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Nachrichten und Pressemitteilungen
Updated: 12 hours 22 min ago

EU-weite Herstellung von Photovoltaikanlagen benötigt einheitliche Regeln

Wed, 03/06/2026 - 09:30
EU will Herstellung von Photovoltaikanlagen durch neue Gesetzgebung resilienter und unabhängiger machen – Mitgliedstaaten dürfen Förderung an nicht preisbezogene Kriterien wie CO₂‑Fußabdruck knüpfen – Ansätze sind EU-weit sehr heterogen und Modellanalyse zeigt, dass dadurch hohe Kosten entstehen – ...

Katharina Wrohlich: „Ehegattensplitting reformieren, Familien gezielter fördern“

Tue, 02/06/2026 - 15:09

Steuervorteil des Ehegattensplittings begrenzen, Kindergeld und Kinderfreibetrag ausweiten: Eine Gruppe von Ökonom*innen hat der Bundesregierung heute in Form eines offenen Briefes einen Reformvorschlag zum Ehegattensplitting unterbreitet. Den Brief haben zahlreiche namhafte Professor*innen aus den Bereichen Ökonomie und Jura unterzeichnet. Zu den Initiator*innen gehört neben Nicola Fuchs-Schündeln (Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung) und Monika Schnitzer (Vorsitzende des Sachverständigenrats Wirtschaft) auch Katharina Wrohlich, Leiterin der Forschungsgruppe Gender Economics im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Zum Ansinnen des offenen Briefes äußert sich Katharina Wrohlich wie folgt:

Eine Reform des Ehegattensplittings sollte dringend angegangen werden. Dadurch würde eine Ausweitung der Erwerbsarbeitszeit für viele verheiratete Frauen finanziell attraktiver. Das ist aus gleichstellungspolitischer Sicht relevant, weil so die ökonomische Eigenständigkeit von Frauen gestärkt wird. Es ist aber auch vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte zur Sicherung unserer sozialen Sicherungssysteme von großer Bedeutung. Angesichts des demografischen Wandels und des zunehmenden Fachkräftemangels kann Deutschland es sich nicht leisten, Erwerbspotenziale ungenutzt zu lassen.

Besonders wichtig ist zudem: Die durch die Reform entstehenden steuerlichen Mehreinnahmen sollten direkt wieder an Familien mit Kindern rückverteilt werden. Das heutige Ehegattensplitting fördert Ehepaare unabhängig davon, ob Kinder im Haushalt leben. Allerdings sind häufig Kinder der eigentliche Grund, weshalb Paare ihre Erwerbs- und Sorgearbeit aufeinander abstimmen und ein Elternteil, überwiegend die Mutter, beruflich zeitweise zurücktritt. Eine Erhöhung von Kindergeld und Kinderfreibetrag, finanziert durch die steuerlichen Mehreinnahmen aus der Reform des Ehegattensplittings, würde Familien gezielter unterstützen und zugleich Alleinerziehende sowie unverheiratete Eltern besser einbeziehen.


Reformvorschlag für das Ehegattensplitting: Ehe schützen, Familien stärken, Erwerbsanreize verbessern

Tue, 02/06/2026 - 15:00
Steuervorteil des Ehegattensplittings begrenzen, Kindergeld und Kinderfreibetrag ausweiten: Eine Gruppe von Ökonom*innen hat der Bundesregierung heute in Form eines offenen Briefes einen Reformvorschlag zum Ehegattensplitting unterbreitet. Den Brief haben zahlreiche namhafte Professor*innen aus den ...

Wenn Angst die Demokratie zerstört

Mon, 01/06/2026 - 09:50
Populisten unterscheiden sich von Demokraten vor allem in der Art, wie sie Angst instrumentalisieren. Sie glauben: Wer Angst macht, hat Macht. Und leider stimmt das. , Wer verstehen will, warum demokratische Gesellschaften heute so fragil geworden sind, muss nicht auf Migration, Globalisierung oder technologische Umbrüche schauen. Er muss auf die politische Instrumentalisierung von Angst blicken. Und die hat einen ökonomischen Kern. Neu ist, wie gezielt Angst ...

Gesundheitssystem ist für Geflüchtete in den ersten Jahren nach Ankunft schwer zugänglich

Thu, 28/05/2026 - 10:28
Wartezeiten, Entfernungen und Kosten erschweren medizinische Versorgung – Vielen Geflüchteten fällt es schwer, sich im Gesundheitssystem zu orientieren – Abbau von Zugangshürden entscheidend Geflüchtete stoßen in Deutschland insbesondere in den ersten Jahren nach ihrer Ankunft auf erhebliche Hürden ...

Verwaltungsqualität als Standortfaktor

Thu, 28/05/2026 - 09:22
Im Audit Committee Quarterly, einem Magazin für Corporate Goverance, 1/2026 mit dem Titel "Bürokratie" ist ein neuer Beitrag von Alexander S. Kritikos erschienen: Effizienzgewinne durch Staatsmodernisierung: Warum Verwaltungsqualität der neue Standortfaktor ist: Für Unternehmen ist das Thema ...

DIW-Konjunkturbarometer Mai: Fast zurück auf Los

Wed, 27/05/2026 - 10:38
Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) fällt im Mai deutlich: Mit 94,8 Punkten liegt es nach zwischenzeitlich deutlich höheren Werten nun wieder auf dem Stand von Januar. Die neutrale 100-Punkte-Marke, die ein durchschnittliches Wachstum der deutschen ...

Wenn KI zur Gefahr für die Mittelschicht wird

Tue, 26/05/2026 - 10:59
KI wird Arbeitsplätze kosten, aber auch neue schaffen. Das Problem: die Verteilung. Es profitieren die Jungen, die Frauen, die Geringverdiener – oder eben genau nicht., Was wird künstliche Intelligenz mit unseren Arbeitsplätzen machen? Die Ängste sind groß. Doch wer genau hinschaut, kommt zu einem differenzierteren Bild: KI wird unseren Arbeitsmarkt zwar grundlegend verändern, aber wir werden wohl viele Entscheidungen noch immer selbst in der Hand haben. Die ...

Deutschlands forschungsintensive Industrie verliert an Wettbewerbsfähigkeit

Wed, 20/05/2026 - 10:04
Deutschlands Industrie schwächelt seit 2015 bei hochwertigen Technologiegütern und Spitzentechnologie – Anteile an Wertschöpfung und Welthandel sinken, Produktivität schwächelt – Politischer Handlungsbedarf bei Regulierungsdichte, öffentlicher Verwaltung und europäischem Binnenmarkt Deutsche ...

Podcast 'fossilfrei' - #42: Mit Fernwärme und Wärmespeichern die Energiewende beschleunigen!

Tue, 19/05/2026 - 13:56
Heute sprechen Alexander Roth und Wolf-Peter Schill mit Dr. Anna Billerbeck und Alexander Burkhardt vom Fraunhofer ISI über Fernwärme und Wärmespeicher. Wie wichtig ist der Wärmesektor für die Energiewende und warum geht es dort langsamer vor als beim Strom? Was ist eigentlich Fernwärme, wie hat sie ...

Das wäre dann aber ein Rentenroulette

Mon, 18/05/2026 - 10:35
Die Idee, den Renteneintritt an die Zahl der Beitragsjahre statt an ein Lebensalter zu koppeln, klingt nur auf den ersten Blick gerecht. Es gibt bessere Ideen., Der Vorschlag des Bundesfinanzministeriums und seines Beraters Jens Südekum, den Renteneintritt künftig an die Zahl der Beitragsjahre statt an ein einheitliches Lebensalter zu koppeln, klingt im ersten Moment einleuchtend: Wer früh angefangen hat zu arbeiten und lange in die Rentenkasse eingezahlt ...

Clara Schäper hat ihre Dissertation erfolgreich verteidigt

Wed, 13/05/2026 - 17:01
Clara Schäper, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Staat sowie der Forschungsgruppe Gender Economics des DIW Berlin und Doktorandin an der Universität Potsdam, hat am 12. Mai 2026 ihre Dissertation mit dem Titel “The Personal is Political: Five Essays in Labor and Family Economics” ...

Lamfalussy Research Fellowship for Gökhan Ider and Hedda Thorell

Wed, 13/05/2026 - 16:55
We are proud to share that our PhD student Gökhan Ider (Freie Universität Berlin) and Hedda Thorell from Stockholm University were awarded the Lamfalussy Research Fellowship 2026 by the European Central Bank. They are among five fellows and will work on their paper "News-driven fluctuations and ...

Fehlzeiten auf Rekordniveau: DIW-Studie sieht Atemwegserkrankungen und Verhaltenswandel als Hauptursachen

Wed, 13/05/2026 - 09:12
Krankheitsbedingte Fehltage von Beschäftigten in Deutschland sind 2022 stark gestiegen – Grund ist aber nicht primär die elektronische Krankschreibung – Atemwegserkrankungen und verändertes Verhalten nach der Pandemie sorgen für mehr Fehlzeiten am Arbeitsplatz – Teilkrankschreibung und mehr ...

Deutschlands goldenes Sparschwein

Mon, 11/05/2026 - 10:53
30 Milliarden Euro fehlen der Bundesregierung, um die akute Krise zu meistern. Zugleich sitzt das Land auf riesigen Goldreserven. Warum nicht einige davon nutzen? , Die Bundesregierung steckt mal wieder in einem finanziellen Dilemma: Auf der einen Seite klafft eine Haushaltslücke, die noch deutlich größer ausfallen dürfte als die 20 oder 30 Milliarden Euro, über die bisher diskutiert wird. Es könnte aber noch mehr Geld im Bundeshaushalt fehlen. Auf der anderen ...

Beitragsjahre als Kriterium für Renteneintritt würde neue Ungleichheiten schaffen – und das eigentliche Problem nicht lösen

Fri, 08/05/2026 - 11:51
Zusammenfassung:

8. Mai 2026 – In der rentenpolitischen Debatte gewinnt ein aktueller Vorschlag viel Zuspruch: das Renteneintrittsalter an die Zahl der geleisteten Beitragsjahre zu koppeln. Als Kriterium für den Renteneintritt werden in der Regel 45 Beitragsjahre genannt. Die Idee dahinter ist intuitiv einleuchtend: Wer früh berufstätig war und lange eingezahlt hat, soll auch früher in Rente gehen dürfen. Doch so plausibel diese Logik auf den ersten Blick erscheint, so komplex sind die Fragen, die sich für eine Umsetzung ergeben würden. Entscheidend ist, welche Zeiten überhaupt als anrechenbare Wartezeiten gelten. Denn Versicherungsbiografien verlaufen selten geradlinig. Für viele Versicherte wechseln sich Erwerbsphasen mit Zeiten der Arbeitslosigkeit, Krankheit, Kindererziehung oder Pflege ab. Um diese Vielfalt näher zu beleuchten, betrachtet diese Kurzstudie empirische Versicherungszeiten nach verschiedenen rentenrechtlichen Definitionen für die Geburtskohorte 1957. Die Analyse der Versicherungsdaten zeigt, dass unter der aktuellen Definition der Wartezeit von 45 Jahren nur 40 Prozent der Versicherten dieses Jahrgangs die 45-Jahres-Schwelle bis zum Renteneintritt erreicht hatten. Würde man diese Schwelle für alle Versicherten verbindlich einführen, würden vor allem zwei Gruppen erst später als bisher in Rente gehen können: einerseits Akademiker*innen, die später ins Erwerbsleben eintreten, andererseits Personen mit unterbrochenen Erwerbsbiografien. Zu letzteren zählen insbesondere Frauen mit Kindern und Personen mit Phasen längerer Arbeitslosigkeit.


Teresa Schildmann: „Steuerschätzung ist Warnsignal für Finanzpolitik der Bundesregierung“

Thu, 07/05/2026 - 15:57

Der neuesten Steuerschätzung zufolge dürfte der Gesamtstaat bis 2030 jedes Jahr fast 18 Milliarden Euro weniger als noch im Oktober erwartet zur Verfügung haben. Auf Bundesebene fehlen im Vergleich zum vergangene Woche präsentierten Finanzplan des Bundesfinanzministers im kommenden Jahr voraussichtlich vier Milliarden Euro und 2028 und 2029 jeweils zwei Milliarden Euro. Dazu eine Einschätzung von Teresa Schildmann, Wissenschaftlerin in der Abteilung Makroökonomie im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und Mitglied des Arbeitskreises Steuerschätzung:

Die aktuelle Steuerschätzung ist ein Warnsignal für die Finanzpolitik der Bundesregierung. Der finanzielle Spielraum des Bundes wird wieder enger – nicht nur aufgrund der wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs, sondern auch wegen zusätzlicher steuerlicher Entlastungsmaßnahmen der vergangenen Monate. Das dürfte die Haushaltsaufstellung für die kommenden Jahre weiter erschweren.  

Zwar profitiert der Staat kurzfristig teilweise von höheren Preisen vor allem bei Energie, da diese die Einnahmen etwa bei der Umsatzsteuer erhöhen. Gleichzeitig überwiegen jedoch die negativen Effekte: Die hohe Unsicherheit belastet Konsum und Investitionen, die wirtschaftliche Dynamik schwächt sich ab und insbesondere bei gewinnabhängigen Steuern fallen die Einnahmen geringer aus. Hinzu kommen neue steuerpolitische Maßnahmen wie die dauerhafte Umsatzsteuersenkung in der Gastronomie, die dauerhafte Senkung der Stromsteuer für das produzierende Gewerbe oder der Tankrabatt, also die temporäre Absenkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe, die die öffentlichen Haushalte zusätzlich belasten.  

Die Bundesregierung steht damit zunehmend vor einem Zielkonflikt: Einerseits besteht weiterhin der politische Wunsch nach Entlastungen für Bürger*innen sowie Unternehmen. Andererseits werden die Spielräume für zusätzliche Ausgaben kleiner. Zusätzliche Einnahmen durch höhere Verbrauchsteuern etwa auf Tabakprodukte und zuckerhaltige Getränke können dabei nur begrenzt helfen.  

Es spricht daher vieles dafür, dass die Politik künftig stärker auf die Ausgabenseite schauen muss. Dazu gehören eine konsequentere Prüfung und gegebenenfalls der Abbau von Subventionen, eine effizientere Verwaltung und langfristig auch Reformen bei den Sozialversicherungssystemen. Entscheidend wird sein, die öffentlichen Finanzen nachhaltig zu stabilisieren, ohne die wirtschaftliche Erholung zusätzlich zu belasten.


Konsum in Deutschland überschreitet planetare Belastungsgrenzen deutlich – Klimasorgen wachsen in allen Altersstufen

Thu, 07/05/2026 - 09:15
DIW-Wochenbericht zu sozial-ökologischer Transformation beleuchtet Nachhaltigkeit des Konsums und Klimasorgen in Deutschland – Planetare Grenzen bei Konsum dauerhaft überschritten – Besorgnis wegen Klimawandels wächst in allen Altersstufen – Breite gesellschaftliche Basis eröffnet Chancen für ...

Katharina Wrohlich in G7-Beratungsgremium für Gleichstellungsfragen (GEAC) berufen

Wed, 06/05/2026 - 14:45
Die Bundesregierung hat Katharina Wrohlich, Leiterin der Forschungsgruppe Gender Economics am DIW Berlin und Professorin für Öffentliche Finanzen, Gender- und Familienökonomie an der Universität Potsdam in den Gender Equality Advisory Council (GEAC) berufen. Dieser Expert*innenrat berät die G7 in ...

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