in einem Netzwerk zu verifizieren, fälschungssicher und rückverfolgbar abzuspeichern und für alle Teilnehmer*innen des Netzwerkes einsehbar zu machen.
Die möglichen Vorteile der BT liegen zum einen auf der Seite der Konsument*innen, die die Herkunft von Produkten nachvollziehen können. Das erleichtert nachhaltigen Konsum. Sie liegen zweitens auf der Seite der Produzent*innen, wenn Teile ihrer Lieferketten automatisiert werden und sie ihre Produktqualität und -herkunft kostengünstig nachweisen können. Drittens wird mit der BT die Hoffnung verbunden, dass Lieferketten durch sie inklusiver für kleine und mittelgroße Zulieferer*innen werden können, besonders in Entwicklungsländern. Die BT kann einfacher Vertrauen auch in die von Ihnen gelieferten Zwischengüter schaffen und so Eintrittsbarrieren abbauen. Zusammengenommen könnte die BT daher dazu beitragen, Konsum und Produktion ökologischer, sozial gerechter und inklusiver zu gestalten und so nachhaltige Entwicklung voranzubringen.
Bisher haben vor allem sehr große Unternehmen in Pilotprojekte investiert. Einige Produkte können inzwischen sowohl von Firmen als auch von Endverbrauchern in Echtzeit auf ihre Produktionsweise und Herkunft überprüft werden. Während die BT jedoch eingetragene Daten sicher speichert und miteinander „verkettet“, kann die Technologie als solche noch nicht die Korrektheit der eingetragenen Daten sichern. Diese verbleibende Unsicherheit im Digital-Analog-Link kann durch die Verbindung mit anderen Technologien, wie etwa dem Internet der Dinge (Internet of Things, IoT), gestärkt werden. Die Einhaltung etwa von Arbeits-, Umwelt- oder Tierwohlstandards kann aber nach wie vor weitestgehend nur durch unabhängige analoge Audits überprüft werden. Ein Einsatz der BT bringt daher besonders in solchen Sektoren potenziell umfassende Vorteile, in denen der Digital-Analog-Link erfolgreich überbrückt werden kann, wie etwa im Lebensmittelsektor oder bei besonders hochwertigen Rohstoffen.
Für den Einsatz der BT auch von kleinen Zuliefer*innen in Entwicklungsländern sind oftmals die nötigen Bedingungen von digitaler Bildung, Ausstattung, und Infrastruktur nicht gegeben. Hier müssten nationale und internationale Entwicklungspolitiken ansetzen, damit BT-Lösungen ihre Vorteile für inklusive Produktion entfalten können. Auch allgemeine technologische Standards können helfen, Monopolbil-dungen in der Technologieentwicklung durch multinationale Konzerne entgegenzuwirken. Damit könnte die Politik dazu beitragen, das Interesse der Konsument*innen und Produzent*innen mit dem der kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) in der Lieferkette in Einklang zu bringen.
This report is for media and the general public.
The SMM recorded fewer ceasefire violations in both Donetsk and Luhansk regions compared to the previous day. The Mission recorded a significant level of fighting during the night of 5-6 August in Donetsk region. The SMM analysed craters in Krasnohorivka, Pikuzy (formerly Kominternove) and Sakhanka. It observed weapons in violation of the withdrawal lines in government-controlled areas. The Mission noted the absence of 12 towed howitzers from permanent storage sites in “LPR”-controlled areas. It faced four freedom-of-movement restrictions, all in areas not controlled by the Government. The SMM received concrete responses to recent incidents by the Ukrainian Armed Forces representative at the Joint Centre for Control and Co-ordination, but no such information regarding incidents that took place in areas not controlled by the Government.
The SMM noted fewer ceasefire violations[1] in Donetsk region compared to the previous reporting period.
On the evening of 4 August, while in Donetsk city centre the SMM heard in two minutes 14 undetermined explosions 6-8km north-north-west of its position. On the night of 5-6 August, the SMM heard 42 undetermined explosions, including 30 assessed as anti-aircraft cannon rounds, 7-10km north of its position.
On night of 4-5 August, whilst in “DPR”-controlled Horlivka (39km north-east of Donetsk), the SMM heard two undetermined explosions 8-10km north-west of its location. Earlier that evening, the SMM had heard in one minute 20 explosions assessed as outgoing mortar rounds, explosions assessed as automatic-grenade-launcher and recoilless-gun rounds as well as heavy-machine-gun bursts 700-1000m north of its position 7km north of Horlivka. While in Svitlodarsk (57km north-east of Donetsk) the SMM heard two explosions assessed as impacts of 82mm mortar rounds 4-5km south-east of its location.
The SMM camera in Shyrokyne (20km east of Mariupol) between 21:39 and 21:48 on 4 August recorded 11 rocket-assisted projectiles fired from west to east and one undetermined explosion at unknown distance north-west of its position. During the night of 5-6 August, in about three hours, the camera recorded 118 undetermined explosions as well as bursts of tracer fire (in sequence) from south-west to north-east, west to east and east to west.
Positioned in government-controlled Avdiivka (17km north of Donetsk), the SMM heard within 50 minutes in the afternoon 94 undetermined explosions assessed as rounds of different weapons (82mm and 120mm mortar, automatic grenade launcher), as well as heavy-machine-gun fire 4-6km south-east of its position. In the course of the day, whilst positioned in “DPR”-controlled Yasynuvata (16km north-east of Donetsk) the SMM heard 20 undetermined explosions at locations ranging from 2 to 6km west, west-north-west and north-north-west of its position.
In one hour in the morning, whilst in Svitlodarsk, the SMM heard 26 undetermined explosions 10-12km north-west, and four undetermined explosions 10-12km north-north-east of its position. In the night hours of 5-6 August, within just over two hours around midnight from the same location, the SMM heard 42 explosions, including 30, which it assessed as impacts of 120mm mortar rounds 4-5km south-east of its position. In Horlivka, on the same night, the SMM heard 43 explosions, including 27 it assessed as outgoing mortar rounds 7-9km north-west of its position.
In Luhansk region the SMM noted fewer ceasefire violations compared to the previous day, with no ceasefire violations recorded during the night of 4 August. Positioned 2km north of “LPR”-controlled Hannivka (58km west of Luhansk), the SMM heard one undetermined explosion 5-15km west of its position. Positioned in “LPR”-controlled Veselohorivka (65km west of Luhansk), within about 20 minutes, the SMM heard over a dozen bursts of small arms 2km east of its position.
The SMM followed up on civilian casualties and conducted crater analysis. At the Kalinina hospital morgue in “DPR”-controlled Donetsk city, the SMM accompanied by Russian Federation Armed Forces officers at the Joint Centre for Control and Co-ordination (JCCC), observed the body of a woman with extensive shrapnel injuries to her head, neck, limbs and torso. According to the autopsy report, she had succumbed to shrapnel injuries she had received due to triggering a booby trap while working in her garden in Donetsk city’s Petrovskyi district on 4 August.
On 4 August, in “DPR”-controlled Pikuzy (formerly Kominternove, 23km north-east of Mariupol) the SMM saw four fresh craters, all of which it assessed as caused by 120mm mortar rounds. The SMM assessed the first crater near an abandoned house as caused by a round fired from a westerly direction. The second crater was in the backyard of a house inhabited by an elderly woman and the SMM assessed that the round had been fired from a south-westerly direction. The last two craters were located near a road in the same area and the SMM assessed that one round had been fired from a north-north-westerly direction and the other – from a north-westerly direction. According to residents, the shelling had taken place between 06:00-06:35 on 3 August. No casualties were reported.
In Sakhanka (“DPR”-controlled, 24km north-east of Mariupol), the SMM saw three fresh craters. The first crater was 20m away from an electricity sub-station and the SMM assessed it as caused by a projectile fired from a westerly direction. The SMM saw shrapnel damage to the sub-station. The SMM assessed the second crater, which was located in a field at the outskirts of the village, as caused by a 120mm mortar round fired from a north-westerly direction. The third crater was located in the backyard of a house inhabited by a middle-aged woman and the SMM saw two broken windows. The SMM assessed it as caused by a projectile fired from a north-north-westerly direction. Residents told the SMM that the shelling had occurred on 3 August at 22:30. No casualties were reported.
In Molodizhne (“DPR”-controlled, 20km south of Donetsk) the SMM saw nine fresh impact sites in a “detention” facility guarded by armed “DPR” members. One impact had caused the south-east part of the flat roof of an administrative building to partially collapse. The remainder of the impacts had struck the hard surface of the yard. The SMM assessed four of the craters as caused by 122mm or 152mm artillery rounds fired from a south or south-westerly direction, while a fifth had been caused by a projectile of unknown calibre fired from a northerly direction. The SMM was unable to analyse the remainder of the craters as they had been tampered with. According to the “head” of the facility, the shelling had occurred around midnight on 4 August. He also told the SMM that two “detainees” had sustained minor injuries. Medical personnel at the Dokuchaievsk hospital who treated them told the SMM that one had a shrapnel injury to his ankle and the other - to his chest and jaw. Both had been released back to the facility less than two hours after their arrival to the hospital. Near the facility, the SMM saw a two-storey house with a shattered window and spoke to a resident living in the house who stated that the window had been shattered by shrapnel around midnight on 4 August.
In government-controlled Krasnohorivka (21km west of Donetsk) the SMM visited two residential properties reportedly shelled on the night of 4-5 August. At the first, the SMM saw a crater in the asphalt surface on the yard of the house, and minor shrapnel damage to the nearby east-facing wall. The SMM saw the tail fin of an 82mm mortar round stuck in the asphalt and assessed that the round had been fired from an east-south-easterly direction. At the second location, a five-storey apartment building, the SMM saw a direct impact on the east-facing wall and assessed it as caused by an 82mm mortar round fired from an east-north-easterly direction. No casualties were reported at either location.
The SMM continued to monitor the withdrawal of weapons, in implementation of the Package of Measures and its Addendum, as well as the Minsk Memorandum.
In violation of the respective withdrawal line, the SMM observed in government-controlled areas: one surface-to-air missile system (9K33 Osa, 120mm) westbound on the M04 (E50) road near government-controlled Selidove (41km north-west of Donetsk), and two tanks of unknown type in “LPR”-controlled areas of Zolote (60km north-west of Luhansk).
Beyond the respective withdrawal line but outside assigned areas, the SMM observed 13 stationary tanks (T-64) at the training area near “LPR”-controlled Myrne (28km south-west of Luhansk).
The SMM observed weapons that could not be verified as withdrawn, as their storage does not comply with the criteria set out in the 16 October 2015 notification. In a government-controlled area beyond the respective withdrawal lines the SMM saw 11 multiple-launch rocket systems (MLRS; BM21 Grad 122mm). The SMM also observed that one area continued to be abandoned, as it had been since 26 February, with 12 MLRS (BM21 Grad 122mm) and two surface-to-air missile systems (9K35 Strela-10, 120mm) missing. In “DPR”-controlled areas, the SMM noted the presence of eight anti-tank guns (MT-12 Rapira, 100mm) and six self-propelled howitzers (2S1 Gvozdika, 122mm).*
The SMM revisited permanent storage sites, whose locations corresponded with the withdrawal lines. At “LPR”-controlled sites the SMM noted that 12 towed howitzers (D-30 Lyagushka, 122mm) were missing.
The SMM observed armoured combat vehicles in the security zone. In “LPR”-controlled Kalynove (60km west of Luhansk), the SMM observed one armoured personnel carrier (BTR-80) with 12 armed “LPR” members on board travelling west and one stationary combat engineering vehicle (IMR-2) on a tank (T-72) chassis.
The SMM continued to insist on accountability and responsibility for violations related to impediments to SMM monitoring and verification. The SMM continued to follow up on the incident of 2 August when SMM monitors were threatened at gunpoint at a known Ukrainian Armed Forces position near Lobacheve (17km north-west of Luhansk) (see: SMM Spot Report, 3 August 2016). At the JCCC in government-controlled Soledar (79km north of Donetsk), the Ukrainian Armed Forces representative presented the SMM with details of the investigations and disciplinary measures taken against the perpetrators. With regard to the shots fired at the SMM mini unmanned aerial vehicle near Lobacheve on 30 July (see SMM Daily Report 1 August 2016), the representative informed the SMM that the person responsible had been identified and he had disobeyed direct orders.
In relation to the violation near Lukove (72km south of Donetsk) (see: SMM Spot Report, 29 July 2016) in which armed individuals had threatened the SMM at gunpoint, Mr. Zakharchenko continued to refuse to meet the SMM in order to indicate effective steps taken in response.*
The SMM reminded the JCCC of continued restrictions and impediments to monitoring and verification, including in the areas near Zolote and Petrivske, and reminded the JCCC of its obligations under the Addendum to help ensure these and other violations were remedied as a matter of urgency. The SMM likewise reminded the JCCC that many of these restrictions were caused by mines, which the signatories of the Memorandum of September 2014 had insisted should be removed, and the Trilateral Contact Group's decision of 3 March, stipulating that the JCCC should be responsible for overall co-ordination of mine action, with the support of the SMM.
The SMM observed the presence of unexploded ordnance (UXO). The SMM revisited an area in Debaltseve (“DPR”-controlled, 58km north-east of Donetsk) where it had seen UXO assessed as an MLRS round (BM27 Uragan, 220mm; see SMM Daily Report 5 August 2016). A local farmer stated that “emergency services” had visited the site on 4 August and declared the rocket safe. He also showed the SMM another UXO on a footpath in the area, which the SMM assessed to be a 122mm artillery shell. The SMM informed the JCCC of the location of both pieces of UXO.
The SMM observed a new mine hazard sign 2km west of government-controlled Lobacheve (18km north-west of Luhansk) on the side of the road, which connects Lobacheve to government-controlled Lopaskyne (24km north-west of Luhansk). The sign read “Mines” in Russian and was hand-written on white cloth, which was hung on a movable wooden barrier.
The SMM continued to observe queues of pedestrians at the Stanytsia Luhanska bridge. In the morning between 09:09 and 10:09 the SMM saw 203 people (mixed gender and age) leaving government-controlled areas through the government checkpoint. In the same time period, the SMM saw 265 people (mixed gender and age) entering government-controlled areas through the same checkpoint. At 10:22, the SMM saw some 450 people still queuing to leave government-controlled areas. The SMM saw no traffic in the opposite direction. Between 15:45 and 16:15 the SMM observed 115 people (mixed gender and age) enter government-controlled areas through the government checkpoint. Within the same time frame, the SMM saw 132 people (mixed gender and age) proceed in the opposite direction.
*Restrictions to SMM’s freedom of movement or other impediments to the fulfilment of its mandate
The SMM’s monitoring is restrained by security hazards and threats, including risks posed by mines and unexploded ordnance, and by restrictions of its freedom of movement and other impediments – which vary from day to day. The SMM’s mandate provides for safe and secure access throughout Ukraine. All signatories of the Package of Measures have agreed on the need for this safe and secure access, that restriction of the SMM’s freedom of movement constitutes a violation, and on the need for rapid response to these violations.
Denial of access:
Conditional access:
[1] Please see the annexed table for a complete breakdown of the ceasefire violations as well as map of the Donetsk and Luhansk regions marked with locations featured in this report.
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This report is for media and the general public.
On 6 August at 07:51hrs the SMM heard an explosion approximately 3.9km east of its location in Luhansk city.
The SMM went to the site from where it had heard the explosion located at the intersection of Karpynsky and Vatutyn Street in Luhansk city, 500m north-east of SMM’s accommodation. The site was cordoned off, by so-called “LPR” “police” and the SMM could assess from a distance of approximately 15-30 meters, that an explosion had likely been caused by an improvised explosive device (assessed as approximately 1kg of high explosives) placed next to or in, a lamp post about two meters away from the vehicle, which was damaged and downed, at the side of the road. The SMM saw a black sport utility vehicle “Toyota Landcruiser Prado” severely damaged with windows shattered and front and side airbags deployed.
“LPR” “police” members at the site told the SMM that there were two casualties, without giving further details. Mr Vladislav Deynego, “LPR” member, told the SMM that Mr Plotnitsky was “in a bad condition and not able to receive visitors.” At the time of writing, the SMM could not reach personnel at either of the two hospitals in Luhansk city for confirmation.
The SMM will continue following up to confirm the information, and observe further developments.
Related StoriesWARSAW, 6 August 2016 – Michael Georg Link, Director of the OSCE Office for Democratic Institutions and Human Rights (ODIHR), today criticized the call by the Prosecutor General of Tajikistan for the reintroduction of the death penalty, and expressed concern over recent discussions related to removing the bans on capital punishment in some other OSCE participating States.
“Countries in the OSCE have committed themselves to consider the complete abolition of capital punishment, not to reconsider that abolition,” the ODIHR Director said. “Yesterday’s call by the Prosecutor General in Tajikistan for the reintroduction of capital punishment in that country is completely out of place in a region where most of the countries recognize the inherently cruel, inhuman and degrading nature of a punishment that fails to act as a deterrent and makes any miscarriage of justice irreversible.”
Tajikistan’s Prosecutor-General, Yusuf Rahmon, told a press conference yesterday that perpetrators of premeditated murder, terrorists and traitors must be punished by death. His words followed similar statements by other leaders, among them President Recep Tayyip Erdogan of Turkey and President Viktor Orban of Hungary, suggesting that the reinstitution of the death penalty should be opened for discussion.
Tajikistan suspended the application of the death penalty in 2004, while Turkey and Hungary completely abolished capital punishment, in 2004 and 1990, respectively.
“Rather than reversing its course, it is my hope that Tajikistan will take further steps toward the complete abolition of the death penalty,” he said. “It is also my hope that Turkey, remains with the vast majority of the OSCE participating States and will continue to act as a strong advocate for the global abolition, as it has in recent years.”
Related StoriesKYIV, 5 AUGUST 2016 –OSCE Special Representative and Co-ordinator for Combating Trafficking in Human Beings, Madina Jarbussynova, on Friday concluded an official visit to Ukraine aimed at raising awareness of human trafficking and the risks encountered by the most vulnerable groups as a consequence of the current crisis.
During her five-day visit, she met with representatives of the Donetsk Oblast state administration and female Internally Displaced People (IDPs) in Kramatorsk. Ambassador Jarbussynova also travelled to Kharkiv to talk to relevant civil society representatives about the situation on the ground, how to prevent the expansion of the conflict-driven human trafficking phenomenon, and to evaluate existing mechanisms of identifying, referring and assisting victims of trafficking in human beings.
“More than one-and-a-half million citizens have been displaced – a vast number that demands a comprehensive response,” Jarbussynova said. “This vulnerable group can easily find itself in situations where human trafficking may occur.”
In Kyiv, the OSCE Special Representative met with Ukrainian authorities to discuss progress in anti-trafficking measures and review future plans.
“The Government of Ukraine has recently demonstrated a high level of commitment to addressing human trafficking, particularly in enhancing its victim identification efforts and in filing cases to relevant courts”, said Jarbussynova.
At the same time, she noted that there are still considerable gaps in the National Referral Mechanism for victims, and that long-term, sustainable measures should be sought.
The Special Representative travels regularly to Ukraine, engaging with high-level authorities and holding training sessions together with the Special Monitoring Mission and the OSCE Project Co-ordinator to strengthen the capacity of the Ukrainian institutions and OSCE monitors to spot human trafficking trends and to report on alleged cases.
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The SMM recorded more ceasefire violations in Donetsk region compared to the day before including more than 520 explosions. In Luhansk region the SMM noted a decrease in recorded ceasefire violations compared to the previous day. On the night of 4 August, the SMM heard single shots of small-arms fire in close proximity to its base in Kadiivka (formerly Stakhanov). The SMM analysed craters in Zaitseve, Luhanske and Novozvanivka. It observed weapons in violation of the withdrawal lines on both sides of the contact line, and noted the absence of numerous weapons from permanent storage sites in government-controlled areas. The SMM followed up on reports of water and power supply cuts in areas of Avdiivka and Yasynuvata due to shelling. It faced four freedom-of-movement restrictions – two in government-controlled areas and two in areas not controlled by the Government.
The SMM noted a higher number of ceasefire violations[1] recorded in Donetsk region compared to the previous reporting period, including more than 520 explosions.
On the evening of 3 August, while in Donetsk city centre, the SMM heard 48 undetermined explosions 8-15km north-west of its position.
On the same night, whilst in “DPR”-controlled Horlivka (39km north-east of Donetsk), the SMM heard 104 undetermined explosions 7-10km north, and 12 explosions assessed as outgoing armoured personnel carrier (BMP-1, 73mm) cannon fire 5-8km north of its position.
The SMM camera in Shyrokyne (20km east of Mariupol) between 21:35 and 22:31 of 3 August, facing north-east, recorded 63 undetermined explosions and 30 bursts in the following sequence: five bursts of undetermined tracer fire and 25 bursts of direct tracer fire from east to west, north to south, south to north, north-west to northeast, north-east to north-west, east to north-west, north-east to west, south-east to north-west.
The following day, positioned at the “DPR”-controlled Donetsk central railway station (6km north-west of the city centre), the SMM heard 236 undetermined explosions all at locations 3-10km ranging from north-west to north-east of its position. The most intense violence was noted between 08:14 and 08:42, when the SMM recorded 100 undetermined explosions 4-6km north-north-east of its position.
Positioned in “DPR”-controlled Yasynuvata (16km north-east of Donetsk), the SMM heard 25 undetermined explosions and 13 outgoing explosions assessed as caused by automatic-grenade-launcher fire 1-7km west-south-west, west, west-north-west, north, north-north-east and north-east of its position. Positioned in government-controlled Avdiivka (17km north of Donetsk), the SMM heard 14 undetermined explosions 3-5km east and south-east of its position.
In Luhansk region the SMM noted a decrease in recorded ceasefire violations compared to the previous day, with no ceasefire violations recorded during the night of 3 August. Whilst in government-controlled Trokhizbenka (33km north-west of Luhansk), the SMM heard 32 undetermined explosions 5-6km south of its position. While positioned 1.5km north-west of “LPR”-controlled Hannivka (58km west of Luhansk), the SMM heard, within a half-hour period, more than 100 bursts of small-arms fire 1.5km east-south-east of its position – the location of a known shooting range – and assessed them as live-fire exercise – within the security zone – in violation of the ceasefire and of the Trilateral Contact Group decision on the prohibition of live-fire exercises within the security zone. Subsequently, while in the vicinity of a shooting range, the SMM saw five armed “LPR” members wearing ski masks with sniper rifles.
At 21:45 on 4 August, the SMM while at its base in “LPR”-controlled Kadiivka (formerly Stakhanov, 50km west of Luhansk), heard 16 single shots of small-arms (pistol) fire at an undetermined location 100-150m away from the base. The SMM informed the Joint Centre for Control and Co-ordination (JCCC) and armed “LPR” members controlling area.
The SMM conducted crater analysis. In “DPR”-controlled parts of Zaitseve (50km north-east of Donetsk), the SMM saw a fresh crater in a field 60m away from a house and assessed it as caused by a mortar (82 or 120mm) round fired from a north-westerly direction. Residents told the SMM that shelling had occurred during the night of 2-3 August. Across the street, the SMM also saw a completely burnt and destroyed house and two neighbouring houses with minor damage. No casualties were reported.
In government-controlled Luhanske (59km north-east of Donetsk), the SMM saw four relatively fresh craters with fragments of 120mm mortar rounds and 122mm artillery rounds in a garden of an inhabited house. The SMM was unable to determine the direction of fire due to contaminated craters after the recent heavy storms.
In government-controlled Novozvanivka (70km west of Luhansk), the SMM saw four craters near an inhabited house and assessed two of them as caused by 82mm mortar and the other two as caused by 122m artillery rounds, all fired from an easterly direction. Two residents told the SMM that shelling had taken place during the night time two days prior.
The SMM continued to monitor the withdrawal of weapons, in implementation of the Package of Measures and its Addendum, as well as the Minsk Memorandum.
In violation of the respective withdrawal line, the SMM observed in government-controlled areas: five self-propelled howitzers (2S1Gvozdika, 122mm) in Tarasivka (43km north-west of Donetsk); four self-propelled howitzers (2S3 Akatsiya, 152 mm) in a military compound in Donske (57km south of Donetsk); one radio-guided anti-tank system (9K114 Shturm, 134mm) mounted on a stationary armoured tracked vehicle (MT- LB) in Novozvanivka (70km west of Luhansk). Aerial surveillance imagery available to the SMM revealed the presence on 3 August of 12 tanks together with other hardware including 19 armoured vehicles and 44 military-type trucks in an industrial complex in “DPR”-controlled Budonivskyi district of Donetsk city.
The SMM observed weapons that could not be verified as withdrawn, as their storage does not comply with the criteria set out in the 16 October 2015 notification. In a government-controlled area beyond the respective withdrawal lines the SMM saw six towed howitzers (2A36 Giatsint-B, 152mm), while it noted as missing six towed howitzers (2A36 Giatsint-B, 152mm) as first observed on 8 July. The SMM also observed that two areas continued to be abandoned, as they have been since 3 July, with 12 towed howitzers (D-30, 12mm) and six Addendum-regulated mortars (2B11, 120mm) missing.
The SMM revisited permanent storage sites, whose locations corresponded with the withdrawal lines. At Ukrainian Armed Forces sites, the SMM noted that 22 tanks (T-64) and seven mortars (five 2B9M, 82mm; and two BM-38, 82mm) remained missing. In addition, the SMM also observed missing for the first time 36 tanks (T-64) and seven mortars (BM-37, 82mm). The SMM noted that one of those sites continues to be abandoned and another site has been newly abandoned.
The SMM observed the presence of armoured combat vehicles (ACV) and anti-aircraft weapons in the security zone. In government-controlled areas the SMM saw: one anti-aircraft gun (ZU-23) near Lomakyne (15km north-east of Mariupol); one light-armoured vehicle (Kraz Cougar) mounted with a heavy machine-gun heading north near Shchastia (20km north of Luhansk). In “LPR”-controlled areas, the SMM saw: one anti-aircraft gun (ZU-23) at an “LPR” checkpoint south-east of Shchastia across the contact line; one infantry fighting vehicle (BTR) heading north near Kalynove (60km west of Luhansk). Aerial surveillance imagery available to the SMM revealed the presence on 3 August of 33 armoured vehicles and 169 military-type trucks in “DPR”-controlled Donetsk city, in addition to aforementioned present in the same compound as the tanks (see above).
The SMM followed up on reports about cuts to water and power supply in areas of Avdiivka and Yasynuvata due to shelling. In Avdiivka, the Ukrainian Armed Forces officer at the Joint Centre for Control and Co-ordination (JCCC) told the SMM that at around 23:00 on 3 August, water and power supply to the town had been interrupted as shelling had caused damage to power transmission lines and to the Donetsk water filtration station located between Avdiivka and Yasynuvata. At Yasynuvata railway station, an employee (a woman in her thirties), stated that at approximately 04:00 of the day the water supply had been interrupted affecting large parts of the town. She added that most residents currently used water from private wells and bottled water.
The SMM continued to follow up on the incident of 2 August when SMM monitors were threatened at gunpoint at a known Ukrainian Armed Forces position on the road from government-controlled Lopaskyne to Lobacheve (24 and 17km north-west of Luhansk, respectively) (see: SMM Spot Report, 3 August 2016). At the JCCC in government-controlled Soledar (79km north of Donetsk), the Ukrainian Armed Forces chief-of-staff told the SMM that the perpetrators had been identified. The SMM also requested the meeting with a senior “DPR” member to follow up on the incident of 29 July when SMM monitors were threatened at gunpoint by aggressive armed “DPR” members near Lukove (72km south of Donetsk) (see: SMM Spot Report, 30 July 2016). He subsequently refused the request.*
The SMM observed the presence of explosive remnants of war (ERW) in “DPR”-controlled Debaltseve (58km north-east of Donetsk). The SMM for the first time saw a tailfin of a multiple-launch rocket system (BM-27 Uragan, 220mm) stuck in soil 30m away from an inhabited house and some 50 rusty shells of 82mm mortars (without fuses) scattered in a nearby field.
The SMM facilitated and monitored adherence to the ceasefire to enable repairs to essential infrastructure. Positioned on both sides of the contact line, the SMM monitored the cleaning and widening of canals that provide water to the Shchastia power plant, repair works to the Mykhailivka-Lysychansk high power line near Zolote (government-controlled, 60km north-west of Luhansk), repair works to gas pipelines in areas between “LPR”-controlled Slovianoserbsk and Pryshyb (28 and 34km north-west of Luhansk, respectively).
The SMM continued to observe queues at entry-exit checkpoints along the contact line. In the morning, at a checkpoint in “DPR”-controlled Olenivka (23km south-west of Donetsk), the SMM observed 132 cars waiting in a queue to cross into government-controlled areas and six cars in the opposite direction. A man in his forties told the SMM that he had been waiting for four hours since 06:00. A man in his early thirties with his wife and 8-year-old son stated that they were travelling to receive medical treatment for his son in government-controlled areas, expressing his concern as his son should not stay in the sun for a long time.
*Restrictions to SMM’s freedom of movement or other impediments to the fulfilment of its mandate
The SMM’s monitoring is restrained by security hazards and threats, including risks posed by mines and unexploded ordnance, and by restrictions of its freedom of movement and other impediments – which vary from day to day. The SMM’s mandate provides for safe and secure access throughout Ukraine. All signatories of the Package of Measures have agreed on the need for this safe and secure access, that restriction of the SMM’s freedom of movement constitutes a violation, and on the need for rapid response to these violations.
Denial of access:
Conditional access:
[1] Please see the annexed table for a complete breakdown of the ceasefire violations as well as map of the Donetsk and Luhansk regions marked with locations featured in this report.
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